Die Schulfamilie des MGL wünscht allen ein fröhliches, besinnliches und erholsames Weihnachtsfest und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr!

In der Zeit vom 16. – 18.12. von 7:30 Uhr bis 13:00 Uhr. Zusätzlich am 21.12., 22.12., 04.01., 05.01., 07.01. und 08.01. von 9 – 12 Uhr.

Dieses Jahr verläuft auch am Meranier-Gymnasium vieles anders. Der jährlich stattfindende Weihnachtsbasar, der normalerweise viele Eltern, Freunde des MGL und Ehemalige in die Aula der Schule einlädt, muss dieses Jahr (natürlich) wegen der Covid-19-Pandemie entfallen. Damit die Schulfamilie trotzdem in vorweihnachtliche Stimmung versetzt werden kann, überlegte sich die SMV mit ihren Schülersprecher*innen eine Alternative, die allen Abstandsregeln und Hygienekonzepten gerecht wurde.

Schülersprecher Marcel Spath beim Schmücken des Baums.

Statt die vielen selbstgebasteteln Weihnachtskarten, -Sterne, Holzbasteleien und Tragetaschen wie sonst am letzten Schultag vor Weihnachten in einem großen Basar von den einzelnen Klassen verkaufen zu lassen, wurden sie von den Klassenlehrern entweder im Unterricht oder zu Hause angefertigt und zentral eingesammelt. Öffentlich und für jeden frei zugänglich wurden sie dann unter dem Weihnachtsbaum in der Aula platziert. Wer etwas Schönes für sich entdeckt, darf es einfach mitnehmen. Dabei gilt das Vertrauens-Prinzip: Eine frei zugängliche Kasse steht heute und morgen an der Mensa und jeder spendet so viel er mag. Zusätzlich kann man für sein Weihnachtspräsent kontaktfrei von zu Hause einen Betrag auf das Schulkonto überweisen. Alle Einnahmen werden dabei an Pfarrerin Anne Salzbrenner in Lichtenfels gespendet, die damit Menschen in Not hilft.

Liebe Eltern, hier sehen Sie die aktuell gültigen Regeln zum Verhalten bei Krankheitssymptomen. Vielen Dank für Ihre Kooperation. Bleiben Sie alle gesund!

Das P-Seminar des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels übergibt den fertigen Prototypen an die Firma Valeo Schalter und Sensoren GmbH aus Kronach.

6,5 Kilogramm verdrucktes Plastik, ca. 1.200 Stunden gesammelte Druckzeit und gut ein Jahr nach Beginn des Seminars im September 2019 ist der Prototyp des Lichtenfelser P-Seminars „Autonom fahrendes Modell eines Range Rover Evoque im 3D-Druck-Verfahren“ fertig. Unter Leitung von StR Johannes Mann haben die neun Schüler*innen in ihrem Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung erste Erfahrungen im additiven Fertigungsverfahren sowie dem Konstruieren von 3D-Objekten am Computer sammeln können. Aufgabe des Projekt-Seminars am bayerischen Gymnasium ist es, dass die Schüler*innen der Oberstufe Einblicke in die Berufswelt erhalten und Kontakte zu ortsansässigen Firmen knüpfen können.

Sieben der neun Schüler*innen des P-Seminars bei der symbolischen Schlüsselübergabe des Prototyps an die Firma Valeo aus Kronach. Zusätzlich von links nach rechts: Seminarleiter StR Johannes Mann, OStD Thomas Carl und Herr David Middrup von Valeo.

Zusammen mit Herrn Middrup, Entwicklungsingenieur im Bereich Driving Assistance Research bei Valeo in Kronach, konzipierte und fertigte das Seminar den Miniaturnachbau der von der Firma für Testfahrten im Bereich automatisiertes Fahren eingesetzten Range Rover Evoques im Maßstab 1:6. Dabei sollten viele der Detektions- und Assistenzsysteme von Valeo auch im kleinen Modellauto verbaut werden.

Zur Einführung in die Thematik des 3D-Drucks besuchten die Schüler*innen zusammen mit ihrem Lehrer den Makerspace Creapolis in Coburg, wo sie erste Grundlagen im Konstruktionsverfahren, 3D-Druck, Holzlaserfertigung und Löten sowie Programmieren lernten.

Das P-Seminar beim Besuch des Makerspace in Coburg im Januar 2020.

