Justitia mit verbundenen Augen blickt einem direkt von der Bühne entgegen. Hinter ihr steht ein Narr und hält ihre Augenbinde fest. Kritisch wird die Frage nach Gerechtigkeit also schon mit dem Bühnenbild der Neuen Werkbühne München beleuchtet: Was ist Recht? Was ist Unrecht? Wer entscheidet über Gerechtigkeit? Und ist diese Entscheidung dann auch wirklich immer gerecht? Diesen und weiteren Fragen stellten sich am 28. Januar 2026 alle Oberstufenschülerinnen und -schüler des MGL bei der Theateraufführung des „Zerbrochnen Krugs“ von Heinrich von Kleist, inszeniert von Anselm Wilk und seiner Schauspieltruppe, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, Klassiker an Schulen zu spielen.

Richter Adam (Anselm Wilk, Mitte) in Erklärungsnot nach Frau Marthes (Gudrun Wilk, 2. von rechts) Anschuldigung.

„Seht ihr diesen Krug?“ Mit dieser Frage bringt Frau Marthe gleich zu Beginn des Theaterstückes ihre Klage über das zerbrochene Trinkgefäß vor den Dorfrichter Adam: In der vorangegangenen Nacht ist der Krug beim Fluchtversuch eines „Lustmolchs“ aus dem Zimmer ihrer Tochter Eve zu Bruch gegangen. Die Mutter bezichtigt Eves Verlobten Ruprecht der Tat. Doch das symbolische Zerbrechen steht für weitaus mehr als nur die Forderung nach einem Ersatz für das Gefäß: Eve ist in der Nacht von einem Mann sexuell belästigt worden und der Krug versinnbildlicht diese Tat. Dass sich im Laufe des Stücks der Dorfrichter selbst als der Übeltäter herausstellt, ergibt für die Dramatik auf der Bühne eine besondere Dimension, muss er sich in Anwesenheit der Gerichtsrätin Walther sozusagen selbst verteidigen, was ihm immer schlechter gelingt.

Rege Fragerunde nach der Aufführung mit Theatergruppenleiter Anselm Wilk.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Neuen Werkbühne stellten in ihrer rund 50-minütigen Inszenierung das auch heute noch so aktuelle Dilemma des Machtmissbrauchs zwischen Mann und Frau wirklich gelungen dar. Die sich anschließende Fragerunde ermöglichte den Elft- bis Dreizehntklässlern einen tieferen Einblick in das Stück sowie in die Bühnenarbeit. So wollten die Jugendlichen wissen: „Warum tragen Sie teilweise moderne Kleidung, sprechen aber mit Kleists veralteter Sprache?“, „Wie viel Probenzeit steckt in so einem Stück?“ oder „Wieso wird Gerichtsrat Walther bei Ihnen von einer Frau gespielt?“ waren einige der vielen guten Fragen an Anselm Wilk und seine Truppe. Gerade die letzte Frage erscheint plausibel angesichts der Zielsetzung der Neuen Werkbühne: Im Mittelpunkt des „Zerbrochnen Krugs“ steht laut Anselm Wilk Eves tragisches Schicksal der (angedeuteten?) Vergewaltigung durch den Dorfrichter. Da erscheint es nur logisch, dass eine Frau Adams Frevel aufdeckt, weil sich Eve ihr gegenüber öffnet.

Die Fachschaft Deutsch bedankt sich ganz herzlich bei der Schauspielgruppe der Neuen Werkbühne München für die gelungene Aufführung. Ein besonderer Dank geht auch an den Förderverein und den Elternbeirat, die diese Veranstaltung mit einer großzügigen Spende ermöglicht haben.

Endlich ist es so weit: Das Insektenhotel der Umwelt-AG ist fertig! Wochenlang haben die Schülerinnen und Schüler der AG gesägt, gebohrt, geschraubt und geklebt, um heimischen Insekten am MGL einen Unterschlupf zu bauen. Das fertige Produkt steht jetzt gleich am Anfang des Rennleinweges vor der Schule. Die Umwelt-AG dankt vor allem dem Elternbeirat für die finanzielle Unterstützung sowie Matthias Hofmann von der Machbar, der die Schülerinnen und Schüler mit sehr viel Engagement durch dieses Projekt geleitet, ihnen dabei einen Einblick in den 3D-Druck gegeben und ihnen nützliche Fertigkeiten (z.B. den Umgang mit dem Akkuschrauber) beigebracht hat. Ein weiterer Dank geht an die Gärtner des Landratsamtes, die das Insektenhotel aufgestellt haben.

