(Im) Highlight für die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Sport.

Am Freitag, den 27. Februar, hieß es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Leistungsfachs Sport, das theoretisch erworbene Wissen zum Krafttraining anhand praktischer Beispiele umzusetzen. Ganz im Sinne eines nachhaltigen Lernprozesses wurden dabei nach zielgerichtetem Aufwärmen die zuvor theoretisch gelernten Abläufe für das Hypertrophie-, Maximalkraft- und Kraftausdauertraining erprobt und reflektiert. In Absprache mit dem Kursleiter führte Coach Max Häfner vorbildlich durch die Übungen. Ein besonderer Dank gilt dem Fitnessstudio Highlight, das die Räume und Geräte für unsere zukünftige sportliche Elite bereitgestellt hat.

Über 30 Lehrkräfte und Sekretärinnen des MGL machten sich am zweiten Februarwochenende auf den Weg nach Bayreuth zur Brauchtumspflege. Denn auch für den zweitätigen Ausflug des Kollegiums gilt: „Einmal ist keinmal (Würzburg 2024), zweimal ist Tradition (Schweinfurt 2025), dreimal ist Brauchtum.“

Aber auch abgesehen von der Zahl ging es heuer oft um das Brauchtum: Schließlich übernachtete man im ansprechenden Designhotel „Liebesbier“ vis à vis der Traditionsbrauerei Gebr. Maisel, genoss eine anregende Führung durch besagte Brauerei nebst Verkostung und tafelte anschließend im dazugehörigen Restaurant. Insbesondere Freunde der Braukunst kamen so auf ihre Kosten, denn die moderne Erlebniswelt bot im Rahmen der Führung beispielsweise die Gelegenheit, den eigenen Gaumen (verschiedene Braugersten) und die eigene Nase (verschiedene Duftproben von Hopfensorten) zu erproben. Wer wollte, konnte die Fachdiskussionen auch am Abend bei verschiedenen Kostproben aus dem Zapfhahn des Restaurants vertiefen.

Schon am Freitagnachmittag hatte der Ausflug für den einen oder anderen mit „Traditionspflege“ begonnen, denn etliche der Teilnehmer kannten Bayreuth aus ihren Studententagen. Wo hatte man als Student gespeist? Wo lag damals das Lieblingscafé? Wo war man ausgegangen? Solche Fragen und weitere Erinnerungen kamen auf, als man sich im Café Florian für die anschließende Stadtführung stärkte. Die Stadtführung verursachte angesichts der frischen Temperaturen zwar nicht permanent Wohlbehagen, brachte die Besucher aber mit den Bayreuther Traditionsgiganten in Kontakt: Natürlich drehte sich manche Erzählung um die Markgräfin Wilhelmine und den Wahl-Bayreuther Richard Wagner, deren jeweiliger Gestaltungswille Bayreuth bis heute ihren bzw. seinen Stempel aufdrückt.

Den kulturellen Abschluss am Samstagmittag bildete der bestens geführte Besuch des berühmten Markgräflichen Opernhauses. Einmal direkt in der Fürstenloge dem Absolutismus nachspüren, auf der Bühne stehend die Fassadenkunst der gemalten Szenerien bestaunen und im modernen Museum selbst die Kulissen der barocken Theaterkunst in Bewegung setzen – manch einer empfand diesen Schluss- als Höhepunkt.

Wenn Lehrer reisen, ist das Kulturprogramm zwar selbstverständlicher Bestandteil – schließlich bilden wir nicht nur unsere Schüler leidenschaftlich, sondern auch uns selbst (fort). Bei einem solchen Ausflug geht es jedoch um viel mehr: Da alle kurz aus dem üblichen Alltagsstress im Schulgebäude gerissen wurden, gab es reichlich Gelegenheit zum viel entspannteren zwischenmenschlichen Austausch. Deshalb – und aufgrund der reichhaltigen Verköstigungen – sind diese Ausflüge im Kollegium so beliebt. Beim üppigen Frühstücksbüffet sah man dementsprechend in zwar teilweise sehr müde, aber gelöste und dankbare Gesichter. Der große Dank geht vor allem an die Personalrätin Martina Stingl, die diesen trefflichen Ausflug perfekt geplant und vorbereitet hatte. Dass das liebgewonnene Brauchtum des Kollegenausfluges auch im nächsten Jahr gepflegt wird, gilt als ausgemacht.