Die Schüler*innen konstruierten dann im Verlauf des Seminars am Computer Halterungen für Ultraschallsensoren, LiDAR-Scanner sowie Fisheye- und Long Range Kameras und integrierten sie an passenden Stellen in die Karosserie. Dabei mussten in Kleingruppen verschiedene Absprachen getroffen werden: Welcher Abstand muss zwischen Sensor und Radkasten eingehalten werden, damit die Servolenkung noch voll ausschlagen kann? Wie verbreitert man den Antriebsstrang eines Modellautos so, dass er für die Maße des Prototyps passt? Wo wird die zentrale Steuerelektronik auf die Bodenplatte geschraubt, damit die verschiedenen Arbeitsgruppen ihre Sensoren möglichst effizient anschließen können? Schnell entschieden sich die Schüler*innen, die Karosserie in acht Teile aufzuteilen, damit sie auf den schuleigenen 3D-Druckern ausgedruckt werden können. Das mit Magneten befestigte, abnehmbare Dach sorgt dafür, dass man später unkompliziert Einblick in das Innenleben des Fahrzeugs erhalten kann und alle elektrischen Komponenten für die weitere Arbeit leicht zugänglich sind. Schließlich soll es später auf Messen eingesetzt werden, um die Assistenzsysteme der Firma Valeo im kleinen Maßstab demonstrieren zu können. Aber auch für erste Tests von Funktionen, die nicht direkt am großen Fahrzeug ausgeführt werden sollen, ist der kleine Prototyp gedacht.

„Wir freuen uns sehr, als Weltmarktführer für automatisiertes Fahren das Projekt-Seminar der Schülerinnen und Schüler in Lichtenfels fördern zu können“, erklärt Jörg Schrepfer, Head of Driving Assistance Research DAR Germany und Standortleiter von Valeo in Kronach-Neuses. „Oberfranken entwickelt sich mit zahlreichen Projekten wie diesem zum Zentrum für autonomes Fahren und es ist uns ein großes Anliegen, schon bei Schülerinnen und Schülern das Interesse für die spannenden Themen zu wecken, an denen wir bei Valeo Tag für Tag forschen.“

Auch unser Schulleiter OStD Thomas Carl zeigte sich glücklich: „Es beeindruckt mich sehr, was die Schüler am Meranier-Gymnasium in diesem Zeitraum geleistet haben. Durch die gewinnbringende Zusammenarbeit mit Valeo konnte ein herausragendes, zukunftsweisendes Projekt abgeschlossen werden.“

Auch die Covid-19-Pandemie machte vor dem Seminar nicht Halt. Um trotzdem am Zeitplan festhalten zu können, stieg man auf digitale Kommunikationskanäle um. Die Arbeiten an den 3DModellen konnte kollaborativ mit einer Online-Software gelöst werden. Sollte ein Bauteil zum Test ausgedruckt werden, wurde die Datei über ein Cloud-System geteilt und vom Seminarleiter in der Schule ausgedruckt. Das fertige 3D-Modell wurde dann in einen Spind, auf den alle Mitglieder des Seminars Zugriff hatten, gelegt. So konnten die Schüler*innen kontaktlos ihre Teile abholen und testen. Am Tag der Schlüsselübergabe merkte man den Schüler*innen die Erleichterung über ihr erfolgreich absolviertes Projekt an. Mit den besten Wünschen für eine allzeit gute Fahrt bedanken sie sich bei der Firma Valeo und Herrn Middrup für die Begleitung während des Projekts, die Unterstützung und Bereitstellung der Materialien sowie der Chance, ein so einzigartiges und außergewöhnliches Projekt durchführen zu dürfen.