Das Meranier Gymnasium ist für die Aktion „Stadtradeln“ fleißig in die Pedale getreten: 14.766 Kilometer haben Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte insgesamt zusammengetragen und damit Platz 2 im Ranking des Landkreises Lichtenfels belegt. Besonders aktiv war die Klasse 5d, die zusammen mit ihrer Lehrerin OStRin Kathleen Vogel 4.465,0 km geradelt ist, sowie der Schüler Samuel Kalkus (Q12), der in den drei Wochen der Aktion 1.111,1 km zurückgelegt hat. Dafür gab es als Belohnung von der Schulleitung und der Umwelt-AG einen Eis-Gutschein bei der Eisdiele Dolomiti in Höhe von 110.- Euro für die Klasse 5d und einen Gutschein vom Mr. Bike in Höhe von 30.- Euro für Samuel Kalkus. Herzlichen Glückwunsch an die fleißigen Radler!

Die Gewinner der Stadtradeln-Aktion: Die Klasse 5d mit ihrer Lehrkraft OStRin Kathleen Vogel (2. von links), Samuel Kalkus (Q12, ganz rechts) sowie Schulleiter OStD Tom Carl (links) und die Lehrerinnen StRin Mandy Pülz (obere Reihe, rechts außen) und StRin Corinna Bogdahn (obere Reihe, 6. von rechts).

Nach langen Planungen war es am Freitag, den 19.07.2024, um 14 Uhr endlich so weit: Das im zweijährigen Turnus stattfindende Schulfest am MGL wurde mit „Heal the World“ von Michael Jackson vom Chor der 5. Klassen eröffnet! Nach den Begrüßungsworten des Schulleiters OStD Thomas Carl und der Vorsitzenden des Elternbeirates, Angela Wunderlich, stimmte die Big Band die Besucher mit weiteren Hits des King of Pop auf ein herrliches Fest bei sommerlichen Temperaturen ein. Einen weiteren grandiosen Auftakt bot die Turnvorführung von Schülerinnen der 5. bis 12. Klasse in der Turnhalle . Mit waghalsigen Saltos, Überschlägen, Rädern, Flickflacks und vielem mehr begeisterten die Mädchen das Publikum.

Im Anschluss daran konnten die Besucher und Besucherinnen zahlreiche tolle Angebote und Aktionen im gesamten Schulhaus erleben: So konnte man im Untergeschoss des Altbaus mit Fingerspitzengefühl und Cleverness beim Escape-Room der 7c beweisen, ob man auch wirklich wieder aus dem Schulhaus entkommen kann. Die 5e hat sich extra für die zukünftigen Fünftklässler Teamwork-Stationen ausgedacht, die diese meistern konnten. Auch die Knobelaufgaben des Begabtenkurses hatten es in sich!

In der Aula gab es eine Mathe-Ausstellung (auch vom Begabtenkurs) und die neueste Ausgabe der Schülerzeitung „Meraniversum” zu erwerben, im Wintergarten konnte man die „Mathissage“ des P-Seminars sowie in den Kunstsälen viele tolle Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen bewundern. Zudem gab es einen Bücherflohmarkt, dessen Spenden der Schülerbibliothek zugutekommen, um neuen Lesestoff zu besorgen.

Auf dem Pausenhof und dem Sportplatz war ebenfalls Spaß und Abwechslung geboten: Dort bot die 5d Glitzertattoos und Armbänder an, bei der 7b konnte man sich mit superwitzigen Kostümen fotografieren lassen, die 5b bespaßte Jung und Alt mit ihrem Spieleparcours, die 5c hatte sogar eine Zirkusmanege! Am Stand der Umwelt-AG konnte man aus alten Dingen tolle neue machen, zum Beispiel wurden dort Blumentöpfe oder Trinkgefäße aus Gläsern und Dosen gebastelt. Die Offene Ganztagsschule hatte einen waghalsigen Ninja-Parcours aufgebaut, an dem viele Besucher ihre Kletterkünste unter Beweis stellten. Ein Highlight war sicherlich auch die Neugestaltung einer Wand in Richtung Pausenhof: Die Courage-AG hat hier das neue Schullogo aufgepinselt – und alle, die wollten, durften sich dort mit ihrem Handabdruck verewigen!

Neben all diesen wunderbar abwechslungsreichen Aktionen kam auch das Kulinarische nicht zu kurz: Der Elternbeirat sorgte mit Gegrilltem und kühlen Getränken für satte Bäuche, die 11. Klassen boten erstmals in Eigenregie Kaffee und Kuchen sowie Pizza an und die 8a erfrischte die Besucher mit leckeren Cocktails. Das Angebot an diesen besonderen alkoholfreien Getränken an unserem Schulfest wurde vom Landkreis Lichtenfels durch die Aktion „Unser Landkreis Lichtenfels – gemeinsam gegen Drogen“ gefördert. Hierfür danken wir sehr herzlich!