Am 12. Februar 2026 besuchte die 9. Jahrgangsstufe die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald, um ihre Kenntnisse aus dem Geschichtsunterricht zu vertiefen und gleichzeitig der Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Mehr als 56 000 Menschen sind in der Zeit zwischen 1937 und 1945 in dem Lager auf dem Ettersberg nahe Weimar zu Tode gekommen.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten zunächst eine Einführung in die Geschichte des Konzentrationslagers. In einem großen Kinosaal wurde zu Beginn ein 30-minütiger Film mit Zeitzeugen sowie Bildern aus der Zeit des aktiven Konzentrationslagers gezeigt. Danach, zu Beginn der Führung, die die Schüler und Schülerinnen im Klassenverband bekommen haben, wurde in einem Modell die Ausmaße dieser riesigen Anlage deutlich. Wie war das Lager organisiert? Aus welchen Gründen wurden Menschen hier inhaftiert und unter welchen Bedingungen mussten sie Zwangsarbeit leisten? Diese und viele weitere Fragen wurden an den Ansichtstafeln im Außenbereich geklärt, bevor es mit der Besichtigung des weitläufigen Geländes und dem Weg durch das bekannte Eingangstor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“ weiterging. Hier konnte man bereits erahnen, welchen Demütigungen und Erniedrigungen die ehemaligen Insassinnen und Insassen des Lagers ausgesetzt waren. Besonders der Bunker, das ehemalige „Krematorium“ und die Genickschussanlage machen sprachlos angesichts der hier verübten Verbrechen. Der eigens für den Zeitvertreib der SS-Angehörigen eingerichtete Zoo, unweit des Lagerzauns, wirkt wie eine zusätzliche Verhöhnung der Opfer.

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informierten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus über die Lebensbedingungen im Hauptlager, in welchem zeitweise bis zu 75 000 Menschen gleichzeitig interniert waren, sowie die Zustände im sogenannten „Kleinen Lager“, in welchem noch katastrophalere Zustände herrschten, sodass sich die Inhaftierten dort teilweise wegen ein paar Kartoffelschalen zu Tode prügelten, wie ein Zeitzeuge in dem Film vom Anfang berichtete.

Eine entscheidende Frage drängte sich immer wieder auf: Kann es sein, dass die Menschen im Umland des Lagers nichts davon mitbekommen haben? An vielen Beispielen lässt sich beweisen, dass die Verbrechen in den Konzentrationslagern allgemein bekannt gewesen sein mussten. Zahlreiche Bildquellen, Briefe und Tagebücher belegen eindrücklich, dass die deutsche Bevölkerung gesehen und gehört haben muss, was den tausenden Gefangenen in den Lagern widerfahren ist. Das Lager Buchenwald wurde beispielsweise von den Bauern der umliegenden Ortschaften mit Nahrungsmitteln versorgt, die bis ins Lager hinein geliefert wurden und hatte einen eigenen Zoo hinter dem Zaun, der regelmäßig von den Familien der dort postierten NS-Soldaten besucht wurde. KZ-Häftlinge waren in der Umgebung des Lagers unter anderem zum Straßenbau eingesetzt und arbeiteten, gemeinsam mit deutschen Bürgern, in der Produktion des Gustloff-Werks II. Auch die Asche des eigens in Buchenwald errichteten Krematoriums legte regelmäßig eine graue Rußwolke über die Innenstadt Weimars.

Nach dem geführten Rundgang blieb Zeit, um das auf dem Gelände befindliche Museum zu besichtigen, in dem unter anderem Habseligkeiten der Inhaftierten ausgestellt werden. Zudem dokumentieren zahlreiche Originalaufnahmen eindrucksvoll, welches Schicksal die betroffenen Menschen unter dem Terrorregime der Nationalsozialisten erlitten haben. Zwangsarbeit, Folter, Krankheiten und Hunger waren an der Tagesordnung.

Der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald trägt dazu bei, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. Gleichzeitig mahnen Gedenkstätten und Orte der Erinnerung gegenwärtige und zukünftige Generationen, dass sich die Geschichte auf keinen Fall wiederholen darf.

– Marlene Lachner, 9d

Diesen erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7A und 7B vor den Faschingsferien im Rahmen des Geschichtsunterrichts.

Die Klasse 7B auf dem Säumarkt.

Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Sylvia Münch, Frau Kathleen Vogel und Herrn Dr. Manuel Weskamp erkundeten die Klassen mittelalterliche Relikte ihrer Heimatstadt Lichtenfels. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von einem Kinder-Hörspiel, welches Dr. Manuel Weskamp im vergangenen Schuljahr mit der damaligen Klasse 11 C entwickelt hatte. So begaben sich also die Klassen auf die Spuren der beiden Kindern einer Michelauer Korbflechterfamilie und erfuhren, wie ein Markttag im mittelalterlichen Lichtenfels abgelaufen sein könnte. Vom Oberen Tor über die Stadtmauer bis hinunter zum Säumarkt folgten die Klassen den Erzählungen von Mattis und Mathilde.

Die Klasse 7A vor der Stadtpfarrkirche.

Diese kleine Exkursion bildete den gelungenen Abschluss der Unterrichtseinheit „Leben im Mittelalter“ und bereitete allen Beteiligten viel Freude.

Unter dem Motto „Informatik für alle“ fand auch dieses Schuljahr im November der bundesweite Informatik-Biber-Wettbewerb statt. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, das digitale und algorithmische Denken junger Menschen spielerisch zu fördern – ganz ohne notwendige Vorkenntnisse im Bereich Informatik. Bundesweit nahmen wieder Hunderttausende Kinder und Jugendliche an deutschen Schulen im In- und Ausland teil.

Auch am Meranier-Gymnasium Lichtenfels stellten sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Jahrgangsstufe den abwechslungsreichen, kreativen und herausfordernden Aufgaben. Besonders freuen wir uns über die großartigen Erfolge, die sie dabei erzielt haben:

Über einen ersten Preis durften sich in diesem Jahr Rufus Bantzhaff (7a) und Laura Körner (7e) freuen. Ein zweiter Preis ging an Milena Kaesling (6b), Leo Landvogt (6d) und Tom Lunkenbein (6d), die mit viel Engagement und Ausdauer beeindruckten.

Wie jedes Jahr waren die Aufgaben spannend und altersgerecht gestaltet. So mussten die Schülerinnen und Schüler etwa herausfinden, mit welchen drei Pizzabelägen John die meisten Wünsche erfüllt, in welcher Reihenfolge die Biber ihre Bücher zurückgeben, oder welchen Weg Alia zur Biberstatue nehmen muss.

Solche Fragestellungen fördern logisches Denken, das Erkennen von Mustern, strategisches Vorgehen und das Entwickeln einfacher Algorithmen – und zeigen eindrucksvoll, wie zugänglich und kreativ Informatik sein kann.

Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihren Leistungen! Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine Urkunde, die Erst- und Zweitplatzierten zusätzlich einen kleinen Sachpreis.

Unabhängig vom Platz gilt jedoch: Jede Teilnahme ist ein Schritt Richtung Zukunft. Wer sich auf Denk- und Knobelaufgaben einlässt, stärkt Kompetenzen, die in unserer digitalen Welt immer wichtiger werden.

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Informatik-Biber-Wettbewerb und die spannenden Herausforderungen, die auf uns warten!

Mit großem sportlichem Einsatz und beeindruckenden Leistungen nahmen einige Schülerinnen und Schüler unserer Schule am Bezirksfinale Gerätturnen in Hof am 03.02.2026 teil.

Die Mädchenmannschaft des Meranier-Gymnasiums trat im Wettkampf II mit fünf Turnerinnen an und erreichte mit sauber geturnten Übungen und viel Teamgeist einen phänomenalen 2. Platz unter insgesamt acht Mannschaften. Besonders hervorzuheben ist, dass das Team mit einem Punkteabstand von nur 1,8 Punkten den 1. Platz verfehlte. Die Mannschaft wurde von Sportlehrerin A. Beetz betreut und bestand aus Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen – Emmi Schmitt 5b, Ella Kraus 5b, Nele Hümmer, 5b, Antonia Sommer 10a und Martha Klecker 10a.

Auch die Jungenmannschaft, betreut von Sportlehrer T. Fugmann, zeigte eine herausragende Leistung. Ebenfalls im Wettkampf II startend, sicherte sie sich den 1. Platz gegen ihre gegnerische Mannschaft aus Bayreuth. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die Turner Felix Pülz 5d, Vincent John 6d, Mortiz Häfner und Rafael Schnapp (beide 9c) für das Landesfinale, das im März in Schweinfurt stattfinden wird.