In der Presse finden sich dazu folgende Artikel:

https://www.infranken.de/lk/kronach/das-auto-aus-dem-3d-drucker-art-5130779

https://www.infranken.de/lk/gem/prototyp-fuer-automatisiertes-fahren-art-5129380

https://www.obermain.de/lokal/obermain/p-seminar-des-mgl-baut-autonom-fahrendes-auto-aus-3d-drucker;art2414,870246

Strahlende Kinderaugen zu Weihnachten – das wäre doch was! Was für viele Kinder in unserer Region völlig normal ist, stellt für Kinder in den Armenvierteln Rumäniens eine Seltenheit dar. Viele Familien kämpfen gerade im Winter ums Überleben und brauchen das Geld für Heizöl und warme Kleidung. Um den Kindern dort dennoch eine Freude zu Weihnachten zu bereiten, sammelten Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse zwei Wochen lang Kleidung, Spielsachen, Süßigkeiten, Hygieneartikel und Mini-Überraschungen und verpackten sie in schön verzierte, weihnachtliche Schuhkartons. Gesammelt wurden die Päckchen im Nebenraum des Lehrerzimmers, wo zunächst nur ein kleiner Tisch vollgestellt war. Doch bereits nach der ersten Woche zeichnete sich ab, dass aus dieser Aktion etwas ganz Großes werden würde.

Immer mehr Lehrer und Schüler machten mit, packten zusammen mit der ganzen Klasse, grüppchenweise zuhause oder einzeln mit Eltern und Geschwistern und brachten Tag für Tag Unmengen an Kartons. Waren es nach der ersten Woche noch 60 Päckchen, so wuchs die Zahl nur drei Tage später auf 135 an, um am Ende in einen Berg mit rund 250 Geschenken zu gipfeln. Am 23.11. wurden die Päckchen von Herrn Backert, einem ehrenamtlichen Helfer abgeholt, damit sie am 5. Dezember endlich ihren Weg nach Rumänien antreten können, wo sie an Kinder in Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern, Krankenhäuser und Behinderteneinrichtungen verteilt werden, um auch dort für strahlende Kinderaugen zu sorgen.

Herzlichen Dank an alle kleinen und großen Helferinnen und Helfer! Ihr habt bewiesen, dass man auch in Zeiten sozialer Distanz mit viel Herz und Engagement etwas bewirken kann.

In der Schülermitverantwortung (SMV) arbeiten die Schülersprecher an der Gestaltung ihrer Schule und des Schulwesens mit. Sie vertreten dabei in erster Linie die Interessen ihrer Mitschüler*innen bei Problemen und Anliegen. Gewählt wurden in diesem Schuljahr Nils Erhard (Q11), Emely Huber (Q11) und Marcel Spath (Q11), sie werden gemeinsam mit den Verbindungslehrern StRin Miriam Tischer-Arlt und StR Johannes Mann die Arbeit der SMV leiten.

Von links nach rechts: StR Johannes Mann, Emely Huber, Nils Erhard, Marcel Spath und StRin Miriam Tischer-Arlt

Was macht ein Schülersprecher eigentlich? Wir sind Ansprechpartner für Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen falls es Probleme gibt; als Kopf der SMV leiten wir zudem Projekte zur kreativen Gestaltung des Schullebens. Durch verschiedene soziale Aktionen sammeln wir unter anderem Spenden um Einrichtungen für bedürftige Personen unterstützen zu können.

„Wir drei bedanken uns für das Vertrauen unserer Mitschüler*innen und freuen uns, unsere Ideen mit einbringen zu können. In der momentanen Situation ist es schwer Feste und Projekte wie gewohnt durchführen zu können, wir möchten aber trotzdem mit etwas Kreativität Abwechslung in den Schulalltag bringen.“

– Nils Erhard Das Direktorat und Sekretariat sind am 18.11.20 (Buß- und Bettag) von 10:00 – 12:00 Uhr besetzt.

Das P-Seminar Robotik entwickelt Modelle, die Siebtklässler selbst in Bewegung setzen können / Der Förderverein des Meranier-Gymnasiums unterstützt das Projekt

Wie kann ich erleben, warum es sich lohnt, selbst zu programmieren? Wie wäre es, wenn die ersten Befehle und Mausklicks gleich eine Schranke öffnen? Oder ein Auto ins Rollen bringen, das dann kurz vor einem Hindernis selbsttätig stehen bleibt? Im P-Seminar Robotik am Meranier-Gymnasium machen sich die Schüler der Q12 genau darüber Gedanken. Sie wollen solche Modelle entwickeln und herstellen, mit denen dann ab dem kommenden Schuljahr Siebtklässler ihre ersten Übungen beim Programmieren erleben können.

