Vom 9. bis zum 11.11. beschäftigten sich die Jahrgangsstufen 5 bis 7 im Rahmen des Projekts „Gemeinsam Klasse sein“ mit dem Thema Mobbing. Einen kleinen Ausschnitt aus dem Projekt kann man dem Bericht der Klasse 5d entnehmen:

Wir sind gemeinsam Klasse! – ein Bericht der Klasse 5d

Am ersten Tag (Mittwoch) beschrifteten wir zunächst eine Wäscheklammer mit unserem Namen und hängten sie an unser „Stimmungsbarometer“. Danach füllten wir einen Fragebogen zum Klassenklima aus. Anschließend schauten wir uns einen Film zum Thema „Mobbing“ an, in dem es um Anna ging, die von Vincent und Paul gemobbt wurde. Diesen Film besprachen wir dann und machten dazu auch noch Rollenspiele.

Am Donnerstag überlegten wir, was Konflikt und Mobbing unterscheidet. Dazu mussten wir uns an einer Skala auf dem Boden aufstellen. Und wir überlegten, was wir tun können, wenn jemand gemobbt wird. Das probierten wir auch in Rollenspielen aus. Außerdem gestalteten wir in Gruppen Plakate zu dem Thema „Das finde ich gut an meiner Klassengemeinschaft“.

Am Freitag kamen in den ersten drei Stunden die Medienscouts und erklärten uns, wie man mit Messenger-Diensten umgeht. Wir schrieben auch noch auf, was wir uns zum Wohle der Klassengemeinschaft vornehmen, z.B. „Ich beleidige niemanden“ oder „Ich achte darauf, wie es anderen geht“. Die Zettel klebten wir dann auf ein gemeinsames Plakat. Und zum Abschluss spielten wir noch „Tower of power“ (ein Spiel, das den Zusammenhalt stärkt), das hat uns sehr gefallen.

Auch viele andere Sachen haben uns gut gefallen: Wir durften kreativ sein und wir haben viele Spiele gespielt. Außerdem haben wir (meistens gut) zusammengearbeitet, auch wenn es dabei (z.B. beim Tower of power) etwas laut wurde.

Geheimnisvolles Flüstern im dunklen Zimmer, fröhliches Besteckgeklapper beim Essen, wuselige Kinder bei gemeinsamen Spielen – das ist SCHULLANDHEIM!

Vom 19. bis zum 23. September fuhren die Klassen 5c, d und e in das Schullandheim Weißenstadt. Schon bei der Vorbereitung gab es für die Kinder viel zu überlegen: Welches Stofftier nehme ich mit? Wie groß darf mein Koffer sein, damit ich ihn noch tragen kann? Wie werde ich mich mit den neuen Klassenkameraden vertragen?

Die Spannung war dementsprechend groß, als sich die Klassen am Montag in der Aula versammelten. Hier sah es aus wie auf einem Großbahnhof: Schilder zeigten, welche Klasse sich wo versammeln sollte, Schüler*innen (bzw. ihre Eltern) schleppten Koffer und Rucksäcke und schwerbepackte Lehrer kontrollierten mit ihren Listen die Anwesenheit. Da gab es viele fröhliche und gespannte Gesichter, aber auch die eine oder andere kleine Träne wurde verdrückt, als der Abschied von Mama oder Papa anstand und die Busse abfuhren.

Im Schullandheim wurden die Zimmer verteilt und bezogen. Ja, und hier musste schon der Kampf mit dem ersten heimtückischen Gegner aufgenommen werden: den Bettbezügen, die z.T. doch deutlich größer waren als die Fünftklässler. Aber mit vereinten Kräften (und der ein oder anderen Hilfestellung durch Lehrer und Tutoren) konnten die einzelnen Zimmergemeinschaften diesen Kampf für sich entscheiden.

Nach dem Mittagessen stand der erste Spaziergang an. Leider regnete es, aber davon ließen sich die Kinder nicht entmutigen und so stapften sie zumindest eine kurze Runde durch den Wald – anschließend war allerdings der Wechsel zu trockenen Socken angesagt.

In der anschließenden Klassenzeit lernten die Kinder ihre neuen Klassenkameraden mit vielen Spielen kennen. Auch an den anderen Tagen gab es vieles Neues in den Klassenzeiten zu lernen und zu besprechen: Wie wollen wir miteinander umgehen? Wie lernen wir am besten Vokabeln? Worauf müssen wir bei unserem neuen Schulweg achten? Und wer soll eigentlich unser neuer Klassensprecher sein?

Und auch außerhalb der Klassenzeiten konnten die Kinder spannendes neues Wissen erwerben: Welche Pflanze hilft gegen Insektenstiche? Warum müssen so viele Bäume gefällt werden? Was ist eigentlich Mutterkorn? Wie stellt man Loombänder und Tischschmuck aus gefalteten Servietten her?

Es wurden Taschen bemalt und fleißig gebastelt. Die Zimmer wurden dekoriert und manche Kinder überraschten die Lehrer bei der abendlichen Zimmerkontrolle mit interessanten Shows oder Dekorationen.

Aber auch der Sport kam nicht zu kurz, vor allem, da das Wetter im Verlauf der Woche doch deutlich besser wurde. Ob Fußball oder Tischtennis in der Halle oder Tanzen in der Kinderdisco, Teamspiele oder eine Wanderung zum Waldstein – jeder konnte sich auspowern. Bei der Nachtwanderung bestaunten alle den Sternenhimmel und bewiesen Mut, als es darum ging, einen Weg ohne Licht zu laufen.

Und als der Bus am Freitagmittag wieder am MGL vorfuhr, waren alle erschöpft, aber auch zufrieden und stolz.