Ein großer Dank geht an den TSV Staffelstein und die TS Lichtenfels für die Kooperation im Vorfeld und die zur Verfügungstellung der Turnanzüge für die beiden Mannschaften am Wettkampftag.

Wir gratulieren allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich zu diesen tollen Erfolgen und drücken den Jungen beim Landesfinale die Daumen!

Nun schon zum dritten Mal durften unsere Französisch-Schüler am alljährlich vom Institut français ausgeschriebenen „Cinéfête“ teilnehmen. Zu diesem Schulfilmfestival steht eine Auswahl an prämierten französischsprachigen Filmen zur Auswahl, die dann in den teilnehmenden Kinos gezeigt werden.

Die überragende Mehrheit der Schüler war sich einig: „Un p’tit truc en plus“ sollte es sein und in Zusammenarbeit mit der Neuen Filmbühne Lichtenfels war es dann am 9. Januar soweit. Nach der 3. Stunde machten sich 100 Französisch-Lerner mit ihren Lehrkräften auf den Weg ins Kino und genossen einen von der ersten Minute an unterhaltsamen, anfangs lustigen und dann mehr und mehr rührenden Film, der die nächsten knapp 2 Stunden wie im Flug vergehen ließ.

Darin geht es um ein zwei Kleinganoven (Vater und Sohn), deren Fluchtwagen leider von dem Behindertenparkplatz vor dem Ort ihres Verbrechens abgeschleppt wurde. Ausgerechnet eine Gruppe von Behinderten, die mit ihren Betreuern auf den Weg in den Urlaub in einer entfernt gelegenen Hütte sind, bietet den beiden die rettende Fluchtgelegenheit. Auch wenn sich der Sohn als Behinderter und sein Vater als sein Betreuer ausgibt, um unentdeckt zu bleiben, wirkt der Film in keinem Moment herablassend oder beleidigend, sind doch die Betreuten selbst die ersten, die die Tarnung der beiden Ganoven durchschauen, aber ihren Betreuern gegenüber dichthalten, um mit den zwei Kleinkriminellen „den Sommer ihres Lebens“ zu erleben. Am Ende gibt es natürlich ein Happy-Ende, an dem sogar noch einmal etwas Weihnachtsfeeling aufkam. Ein perfekter Wiedereinsteig nach den Weihnachtsferien also! Merci!

Und weil’s so schön war, spielte die Filmbühne Lichtenfels auch noch den Zweitwunsch unserer Schüler. „Gagarine“ lief am 29.01. um 18 Uhr. – Diesmal waren wirklich alle eingeladen!

In diesem Film geht es um das Pariser Vorstadtviertel „Gagarine“, ehemals Vorzeigeprojekt für den sozialen Wohnungsbau und von Yuri Gagarin persönlich eingeweiht, heute ein so heruntergekommener und vernachlässigter Häuserblock, dass er komplett abgerissen werden soll. Dagegen wehrt sich der Jugendliche Yuri, benannt nach dem berühmten Astronauten. Er organisiert Reparaturarbeiten im ganzen Gebäude und opfert dafür sogar den Schmuck seiner Mutter. Als alles nichts nützt und die Bewohner nach und nach das Gebäude räumen, bleibt er schließlich allein zurück und träumt sich immer mehr in eine Welt, in der er als Astronaut wie sein Held in einer Raumkapsel lebt. Auch hier gibt es ein dramatisches Happy-End mit einer kleinen Liebesgeschichte und einem guten Einblick in das Leben im Banlieue.

Wir sind gespannt, welcher Film uns nächstes Jahr erwartet. Alors à la prochaine!

Vom 26. bis 30. Januar 2026 stand für die 9. Jahrgangsstufe des MGL wieder etwas ganz Besonderes auf dem Programm: die mittlerweile traditionellen Tage der Orientierung. Während die Klassen 9c und 9d vom 26. bis 28. Januar unterwegs waren, durften die 9a und 9b vom 28. bis 30. Januar der Schule den Rücken kehren. Diesmal führte der Weg allerdings nicht auf die Burg Feuerstein, sondern ins Haus am Knock nach Teuschnitz – ein neuer, idyllisch gelegener Ort, der sich als echter Glücksgriff erwies.

Schon die Anfahrt war ein kleines Abenteuer: Durch die ungewöhnlich großen Schneemengen in diesen Tagen stand die Abreise kurzfristig auf der Kippe. Doch am Ende erreichten alle wohlbehalten das tief verschneite Teuschnitz – und konnten sich über eine ganz besondere Winterstimmung freuen.

