Über diesen Titel freuten sich am 20.01.22 vor allem die 14 SchülerInnen des gleichnamigen P-Seminars der Q12 unter der Leitung von StRin Miriam Tischer, die nach eineinhalb Jahren tatkräftigen Einsatzes, unter Coronabedingungen, ihre Arbeit mit einer gelungenen Abschlussveranstaltung abrunden konnten. Neben Umfragen innerhalb der Schulgemeinschaft, einer Autorenlesung mit Alicia Zett sowie einem Workshop mit der Autorin Olga Grjasnowa fanden auch Projekte innerhalb einzelner Klassen statt, die z.B. im Kunstunterricht durchgeführt wurden.

Das P-Seminar mit Katrin Müller (Koordinatorin von „Schule mit Courage“ für Oberfranken 1.v.l.), StRin Miriam Tischer (3.v.l.), MdB Emmi Zeulner (2.v.r.) und Schulleiter Tom Carl (1.v.r.) bei der Übergabe des Titels.

Schulleiter OStD Thomas Carl betonte in seiner Begrüßung, dass dieser Titel aber nicht als Preis, sondern als Auftrag zu verstehen sei. Die gesamte Schulgemeinschaft verpflichtet sich, gegen Rassismus und generell jede Form der Diskriminierung vorzugehen. Dazu gehört, dass man in alltäglichen Situationen Courage zeigt und, wie auch unsere Schulpatin Emmi Zeulner hervorhob, den Mut beweist, z. B. bei Mobbing oder auch nur Hänseleien einzuschreiten. Es müsse sich jede und jeder Einzelne immer wieder bewusst machen, dass wir eine vielfältige Gemeinschaft sind und zusammenhalten müssen. Die Bundestagsabgeordnete führte weiter aus, wie wichtig Toleranz sei. Dennoch müsse diese genau da aufhören, wo beispielsweise Grund- und Menschenrechte verletzt werden. Auch müsse es immer wieder wertgeschätzt werden, dass wir in einem demokratischen Staat leben, der zwar christlich geprägt ist, aber keine anderen Religionen und Weltanschauungen ausschließt.

Schulpatin MdB Emmi Zeulner mit Schüler*innen des P-Seminars.

Auch die zweite Schulpatin, die Autorin Olga Grjasnowa, betonte in ihrer Videobotschaft, dass Alltagsrassismus immer noch in unserer Gesellschaft zu finden sei und dankte den SchülerInnen, dass sie darauf aufmerksam machen und sich dagegen einsetzen.

Bevor die SchülerInnen des Seminars stellvertretend für die gesamte Schule das Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und die zugehörige Urkunde in Empfang nehmen konnten, rief Katrin Müller, Koordinatorin des Netzwerkes für Oberfranken, nochmal alle anwesenden SchülerInnen dazu auf, den Auftrag und die Botschaft in die Klassen zu tragen, dass Rassismus und Diskriminierung an dieser Schule keinen Platz haben. Dazu wies sie auf vielfältige Möglichkeiten und Unterstützung seitens der Organisation hin, der mittlerweile mehr als 3000 Schulen in Deutschland angehören.

Der Festakt in der Aula des MGL während der Begrüßungsrede von Schulleiter Tom Carl. Erste Reihe von links: Katrin Müller (Koordinatorin von „Schule mit Courage“ für Oberfranken), erster Bürgermeister Andreas Hügerich, MdB Emmi Zeulner und Landrat Christian Meißner.

Nach einem musikalischen Abschluss durch Lehrkraft Felix Würke konnten die anwesenden Gäste die ausgestellten interreligiösen Symbole, die an einem 3D-Drucker erstellt wurden, sowie die Kunstwerke zum Thema „Alltagsrassismus“ begutachten.

Das MGL dankt neben den Schulpatinnen besonders Herrn Landrat Christian Meißner, Herrn Ersten Bürgermeister Andreas Hügerich sowie den Vertretern von Elternbeirat und Förderverein, die durch ihre Anwesenheit die Wichtigkeit des Themas unterstrichen und auch das Engagement der SchülerInnen gewürdigt haben.

„Ein Name ist nichts Geringes“, wusste schon Johann Wolfgang von Goethe Ende des 18. Jahrhunderts. Mit dem Namen begann auch der Workshop „kreatives Schreiben“, den die Autorin Olga Grjasnowa am 13.12.21 mit elf mutigen SchülerInnen des P-Seminars „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durchführte. Dabei ging es jedoch nicht nur um die Vorstellung der bekannten und preisgekrönten Autorin, die an der Wiener Universität für angewandte Kunst kreatives Schreiben lehrt, sondern ganz konkret um den Namen jedes einzelnen Seminarteilnehmers. Der erste Schreibauftrag hatte es bereits in sich. Schreibe in sieben Minuten etwas über Deinen Vornamen und erwähne alles, was Dir dazu einfällt, erfinde eine Geschichte, so die Vorgabe. Die sieben Minuten vergingen wir im Flug und brachten den Einen oder die Andere mächtig ins Schwitzen. Dass Olga Grjasnowa mit ihrer freundlichen und geduldigen Art darauf bestand, dass Jede/Jeder sein Ergebnis vorliest, trug nicht gerade zur Senkung des Stresspegels bei. Aber bereits die erste Runde zeigte das außergewöhnliche Einfühlungsvermögen der Autorin, die jeden Text auf seine Perspektive hin analysierte und dabei den SchülerInnen unbemerkt einen Crashkurs in Sachen Erzählhaltung, Figuren und Erzählperspektive gab. Dabei wurden die Vielschichtigkeit der Texte und auch feine Unterschiede in deren Gestaltung sichtbar.

