Die TheaterAG zeigt „Hochzeit mit Happy Ent“

Gesucht wird: eine Leiche, eine Braut und die Möglichkeit für die Zuschauer*innen interaktiv am Stück mitzuentscheiden. Das war der Auftrag der TheaterAG an Leiterin Christina Weisenseel. Relativ schnell wurde klar, dass es ein solches Stück nicht fertig gibt, sondern Eigeninitiative gefragt ist. Aus der konkreten Arbeit mit der AG freitagnachmittags und in einer längeren Kreativphase in den Weihnachtsferien ist ein Werkstattstück entstanden, das nicht nur alle Forderungen erfüllt, sondern sich kontinuierlich weiterentwickelt hat.

„Hochzeit mit Happy Ent“ hieß es dann also am 29. und 30.06. in der tropischwarmen Sporthalle des MGL. Spontane Coronaausfälle unter den Schauspieler*innen konnte die AG zum Glück motiviert auffangen, sodass den insgesamt ca. 120 Zuschauer*innen ein kurzweiliges Stück frei nach Romeo und Julia präsentiert werden konnte. Gleich zu Beginn wird die Braut im Hochzeitskleid erschossen. In einzelnen Rückblenden, durch die eine hinreißende Moderatorin führt, erlebt das Publikum den Weg zur Hochzeit mit. Viele Entscheidungen sind live per App zu treffen: Welches Essen soll gereicht werden? Soll der Standesbeamte einen völlig unangebrachten Liebesbrief schreiben? Führt das Brautpaar einen gemeinsamen Namen? Trägt die Braut einen Schleier oder ist das altmodisch? Gegen Ende stehen alle Mordverdächtigen auf der Bühne. Selbst Romeo als Bräutigam ist darunter, warum auch immer…

Nicht alle Frage wurden abschließend geklärt, wie das eben bei einem Werkstattstück so üblich ist. Und Julia konnte an beiden Abenden leider nicht gerettet werden. Was aber sicherlich lange in Erinnerung bleibt, ist die riesige Spielfreude der jungen Darsteller*innen und die Kreativität auf der Bühne. Hoffen wir, dass es auch im nächsten Jahr endlich wieder heißt: Bühne frei – es gibt Theater am MGL!

Weitere Bilder finden sich der Media-Seite unserer Homepage.

„Fahren wir am Montag wirklich ins Theater? Meine Privatkarten sind schon storniert!“ Solche und ähnliche Befürchtungen begleiteten die letzten Tage vor der Theaterfahrt der 5. Klasse nach Coburg. Doch wir hatten Glück: Nur für uns spielte das Ensemble das Weihnachtsstück „Der kleine Lord“ als Vormittagsvorstellung ohne Pause.

Zwar mussten wir mit viel Abstand sitzen, sodass wir über das ganze große Haus des Landestheaters verteilt waren, aber trotzdem kam ein bisschen Weihnachtsstimmung auf, als Lilian Prent als kleiner Lord Cedric voller Elan über die Bühne fegte. Abwechslungsreich und mit vielen atmosphärischen Liedern gestaltet vergingen die 80 Minuten wie im Flug.

Die Geschichte des hartherzigen Großvaters (grandios gespielt von Thomas Straus), der durch seinen charakterstarken Enkel seine Lebensfreude wiederfindet und so ein besserer Mensch wird, bewegte die Gemüter. Auch die Kulisse, wie immer mehrteilig auf der Drehbühne installiert, begeisterte uns mit liebevollen Details. Schön, dass wenigstens ein bisschen Normalität in der Vorweihnachtszeit möglich war!

Ein herzlicher Dank geht auch an den Verein der Freunde und Förderer des Meranier-Gymnasiums, der die Fahrt bezuschusst hat.

Schon die Anreise war ein Abenteuer: Mit Bahn, agilis und Bus erreichte der Kurs Geologie der Q12 zusammen mit StRin Christina Weisenseel-Wiesen und OStR Sebastian Schyma nach drei Stunden die erste Station der Exkursion: Das Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld.

Hier verschafften sich die Schüler*innen einen ersten Überblick über den Formenschatz des Karsts und bewunderten die geologische Sammlung. Anschließend ging es mit dem letzten(!) Bus ins Schullandheim Pottenstein. Der folgende Buß-und Bettag stand ganz unter dem Zeichen einer ausgedehnten Geländebegehung. Nach einer kurzen Busfahrt folgte der Aufstieg zur Binghöhle und deren Besichtigung. „Wie viele Zentimeter wächst der Tropfstein im Jahr? Nur 0,25? Krass!“ Die Begeisterung war allen Teilnehmer*innen ins Gesicht geschrieben.

Auch das Erlebnis absoluter Dunkelheit wird sicherlich im Gedächtnis bleiben. Die Besonderheiten der Region über der Erde stellten anschließend den Kerninhalt der Wanderung dar. Über die Wedenbachklamm mit ihren Sinterterrassen und die Muschelquelle ging es von Streitberg aus auf dem Höhenweg nach Muggendorf. Die Ausmaße des Wiesentriffs konnten sich alle Teilnehmer*innen nach mehreren zum Teil steilen Anstiegen gut vorstellen. Als Lohn boten sich herrliche Ausblicke über das Wiesenttal.