Das Haus am Knock, das die Gruppen ganz für sich allein hatten, bot ideale Bedingungen: viel Raum für Gespräche, gemeinsames Spielen z.B. in der Kellerkneipe, Nachdenken und natürlich jede Menge Spaß. Neben Billard, Kicker und Tischtennis sorgten auch verschiedene Gruppenaktivitäten für gute Stimmung und stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Besonders gut Weg kam in der abschließenden Feedbackrunde die 40-Minuten-Challenge. Aber auch Kooperationsspiele wie der „Whiskeymixer“, das „Zugfahren“ oder das „Rückenstärken“ sorgten für gute Unterhaltung oder tiefgründiges Nachdenken. In diesem Jahr wählten alle Klassen das Thema „Klassengemeinschaft stärken“, was zeigt, worin die wahren Bedürfnisse unserer Jugendlichen liegen.

Auch an den Abenden war für Abwechslung gesorgt: Zweimal begaben sich Gruppen mit Herrn Mischke auf eine stimmungsvolle Nachtwanderung durch den Schnee, während Frau Holhut an einem Abend mit sportlichen Workouts für Bewegung sorgte. Besonders beliebt war wieder das gemeinsame Kneipenquiz, bei dem Schülergruppen und Lehrer gegeneinander antraten.

Unterstützt wurden die Klassen dabei von einem engagierten Team aus Jugendsozialarbeitern sowie den begleitenden Lehrkräften Herr Mischke, Frau Stingl, Herr Üblacker und Frau Holhut.

Zum Schluss waren sich viele einig: Die 2½ Tage waren viel zu kurz! Die Mischung aus Reflexion, Gemeinschaft, Spaß und Winterabenteuer machte die Orientierungstage 2026 zu einem schönen Erlebnis, das sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Weitere Bilder finden sich in unserer Galerie.

Am 22. Januar fand am Meranier-Gymnasium Lichtenfels wieder die alljährliche Studien- und Berufsbörse statt. Von 18.00 bis 20.00 Uhr bot sich unseren Schülerinnen und Schülern – ebenso wie interessierten Jugendlichen aus der Umgebung – die Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Betriebe, Hochschulen und Institutionen ins Gespräch zu kommen.

Mit insgesamt 68 teilnehmenden Ausstellern war die Vielfalt auch in diesem Jahr beeindruckend und die Räumlichkeiten an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Ob Handwerk, Technik, Verwaltung, Medizin, Soziales oder Forschung – die Bandbreite an vorgestellten Berufsfeldern und Studienmöglichkeiten war groß. Besonders freuten wir uns über neue Gäste wie das FADZ, den Gasthof Karolinenhöhe, die Firma Systeam aus Ebensfeld und das Ingenieurbüro Fuchs, die unser Angebot in diesem Jahr bereichert haben. Altbewährte und stets stark gefragte Anlaufpunkte waren erneut Polizei, Bundeswehr sowie Lichtenfelser Behörden, die sich über reges Interesse freuen konnten.

Neben informativen Gesprächen sorgten natürlich auch die bekannten kleinen Extras für Stimmung: Von Popcorn über bunte Socken bis hin zu originellen Werbeartikeln war wieder alles dabei – ein schöner Anlass, mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen und sich mit einem Lächeln an den Abend zu erinnern.

Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen und erste berufliche Eindrücke zu sammeln.

Die positive Rückmeldung von Teilnehmenden und Gästen zeigt, dass die Studien- und Berufsbörse am MGL ein wichtiger Beitrag zur Berufsorientierung bleibt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden und freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung im kommenden Jahr!

Am 09.12.2025 war unser P-Seminar „Meet & Greet“ unter der Leitung von Frau Mack zu Besuch bei Regens Wagner in Burgkunstadt. Nach der Schule sind wir gemeinsam mit dem Zug losgefahren. Dort angekommen wurden wir freundlich durch Nadine Braunersreuther von Regens Wagner empfangen und bekamen zuerst einen Einblick in die Einrichtung. Wir konnten uns die Räumlichkeiten der T-ENE, der Tagesstätte für Erwachsene nach dem Erwerbsleben, anschauen und haben einen Eindruck davon bekommen, wie ihr Alltag dort aussieht.

