Die Schulfächer am MGL

Die einzelnen Fachschaften des MGL stellen sich und ihr Fach vor.

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Ethik

Was ist ein gutes Leben?

Schülerinnen und Schülern, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, erhalten im Fach Ethik Orientierungspunkte für einen ethischen Kompass, der sicher durch die Herausforderungen der modernen Welt führen soll.

Bei der Leitfrage „Was ist ein gutes Leben?“ geht es sowohl um die Gestaltung des eigenen Lebens, als auch um das Zusammenleben mit anderen Menschen. Im Mittelpunkt stehen Werte und Normen sowie die Suche nach dem Sinn.

Im Ethikunterricht lernen Schülerinnen und Schüler, sich selbst und ihre Mitmenschen mit ihren Bedürfnissen bewusst wahrzunehmen, offen und konstruktiv zu kommunizieren sowie schlüssig zu argumentieren.

Die behandelten Themen reichen von moralischen Fragen aus dem Alltag der Jugendlichen über aktuelle gesellschaftliche Diskussionen bis hin zu zeitlosen Grundproblemen der Menschheit. Dabei werden Sichtweisen verschiedener Kulturen, Religionen und Philosophien berücksichtigt.

Kurzübersicht Lehrplan

Kurzübersicht Lehrplan
Kompetenzen
Erkennen und verstehen
Überlegen und urteilen
Einfühlen und Anteil nehmen
Ethisch handeln und kommunizieren
Gegenstandsbereiche
Menschsein
Zusammenleben
Religion und Kultur
Die moderne Welt
Jgst. Lernbereiche nach Jahrgangsstufen
5 Wahrnehmung und Bedürfnisse
Familie
Spielen
Feste
6 Judentum und Christentum
Umgang mit Medien
Dem Anderen begegnen
Konsum und Freizeit
7 Islam
Konflikte und ihre Regelungen
Erwachsen werden
8 Sinnsuche
Soziales Engagement
Liebe, Freundschaft, Sexualität
Umwelt- und Tierethik
9 Fernöstliche Religionen
Gewissen und Verantwortung
Friedensethik
Arbeitsethik
10 Ursprünge des Philosophierens
Religionsphilosophie und vergleichende Religionsbetrachtung
Wirtschaftsethik
Medizinethik
11 Theorie und Praxis des Handelns
Freiheit und Determination
12 Recht und Gerechtigkeit
Sinnorientierung und Lebensgestaltung
Link zum vollständigen Lehrplan-Plus.

Die Fachschaft Ethik am MGL

Die Fachschaft Ethik
Von links nach rechts: Karlheinz Hößel, Verena Schier und Andreas Mahr

Wechsel zum Fach Ethik

Ein Wechsel vom Religionsunterricht in den Ethikunterricht ist durch einen Antrag der Erziehungsberechtigten an die Schulleitung spätestens am letzten Unterrichtstag des Schuljahres für das darauffolgende Schuljahr möglich.

Schüler*innen, die Ethik als Abiturfach (schriftlich oder mündlich) wählen möchten, müssen Ethik in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 besucht haben. Ein Einstieg erst in der Jahrgangsstufe 11 ist möglich. Allerdings muss hier zu Beginn der 11. Klasse eine Feststellungsprüfung über den Stoff der 10. Klasse abgelegt werden, um die Berechtigung zu erhalten, das Abitur im Fach Ethik ablegen zu können.

Französisch

Warum Französisch?

Liebst du Croissants, Baguette, Macarons, Mousse au chocolat und Crêpes? Bist du ein Fan von Louane, Zaz, Irie Révolté oder Maître Gims? Frankreich ist dein liebstes Urlaubsland?

Es gibt viele gute Gründe, sich dafür zu entscheiden, am MGL Französisch zu lernen. Neben der Tatsache, dass diese Sprache einfach wunderschön klingt, können noch zahlreiche weitere Argumente überzeugen.

Zunächst ist Frankreich Deutschlands wichtigster Nachbar im politischen wie wirtschaftlichen Bereich. Durch diese Zusammenarbeit werden zahlreiche Arbeitsplätze gesichert bzw. entstehen neu. Gemeinsam werden die beiden Länder oft als „Motor der EU“ bezeichnet. Französisch wird aber nicht nur in Frankreich, sondern als Mutter-, Amts- und/oder Unterrichtssprache auch in vielen anderen europäischen, afrikanischen, nord- und mittelamerikanischen und asiatischen Ländern gesprochen, so zum Beispiel in Québec (Kanada), Belgien, der Schweiz, Marokko oder auf der Insel La Réunion.

Außerdem ist Französisch neben Englisch die offizielle Amtssprache in der EU und anderen internationalen Organisationen (UNO, UNESCO, bei Olympischen Spielen).

Durch die enge Zusammenarbeit unserer beiden Länder, vor allem seit der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags 1963, sind zahlreiche Verbindungen, Kontakt- und (Aus-)Bildungsmöglichkeiten entstanden, beispielsweise Schul- und Städtepartnerschaften oder binationale Schul- und Studienabschlüsse.

Darüber hinaus stellt Französisch eine Brücke zu weiteren romanischen Sprachen (Spanisch, Italienisch, Portugiesisch u.a.) dar. Sowohl die Grammatik als auch das Vokabular des Französischen können beim Erlernen dieser Sprachen eine große Hilfe darstellen.

Diese und viele weitere Gründe sowie die Auswirkungen der Wahl des Französischen auf die Schullaufbahn am MGL und die damit verbundenen Möglichkeiten werden unter anderem im Rahmen der Informationsabende für die Zweigwahl vorgestellt.