Ein besonderer Dank gilt allen, die bereit waren, für diesen Tag so viel Arbeit zu investieren: Sei es durch Kuchenspenden, Hilfe bei Auf- und Abbau oder Dekoration, die vielen gelungenen Attraktionen oder die Organisation im Voraus! Vielen Dank auch an die Vertreterinnen und Vertreter des Elternbeirats, die als Hauptverantwortliche zusammen mit einigen Lehrkräften das Orga-Team stellten und am Fest dafür sorgten, dass bei 32 Grad niemand verdursten musste!

Von 14 – 18:00 Uhr.
Biergartenbetrieb ab 13:30 Uhr.

Dich erwartet ein tolles Programm: Bücherflohmarkt, Spielmobil, Schulhaus-Rallye, Glitzer-Tattoos, Kunstausstellung, Zirkusmanege, Escape-Room, Kunstausstellung, Cocktails, Upcycling-Basteln, Ninja-Parcours, Mitmachaktionen, Knobelaufgaben, Kinderschminken und vieles mehr.

Voller Vorfreude machten sich am Freitag, den 23.02.2024, knapp 30 Kolleginnen und Kollegen des MGL auf den Weg zu ihrem Personalausflug nach Würzburg: Man wollte gute 24 Stunden gemütlich gemeinsam in der Residenzstadt am Main verbringen. Dabei durften selbstverständlich weder kulturelle noch kulinarische Hochgenüsse fehlen! So hieß es gleich nach der Ankunft im Hotel: Auf zur Stadtführung! Die spannenden Fakten und Informationen, die die Fremdenführerin Frau Arz den wissbegierigen Lehrerinnen und Lehrern präsentierte, drehten sich vorranging um die vier tragenden Erkennungsmerkmale, die Würzburg bis heute prägen:

Vor allem der letzte Punkt wurde während der einstündigen Führung immer wieder deutlich, denn der Stadtkern von Würzburg ist leider ganz zerstört worden und musste neu errichtet werden, was das Stadtbild bis heute prägt – auch wenn einige herausragende Gebäude nach Originalvorbild wiedererrichtet wurden.

Nach diesem informativen Rundgang bei strahlendem Sonnenschein begaben sich alle Mitgereisten nun in die Weinkeller des bekannten Weinhauses Bürgerspital, wo sie ebenfalls eine interessante und immer lustigere Führung erhielten… Anschließend hatte sich wirklich jeder sein leckeres Abendessen verdient! Der Abend endete – wie üblich bei so vielen Lehrern – in einem regen Austausch!

Am nächsten Morgen ging es dann frisch gestärkt nach dem Frühstück mit einer zweistündigen Führung durch die Residenz weiter, bei der Frau Arz erneut ihr großes Fachwissen zur Stadt und ihren Bauherren, Herrschern und Berühmtheiten bewies. Besonders beeindruckt zeigten sich alle von der imposanten Deckenmalerei und Kuppelbauweise im Treppenhaus der Residenz. Ein anschließender Spaziergang zur Festung Marienberg belohnte die Kolleginnen und Kollegen mit einer fantastischen Aussicht bei schönstem Sonnenschein. Den Abschluss der Fahrt genossen dann alle gemeinsam bei einem späten Mittagessen bzw. Kaffee und Kuchen, bevor es am Samstag dann wieder nach Hause ging.

Großer Dank für die tolle Organisation gilt unserer Personalrätin Martina Stingl!

Unter diesem Motto brach die Klasse 8a am Wandertag mit Müllgreifern, Handschuhen und Müllsäcken „bewaffnet“ auf, um vor allem rund um den Baggersee in Oberwallenstadt ein biss-chen sauberer zu machen. Relativ schnell waren alle Schülerinnen und Schüler von der großen Menge und den interessanten Arten von Unrat erstaunt, den sie innerhalb von vier Stunden auf dem Weg über das Oberwallenstadter Wehr, die Schneyer Eisenbahnbrücke, den Ortswiesensee und das Städtische Flussbad aufsammelten: Neben vielen Verpackungsresten, leeren Flaschen und zahlreichen achtlos weggeschmissenen Zigarettenkippen zogen die Schülerinnen und Schüler auch zwei Fahrräder, einen Kinderroller, einen Volleyball sowie einen rot-weißen Verkehrs-poller aus den Gebüschen am Wegesrand.

„Es wäre schön, wenn jeder seinen Dreck in einen Mülleimer schmeißen oder wieder mit nach Hause nehmen würde!“, fasste es eine Schülerin treffend zusammen, nachdem aller Müll ordentlich entsorgt war. Zur Belohnung für ihren super Einsatz gönnte sich die 8a abschließend ein leckeres Eis!