Auf diese erste Aufgabe folgten weitere fünf Aufträge, die jeweils zum Ziel hatten, den Grundtext zu variieren. Die Anforderungen an die SeminarteilnehmerInnen wuchsen. So musste zunächst mehrfach die Erzählperspektive gewechselt werden. Im Anschluss daran wurde der Basistext durch weitere Figuren ergänzt. Zwischen den Arbeitsschritten erfolgte stets ein Austausch mit der Autorin, die mit großer Aufmerksamkeit und Liebe zum Detail die SchülerInnen zu einer optimalen Version ihres Geschriebenen führte. Dabei ging es jedoch nie um eine Verbesserung im Sinne der Richtigkeit, sondern lediglich darum, eigene Potenziale zu entdecken und Hemmschwellen zu überwinden. Dabei stand immer wieder die Bedeutung eines Namens im Mittelpunkt sowie die Perspektive, aus der ein literarischer Text verfasst wird. Wie wirkt ein Text ohne Namen? Warum erscheinen uns die Figuren plastischer und menschlicher, wenn wir ihnen einen Namen geben?

Nebenbei gab die Autorin Einblicke in ihre Arbeit. Mehrere Wochen und Monate schreibt sie Passagen ihrer Romane, bis sie sich sicher ist, aus welcher Perspektive sie erzählen will und kann. Die Charaktere entwickeln ein Eigenleben, dass die Autorin zum Überarbeiten oder auch Umdenken zwingen kann.

Um 14.45 Uhr gingen zwei herausfordernde, lehrreiche, unterhaltsame und in jeder Hinsicht inspirierende Stunden zu Ende. Wir danken Olga Grjasnowa ganz herzlich für den wirklich tollen Einblick in kreatives Schreiben und freuen uns, dass sie uns als eine der Patinnen für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zur Seite steht.

Wir sind überglücklich, dass es nach dem letzten Jahr ohne SMV dieses Jahr wieder richtig losgehen kann und die Schülermitverantwortung zahlreiche neue und auch alte Mitglieder hat. Trotz der aktuell wieder verschärften Situation sind wir weiterhin optimistisch, dass es dieses Schuljahr wieder möglich sein wird, verschiedene Aktionen für alle Jahrgänge umzusetzen.

An der ersten Versammlung der SMV, am Donnerstag, den 02.12.21, haben die über 60 SchülerInnen, die in der Aula versammelt waren, schon vielfältige Ideen eingebracht, die anschließend von den SchülersprecherInnen und Verbindungslehrerinnen ausgewertet wurden.

Man darf also gespannt bleiben, welche Aktionen auf die Schulfamilie in diesem oder auch nächsten Halbjahr zukommen. Wir sind uns sicher, dass es ein aufregendes und spannendes Jahr wird!

Für die SMV: Marcel Spath

In der Schülermitverantwortung (SMV) arbeiten die Schülersprecher*innen an der Gestaltung ihrer Schule und des Schulwesens mit. Sie vertreten dabei in erster Linie die Interessen ihrer Mitschüler*innen bei Problemen, Anliegen und Vorschlägen. Gewählt wurden in diesem Schuljahr Marcel Spath (Q12), Antonia Stöckert (10. Jahrgangsstufe) und Nils Erhard (Q12). Sie werden gemeinsam mit den Verbindungslehrerinnen StRin Miriam Tischer (Oberstufe) und StRin Victoria Bork (Unter- und Mittelstufe) die Arbeit der SMV leiten.

Von links nach rechts: OStD Thomas Carl, StRin Miriam Tischer, Nils Erhard, Antonia Stöckert, StRin Victoria Bork, Marcel Spath.

Was macht ein Schülersprecher eigentlich? Wir sind Ansprechpartner für Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen, falls es Probleme gibt. Als Kopf der SMV leiten wir zudem Projekte zur kreativen Gestaltung des Schullebens. Durch verschiedene soziale Aktionen sammeln wir unter anderem Spenden, um Einrichtungen und bedürftige Menschen unterstützen zu können.

„Wir drei bedanken uns für das Vertrauen unserer Mitschüler*innen und freuen uns, unsere Ideen mit einbringen zu können. Wir hoffen in diesem Jahr auf etwas mehr Normalität, sodass endlich wieder gemeinschaftliche Aktionen geplant und durchgeführt werden können!“

– Marcel Spath, Nils Erhard und Antonia Stöckert

Rund 120 Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 waren 4 Tage vor der Bundestagswahl dazu aufgerufen, ihre Stimme in der Juniorwahl abzugeben. Gewählt wurde mit den originalen Stimmzetteln der Bundestagswahl und auch die sonstige Wahlsimulation gab den Jugendlichen die Möglichkeit, demokratische Prozesse kennenzulernen und mitzugestalten. So musste ein Wahlvorstand gebildet, ein Wählerverzeichnis angelegt werden und auch zahlreiche Wahlhelfer, die die Wahl begleiteten und am Ende Stimmen auszählen mussten, durften nicht fehlen.