Weitere Informationen zum Fach können hier als PDF heruntergeladen werden.

Mathematik

Geschichte der Mathematik

Die Mathematik ist eine der ältesten Wissenschaften. Ihre erste Blüte erlebte sie noch vor der Antike in Mesopotamien, Indien und China, später in der Antike in Griechenland und im Hellenismus. Von dort datiert die Orientierung an der Aufgabenstellung des „rein logischen Beweisens“ und die erste Axiomatisierung, nämlich die euklidische Geometrie.

In der frühen Neuzeit führte François Viète Variablen ein, René Descartes eröffnete durch die Verwendung von Koordinaten einen rechnerischen Zugang zur Geometrie. Die Betrachtung von Änderungsraten (Fluxionen) sowie die Beschreibung von Tangenten und die Bestimmung von Flächeninhalten („Quadratur“) führten zur Infinitesimalrechnung von Gottfried Wilhelm Leibniz und Isaac Newton. Newtons Mechanik und sein Gravitationsgesetz waren auch in den folgenden Jahrhunderten eine Quelle richtungweisender mathematischer Probleme wie des Dreikörperproblems.

Ein anderes Leitproblem der frühen Neuzeit war das Lösen zunehmend komplizierter werdender algebraischer Gleichungen. Zu dessen Behandlung entwickelten Niels Henrik Abel und Évariste Galois den Begriff der Gruppe, der Beziehungen zwischen Symmetrien eines Objektes beschreibt. Als weitere Vertiefung dieser Untersuchungen können die neuere Algebra und insbesondere die algebraische Geometrie angesehen werden.

Eine damals neue Idee im Briefwechsel zwischen Blaise Pascal und Pierre de Fermat im Jahr 1654 ist als Beginn der klassischen Wahrscheinlichkeitsrechnung anzusehen. Die neuen Ideen und Verfahren eroberten viele Bereiche. Aber über Jahrhunderte hinweg kam es zur Aufspaltung der klassischen Wahrscheinlichkeitstheorie in separate Schulen. Versuche, den Begriff „Wahrscheinlichkeit“ explizit zu definieren, gelangen nur für Spezialfälle. Erst das Erscheinen von Andrei Kolmogorows Lehrbuch Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung im Jahr 1933 schloss die Entwicklung der Fundamente moderner Wahrscheinlichkeitstheorie ab.

Teilwissenschaften der Mathematik im gymnasialen Unterricht

Im gymnasialen Unterricht werden verschiedene Teilwissenschaften der Mathematik angesprochen und thematisiert:

Während in der Unterstufe Grundzüge der Algebra und geometrische Vorstellungen von Flächen und Volumina entwickeln sollen, beginnt in der Mittelstufe ein systematischer Zugang zur Infinitesimalrechnung durch die Einführung des zentralen Begriffs der Funktion. Antike Geometrische Probleme wie Konstruktion mit Zirkel und Lineal sowie die Thematisierung der Kreiszahl 𝜋 runden eine mathematische Grundbildung ab. In der Oberstufe bauen die Schülerinnen und Schüler ihr Fundamentalwissen über Funktionen in Form von Kurvendiskussionen aus und erleben die Geometrie im dreidimensionalen Koordinatensystem. Die Stochastik wird im Schleifenprinzip in jeder Altersstufe auf angemessenem Niveau aufgegriffen und Schuljahr für Schuljahr weiterentwickelt. Die Abiturprüfung als Abschluss der gymnasialen Bildung fordert zu 50% Wissen in Analysis und zu jeweils 25% Wissen in Geometrie und Stochastik ein.

Das wissenschaftliche Prinzip der Mathematik “Fortschreiten durch Problemlösen”

Kennzeichnend für die Mathematik ist weiterhin die Weise, wie sie – ausgehend von bereits bekanntem Wissen – durch das Bearbeiten von „eigentlich zu schweren“ Problemen voranschreitet und sich so weiterentwickelt.

Sobald ein Grundschüler das Addieren natürlicher Zahlen gelernt hat, ist er in der Lage, folgende Frage zu verstehen und durch Probieren zu beantworten: „Welche Zahl muss man zu 3 addieren, um 5 zu erhalten?“ Die systematische Lösung solcher Aufgaben aber erfordert die Einführung eines neuen Konzepts: der Subtraktion. Die Frage lässt sich dann umformulieren zu: „Was ist 5 minus 3?“ Sobald aber die Subtraktion definiert ist, kann man auch die Frage stellen: „Was ist 3 minus 5?“, die auf eine negative Zahl und damit bereits über die Grundschulmathematik hinaus führt.

Ebenso wie in diesem elementaren Beispiel beim individuellen Erlernen ist die Mathematik auch in ihrer Geschichte fortgeschritten: auf jedem erreichten Stand ist es möglich, wohldefinierte Aufgaben zu stellen, zu deren Lösung weitaus anspruchsvollere Mittel nötig sind. Oft sind zwischen der Formulierung eines Problems und seiner Lösung viele Jahrhunderte vergangen und ist mit der Problemlösung schließlich ein völlig neues Teilgebiet begründet worden: so konnten mit der Infinitesimalrechnung im 17. Jahrhundert Probleme gelöst werden, die seit der Antike offen waren.

Auch eine negative Antwort, der Beweis der Unlösbarkeit eines Problems, kann die Mathematik voranbringen: so ist als Beispiel die Unmöglichkeit zur allgemeinen Auflösung algebraischer Gleichungen vom Grad n>4 und die Unmöglichkeit der Drittelung eines Winkels nur mit Zirkel und Lineal als Beispiel zu nennen.