Am Dienstag, den 14.04.2026 war es endlich so weit: Rund 70 Lateinschülerinnen und -schüler der 6. Jahrgangsstufe machten sich mit ihren 5 Lehrkräften auf, um die Welt der Römer hautnah zu entdecken. Ziel ihrer Exkursion war das von Lichtenfels ca. 160 Kilometer entfernte Kipfenberg, wo bis heute Spuren des römischen Grenzwalls, dem Limes, zu finden sind.
Alles verlief reibungslos, bis – 3km vor dem Ziel – der Doppeldeckerbus doch zu wuchtig für eine Kurve war und auf der Fahrbahn aufsetzte. Kurzerhand nahm die gesamte Reisegruppe ihre Beine in die Hand und marschierte schnurstracks zum Museum.
Dort wurden sie für ihr Durchhaltevermögen belohnt – dank der mitreißenden Museumsangestellten wurden plötzlich Leben und (Militär-)Alltag der Römer lebendig: Während ein Teil u.a. antike Schönheitscremes im Workshop „Wellness“ herstellen durfte, probierte sich der andere Teil als richtige Archäologen aus und erprobte unterschiedliche Ausgrabungswerkzeuge am präparierten Grab. Die dritte Gruppe wiederum führte eine richtige Opferungszeremonie für die Göttin Fortuna durch mit allem, was dazugehörte: Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle der Seher, Priester, Opferdiener und Musiker und versammelten sich mit Weihrauch um den Altar (das leckere Kuchenlamm durfte im Anschluss natürlich von allen verspeist werden!).
Auf Entdeckungstour durch das Museum lernten die Schülerinnen und Schüler außerdem zahlreiche Alltagsgegenstände und Funde der archäologischen Ausgrabungen kennen und fanden sich plötzlich in einer nachgebauten Wachstube der römischen Legion wieder. Darin wurde ein Schüler kurzerhand selbst zum römischen Soldaten und mit der kompletten Ausrüstung eines römischen Kriegers ausgestattet – inklusive eines 40kg schweren Kettenhemds!
Nach einer kurzen Mittagspause marschierte die Reisegruppe quer durch Kipfenberg direkt zum Grenzwall, dem Limes. Besonders beeindruckend war der rekonstruierte Wachturm, der – frisch renoviert – von allen bestiegen werden durfte. Die damalige Kampf- und Überwachungssituation der römischen Soldaten wurde den Schülerinnen und Schülern dadurch hautnah erfahrbar.
Glücklicherweise war der Bus in der Zwischenzeit repariert worden und binnen kürzester Zeit wieder voll einsatzfähig. So kamen alle Teilnehmenden am Abend wieder gesund und munter am Meranier-Gymnasium an – mit selbst „geprägten“ römischen Münzen aus der Kreativwerkstatt des Museums, eine Menge an neuem Wissen über die Römer sowie vielen unvergesslichen Erlebnissen im Gepäck.