Schüler des P-Seminars Robotik bauen das Modell eines Autos, das ab kommenden Schuljahr Siebtklässer selbst programmieren können. Foto: Sebastian Schyma

Informatiklehrer Sebastian Schyma sieht darin einen Nutzen für alle: „Die älteren Schüler machen sich Gedanken, wie Bits und Bytes begreifbar werden – und die jüngeren haben ein Auto, das sie selbst mit ihren ersten Computerkenntnissen in Bewegung setzen können oder ein Display, das sie programmieren können.“ „Wir wollten Kindern näher bringen, dass Programmieren spaßig sein kann und gar nicht so schwer ist“, beschreibt Philip Schnapp, einer der P-Seminar-Teilnehmer, die Motivation. Das war manchmal ganz schön knifflig, denn die Modelle und Aufgaben, die die Schüler entwickelten, sollten nicht zu leicht sein, aber auch nicht zu kompliziert. „Die Jüngeren sollen ja herumprobieren und vielleicht sogar auf eigene Lösungen kommen“, sagt der Abiturient.

Das Material für die Modelle bezuschusste der Verein der Freunde und Förderer des Meranier-Gymnasiums. „Auch in Zeiten der Covid-19-Pandemie finden an der Schule eine Menge innovativer Dinge und Projekte statt. Die wollen wir unterstützen und dort helfen, wo der Lehrplan und die staatliche Zuständigkeit enden“, so Tim Birkner, Vorsitzender des Fördervereins.

Die Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer am 10.11.2020 entfällt. Die Förderung der Schulprojekte im laufenden Schuljahr ist gesichert. Vom 19. bis 25.10.2020 nahm der Seubelsdorfer MGL-Schüler Tobias Kolb an der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen (Sauerland) teil.
Trotz der schwierigen Umstände durch die Corona-Pandemie konnte dieses Turnier mit viel Aufwand und Engagement des Veranstalterteams der Deutschen Schachjugend stattfinden.
In der Altersklasse U16 ging das oberfränkische Schachtalent Tobias Kolb mit Setzlistenplatz 7 von 24 der besten deutschen Jugendlichen an den Start.
In den ersten 3 Runden siegte Tobias souverän gegen nominell schwächere Gegner, bevor in Runde 4 der erste Härtetest gegen den an Platz 1 gesetzten FM Ruben Gideon Köllner anstand. Nach zähem Ringen und einer bis zum bitteren Ende ausgespielten Partie folgte ein hart erkämpftes Remis.
Dann kam Corona ins Spiel, es gab mögliche Infizierte und viel Verwirrung, Tobias wurde zwischenzeitlich isoliert – alles keine guten Voraussetzungen für die nächste Runde. Trotz dieser Verwirrung schaffte es Tobias, mit Schwarz Remis zu spielen.
Nachdem die „Verdächtigen“ negativ getestet worden waren, ging es in Runde 6 wieder zurück in den großen Spielsaal. Der Gegner hieß Marius Deuer: 2008 geboren und eines der größten Nachwuchstalente, das zwei Altersklassen weiter oben mitspielte. Obwohl Tobias in der Eröffnung überrascht wurde, gelang es ihm, die Partie zu drehen und den vollen Punkt zu erzielen. Dieser Sieg sicherte ihm alle Chancen auf den Titel. Zu Beginn der letzten Runde führten er und Ruben mit 1 Punkt Vorsprung vor dem Rest des Feldes.
In der letzten Runde ging es nun um die Wurst. Tobias und Ruben mussten unbedingt gewinnen, da keiner von beiden wusste, ob ein Remis zum Deutschen Meistertitel reichen würde.
Ruben gewann seine Partie schnell. Tobias ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und zog mit einem souveränen Sieg nach. Die beiden Kontrahenten lagen am Ende mit jeweils 1,5 Punkten Vorsprung vor dem Rest des Teilnehmerfeldes gleichauf, der FM hatte in der entscheidenden Buchholzwertung dann aber knapp die Nase vorne. Damit schloss Tobias das Turnier mit einer meisterhaften Ausbeute von 6 Punkten aus 7 Partien ab, was ihm letztendlich als erstem Schachspieler in der Lichtenfelser Stadtgeschichte den Deutschen Vizemeistertitel im Jugendschach einbrachte. Sein schulischer Trainer und Lehrmeister am Meranier-Gymnasium, StD Matthias Bergmann sowie Schulleiter StD Thomas Carl, gleichzeitig Kreisvorsitzender Schach, gratulierten natürlich voller Stolz dem frischgebackenen Titelträger.