Basti erwacht nach einer Party im Krankenhaus und kann sich nicht mehr erinnern, wie er dort hingekommen ist…. Gemeinsam mit den Schülern der achten Klassen arbeiteten die Schauspieler des Theaters Chapeau Claque im November eine aus dem Ruder geratene Party auf. Während des interaktiven Theaterstücks „Limit“ zogen sie die Schüler stets in die Handlung mit ein, so dass diese sich anschaulich mit den Gefahren von riskantem Alkoholkonsum auseinandersetzen konnten. Nach einer Doppelstunde waren alle mit einem Fundus an neuem Faktenwissen und verantwortungsvollen Handlungsoptionen gerüstet.
Dieses wertvolle Theaterstück zur Alkoholprävention wird im Landkreis Lichtenfels im Rahmen des HaLT-proaktiv Projektes durchgeführt, mit den Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention und der gesetzlichen Krankenkassen finanziert und ist für uns somit kostenlos.
(Bilder: Birgit Göckel)
Im Rahmen des Programms „ProfiS -Professorinnen und Professoren in Schulen“ hießen wir Ende Februar Herrn Dr. Hübner vom Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik, der FAU Erlangen am MGL willkommen. Unter dem Thema „Biotechnologie-Umwelt und der ganze Rest“ bot er den interessierten Schülerinnen und Schülern der Biologiekurse der Oberstufe einen tiefgehenden und zugleich weitumspannenden Vortrag.
Dr. Hübner von der FAU Erlangen vor den Schülerinnen und Schüler der Biologie Kurse der Oberstufe.
Ausgehend von seiner Arbeit als Biotechnologe stellte er die vielfältigen Fachgebiete und Fragestellungen vor, die in seine wissenschaftliche Arbeit mit einfließen. Er ging darauf ein, wie durch gentechnische Verfahren Bakterien zu „Arbeitstieren“ gemacht werden können und erklärte anschaulich, warum „Zusatzfunktionen“ wie Antibiotikaresistenzen für Bakterien nicht immer vorteilhaft sind. In diesem Zusammenhang beleuchtete er die komplexen Zusammenhänge in der Antibiotikaproduktion vor allem in Indien, und stellte eindrucksvoll die Folgen für die Umwelt, die Einheimischen und auch Touristen in Hyderabad vor. Auch der Einsatz von Antibiotika in der heimischen Tierhaltung, die Bildung von Resistenzen und die Folgen der Ausbringung von mit Resistenzen kontaminiertem Mist in die Umwelt wurden beleuchtet. Der letzte Aspekt des Vortrags widmete sich weiteren Verwendungsmöglichkeit des Mists: der Biogasherstellung, ihren ökologisch sinnvollen und weniger sinnvollen Produktionsmethoden.
Ein großer Dank geht an Herrn Dr. Hüber, der uns ein zentrales Thema der Biotechnologie vielschichtig und anschaulich nähergebracht hat. Mit seinem interaktiven Vortrag forderte er uns durch Schätzfragen heraus und zeigte, dass es zwar häufig keine einfachen Antworten gibt, man Konsequenzen von Verfahren mit einem gewissen Wissensgrundstock aber gut abschätzen kann.