Erschöpft und um einige Erfahrungen reicher endete die Exkursion mit einer recht ruhigen Heimreise – so manche*r hatte im Zug dann doch das Bedürfnis, die Augen zu schließen.

„Das Clownspiel ist wie ein Verhaltensmikroskop…“ Aha. Und wer mikroskopiert womit? So richtig weitergeholfen hat dieses Zitat zunächst einmal nicht. Ratlose Blicke schwirren durch die Aula, als die Clowntrainerin Susanne Carl die TheaterAG zum Workshop begrüßt. Da helfen die roten Nasen schon eher weiter. Die kennt schließlich jeder!

Nach einer kurzen Aufwärmphase herrscht plötzlich konzentrierte Stille. 21 Jungclowns arbeiten an unterschiedlichen Szenen, betonen einzelne Bewegungen, freuen sich über jeden Fehler, der passiert. Das ist vielleicht das Entscheidende an diesem Vormittag: Alle Spieler*innen sind eingeladen, Fehler zu machen und so am Clownesken der eigenen Rolle zu feilen. Ganz ohne Leistungsdruck darf sich die Gruppe noch mehr finden und voller Elan an die Körperarbeit gehen. Es sind grandiose Szenen weit über Jahrgangsgrenzen hinweg entstanden, die nach dem langen Lockdown ein bisschen Theateralltag und Leichtigkeit zurückgebracht haben.

Am Nachmittag darf dann der Kurs Theater und Film der Q11 das Clowncoaching genießen. Mit viel Motivation und Einsatz sind alle von Anfang an dabei. Auch hier sind nach kurzer, anfänglicher Scheu schnell Heiterkeit und Spielfreude die Grundemotionen. Im Crash-Kurs geht es vertieft durch die einzelnen Elemente der Clownerie: Körpergefühl, Szenen-Stretching, Timing und Improvisation mit dem Objekt stehen auf dem Programm. Clownspiel ist tatsächlich ein Verhaltensmikroskop: Achtsam und genau werden Bewegungen und Emotionen riesengroß gemacht.

Nach drei Stunden Training sind sich alle einig: Das Stück am Schuljahresende wird definitiv Clownelemente enthalten. Vielleicht gibt es sogar vorher schon eine kleine Kostprobe mit den Pausenclowns – wer weiß?

Ein herzlicher Dank geht auch an den Elternbeirat und den Verein der Freunde und Förderer, die beide Workshops großzügig unterstützt haben.

„Es war einmal vor langer, langer Zeit…“ – wer kennt diesen Satz nicht, mit dem unzählige Märchen beginnen? Die meisten dieser Märchen sind schon viele Jahre alt. Das Märchen „Spieglein, Spieglein“, das wir im Folgendem präsentieren wollen, basiert in seinen Grundzügen auf einem jener alten Märchen, wurde aber auf unsere heutige Zeit angepasst und verändert.

Schneewittchen lebt bei ihrer Stiefmutter, die sie allerdings stark vernachlässigt und auf ihre Schönheit sehr neidisch ist. Nachdem ihre Mutter sie deswegen sogar hat umbringen wollen, läuft sie davon und wird in der Model-WG von Germany’s next TopBabbie aufgenommen…

Anmerkung: Ursprünglich war es geplant, dieses Stück auf der Bühne aufzuführen. Durch die aktuellen Umstände mit der Corona-Pandemie war uns das allerdings nicht möglich und so wurde das Theaterstück zu einem Hörspiel.

Viel Spaß beim Anhören wünscht euch das P-Seminar vom MGL

Link zum Hörspiel

Musik: gone – gemafreie Musik von https://audiohub.de
Spieglein, Spieglein – warum Schönheit nicht alles ist und sie zum Verhängnis werden kann.
Ein Theaterstück von Claudia Kumpfe, erschienen im Verlag www.theaterstuecke-online.de, bearbeitet vom P-Seminar Deutsch des Meranier-Gymnasium-Lichtenfels 2019/2021.

An einem trüben Herbstnachmittag im Oktober tagt das Mittelstufentheater in der Aula. Doch was ist das? Überall liegt Müll. Der Blick in die neuen(!) Mülleimer zeigt, dass sich die Mülltrennung am MGL noch nicht überall herumgesprochen hat. So ist spontan die Idee entstanden, einen kurzen Film zu drehen. Skript und Umsetzungsidee waren schnell entwickelt und auch die Dreharbeiten konnten mit genügend Abstand noch ohne Maske stattfinden. Entstanden ist ein Minifilm, der keinen Anspruch auf Professionalität erhebt und mit einem Augenzwinkern auf die Grundregeln der Mülltrennung hinweisen will. Wer kann schon ahnen, dass Joghurtbecher nicht immer in den Plastikmüll gehören?

Stolz präsentiert das Team unter Leitung von StRin Christina Weisenseel-Wiesen das Ergebnis des Kreativnachmittags.