Danach verbrachten wir etwa zwei Stunden bei den älteren Menschen mit Behinderung. In dieser Zeit haben wir uns viel unterhalten, verschiedene Spiele gespielt und zusammen Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, was alles von Regens Wagner vorbereitet wurde. Besonders die Gespräche waren sehr interessant. Die Senioren erzählten uns von ihrem Alltag, ihrem früheren Arbeitsleben mit Behinderung, wie sie heute leben und was sie in ihrer Freizeit gerne machen.

Die Stimmung war die ganze Zeit über sehr offen und angenehm. Es wurde viel gelacht und man hat schnell gemerkt, dass sich beide Seiten über den Austausch gefreut haben. Für uns Schülerinnen und Schüler war es spannend zu sehen, wie gut man auch ohne große Vorkenntnisse ins Gespräch kommen und wie einfach gemeinsames Zusammensein funktionieren kann.

Der Besuch war für unser P-Seminar sehr wertvoll, da wir viele neue Eindrücke gesammelt und gute Ideen erhalten haben, wie wir unser anstehendes Projekt planen können.

– Lukas Hofmann, Luca Bader, Julian Günther, 11a, für das P-Seminar „Meet & Greet“

Einen Monat lang war die Ausstellung „Doppelt stigmatisiert“ des Bezirks Oberfranken an unserer Schule zu sehen. Sie behandelt einen besonders düsteren und oft wenig bekannten Aspekt der nationalsozialistischen Verbrechen: das NS-Euthanasieprogramm. Am Beispiel von Patientinnen und Patienten aus der Heil- und Pflegeanstalt Kutzenberg, die Opfer dieses Verbrechens wurden, werden persönliche Lebensgeschichten erzählt und Menschen sichtbar gemacht, die lange namenlos blieben. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 haben im Rahmen des Geschichtsunterrichts in den letzten Wochen die Ausstellung besucht.

Schüler der 12. Klasse beim Besuch der Ausstellung.

Zum Abschluss fand am Dienstag, den 20. Januar 2026 eine eindrucksvolle Gesprächsrunde des Leistungsfachs Geschichte und des P-Seminars Geschichte mit Bezirksheimatpfleger Hon.-Prof. Dr. Günter Dippold statt.

In seinem Vortrag erläuterte Dr. Dippold die Entstehung der Ausstellung, gab Einblicke in das Thema der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und thematisierte die große Herausforderung, eine angemessene Form des Erinnerns zu finden. Ziel der Ausstellung sei es auch, die Entmenschlichung der Opfer im Gedenken rückgängig zu machen, indem man ihnen wieder Namen gebe und an konkrete Biografien erinnere. Besonders interessant fanden die Lernenden den Hinweis auf den Lichtenfelser Willy Marchand, eines der Opfer der NS-„Euthanasie“, an das in der Ausstellung erinnert wird, der selbst Schüler am Meranier-Gymnasium, damals noch Privatrealschule, gewesen ist.

Lernende des Leistungsfachs im Austausch mit Hon.-Prof. Dr. Günter Dippold.

Im anschließenden offenen Austausch nutzten die Lernenden die Gelegenheit, vertiefende Fragen zu stellen. Einige interessierten sich für das Berufsbild des Historikers und erhielten dazu wertvolle Einblicke aus erster Hand. Andere wollten mehr über die Inhalte der Ausstellung und über Erinnerungsarbeit im Allgemeinen erfahren. Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars zeigten besonderes Interesse an praktischen Tipps zur Ausstellungskonzeption, da sie selbst zu ihrem Seminarthema „Evakuierte in Lichtenfels 1939/40“ eine eigene Ausstellung planen.

Dr. Dippold betonte im Gespräch auch die aktuelle Relevanz der Ausstellung:

„Geschichte ist keine Buchwissenschaft, sondern die Menschenwissenschaft. Genau deshalb ist die Beschäftigung mit ihr – und auch mit diesem Thema – so wichtig. Denn auch heute gibt es Stimmen, die Ausgrenzung propagieren.“

Die Auseinandersetzung mit diesen Biografien sensibilisiert für heutige Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Entmenschlichung und macht deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Haltung zu reflektieren und Zivilcourage zu zeigen. Die Veranstaltung verdeutlichte, dass Erinnerungsarbeit nicht nur ein Rückblick in die Vergangenheit ist, sondern auch Wertmaßstäbe für die Gegenwart setzt – gerade auch an einem Ort wie der Schule.