Bundesweit nehmen mehr als 4500 Schulen an diesem Projekt teil.

Die Wahlergebnisse des MGL werden digital übermittelt, sodass am Sonntagabend veröffentlicht werden kann, wie die Jugendlichen in ganz Deutschland gewählt haben. Die Ergebnisse unserer Schule werden ebenfalls am Sonntag auf der Homepage der Schule nachzulesen sein.

Update vom Sonntag, 20:00 Uhr:
Die Ergebnisse der Wahl können hier als PDF heruntergeladen werden.

Ergebnisse am MGL Ergebnisse gesamt

Über 100 Schüler*innen der Q11 warteten am 14.06. in der Turnhallte gespannt auf Emmi Zeulner, MdB, die, anlässlich des Europatags, trotz ihres vollen Terminkalenders eine Stunde Zeit fand, sich und ihre Arbeit vorzustellen sowie Fragen zu beantworten. Doch von Termindruck keine Spur – gut gelaunt und gelassen begrüßte sie ihre Zuhörer*innen und startete sogleich mit einem Bericht über ihre Tätigkeiten in Berlin und natürlich in ihren Heimatwahlkreisen Lichtenfels, Kulmbach und Bamberg-Land.

Die Schüler*innen der Q11 beim Vortrag von MdB Emmi Zeulner in der Sporthalle.

Die Vielfältigkeit ihrer Aufgaben, z. B. im Gesundheitsausschuss des Bundestags oder auch vor Ort in den Wahlkreisen, erfordert großes Engagement und stellt auch eine große Verantwortung dar. Genauso wie ihr Mandat als Abgeordnete benötigt die Betreuung ihrer kleinen Tochter ihren gesamten Einsatz und Herzblut. Diese Begeisterung für ihre Tätigkeiten und das Engagement für Themen, die ihr besonders am Herzen liegen, z. B. eine Reform unseres Pflegesystems, sprang förmlich auf das Publikum über. Die ehemalige Korbstadtkönigin berichtete lebhaft aus vielen Situationen sowohl als Abgeordnete als auch als Mutter, wodurch das Eis schnell brach und die Schüler*innen auch gerne das Angebot annahmen, im Anschluss interessierte Fragen zu stellen. Bereitwillig nahm sich Emmi Zeulner Zeit, die Fragen aus verschiedensten Themenbereichen, z. B. zur Zukunft der EU oder der Verhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen, zu beantworten.

MdB Emmi Zeulner in der Sporthalle des MGL.

Dabei äußerte sie neben fachkundigen Aspekten auch ihre persönliche Meinung zu einigen Ereignissen. Besonders deutlich wurde immer wieder, wie wichtig es ist, sich für Demokratie und Werte einzusetzen. Auch und gerade als junger Mensch lohnt es sich, an der Zukunft des eigenen Heimartortes, des Landes oder Europas mitzuarbeiten.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Emmi Zeulner, MdB, für diese interessante und kurzweilige Stunde.

V.l.n.r StRin Miriam Tischer-Arlt, Anna Wunderlich aus der Q11, Schülersprecher Marcel Spath aus der Q11, MdB Emmi Zeulner und Schulleiter OStD Tom Carl bei der Danksagung.

Am Montag, den 07.06.21 war es endlich so weit. Nach sechs langen Monaten durften alle Schüler*innen wieder persönlich ihre Schule betreten. Groß war die Freude auf allen Seiten über das Wiedersehen. Endlich ist der Unterricht wieder ganz real möglich nicht nur digital am Bildschirm und in Distanz zu Mitschüler*innen und Lehrer*innen.

v.l.n.r. Schülersprecherin Emely Huber, Schülersprecher Marcel Spath, Schulleiter OStD Carl und Schülersprecher Nils Erhardt bei der Präsentation der Bleistifte für die Schüler*innen des MGL. In der Spitze befindet sich ein Samen, der nach Benutzung des Stifts eingepflanzt werden kann.

Zu diesem Anlass bekamen alle Schüler*innen auch ein ganz reales, nützliches Willkommensgeschenk durch die Schülersprecher*innen überreicht, einen Bleistift mit Willkommensgruß. Dieses Geschenk soll nicht nur beim Schreiben daran erinnern, wie schön es ist, wieder in der Gemeinschaft zu lernen, sondern er enthält auch noch ein verstecktes, nachhaltiges Geschenk: Im Endstück des Stiftes sind Blumensamen enthalten, die eingepflanzt werden können. Auf diese Weise kann er auch langfristig, wenn die Blumen schließlich blühen, an den „ersten“ Schultag nach dem Lockdown erinnern und damit die Freude ein bisschen verlängern.