Unter dem Motto „Die Erde braucht Freunde … auch in unserem Landkreis“ unterstützten Schüler des Meranier-Gymnasiums durch ihre Haus- und Straßensammlung die ehrenamtliche Arbeit des Bund Naturschutz. „Den jungen Leuten gelang es hervorragend, die Bevölkerung vom Nutzen unserer Arbeit für Mensch, Klima und Natur in unserer schönen Region am Obermain zu überzeugen“, so Anton Reinhardt, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Lichtenfels. Ein dickes Lob gab es von Schulleiter Thomas Carl, der den beachtlichen Sammelbetrag in Höhe von 1008 Euro gemeinsam mit den Lehrkräften Sabine Christof und Christian Häfner, welche die Umwelt-AG des Gymnasiums betreuen, an Anton Reinhardt überreichen konnten.

Schulleiter Thomas Carl (links), Lehrerin Sabine Christof von der Umwelt-AG des Meranier-Gymnasiums (2. von rechts) und BN-Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (rechts) freuten sich über das Engagement der Jugendlichen für die Unterstützung der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit. Nicht mit auf dem Foto ist Lehrer Christian Häfner von der Umwelt-AG des MGL. Foto: Andreas Gagel

Dieser bedankte sich herzlich und informierte, wofür das Geld eingesetzt werde: „Wir möchten damit unter anderem Impulse zur Umweltbildung in unserem Naturerlebnisprojekt Mainau mit Schülern setzen, den Ankauf naturschutzfachlich wertvoller Grundstücke, wie zum Beispiel im oberen Schneybachtal oder den Erwerb eines Amphibien-Lehrkoffers mitfinanzieren.“ Die eifrigen Sammlerinnen und Sammler erhielten als Dankeschön für ihr Engagement kleine Aufmerksamkeiten, wie Wasserlaborsets, Anti-Stress-Bällchen oder Naturholzanhängerchen.

Text: Anton Reinhardt

Tod, Trauer, Vergänglichkeit. Das sind Themen, mit denen sich die meisten Menschen nur ungern befassen. Für den Beruf des Bestatters hingegen sind sie alltäglich und beinahe schon normal. „Außer, wenn es um Kinder geht, das ist auch für uns immer wieder eine große Herausforderung und etwas, das uns nicht mehr loslässt.“, erklärt Bestatter, Herr Sonnabend, den Schülern der 10. Jahrgangsstufe, „Um diese Fälle reißt sich wirklich niemand.“

Nach zweijähriger Zwangspause konnten die 10. Klassen nun endlich wieder den alljährlichen Unterrichtsgang zum Bestattungsunternehmen „Gleissner und Steinmann“ durchführen. Herr Christian Gleissner und seine Mitarbeiter empfangen die Schüler des Meranier-Gymnasiums jedes Jahr sehr herzlich und bieten eine Führung durch das Bestattungsinstitut von der Feierhalle bis zum Kühlhaus an. Anfassen und genaues Hinsehen ist unbedingt erlaubt und gewünscht! So durften die Schülerinnen und Schüler heuer nicht nur verschiedene Exemplare der Diamantbestattung betrachten (Ringe, Ketten, Anhänger) und den Leichenwagen von innen sehen, sondern auch Urnen anfassen und einen Eichesarg hochheben (siehe Bild), um das Eigengewicht von rund 90kg selbst zu erfahren.

Der Beruf „Bestatter“ ist vielschichtiger als man meint, denn neben verwaltungstechnischen Dingen wie das Aussuchen einer Traueranzeige oder der Ausstellung einer Sterbeurkunde müssen auch der Sarg präpariert, Gräber ausgehoben oder Verstorbene gesäubert und angezogen werden.

Auf die Frage hin, was einen dazu treibt, diesen Beruf zu ergreifen, antwortet Herr Sonnabend: „Es ist einfach schön, wenn man sieht, wie man den Hinterbliebenen einen würdevollen Abschied gestalten und in dieser schwierigen Situation beiseite stehen kann.“ Der Beruf des Bestatters hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und wird sehr gut bei den Jugendlichen angenommen, was die vollen Berufschulklassen in dieser Sparte beweisen. „Am wichtigsten ist es, die Toten bei Feierabend gedanklich auf der Arbeit zu lassen“, meint Herr Sonnabend abschließend, „sonst würde man durch die ganze Trauer irgendwann verrückt werden. Das ist aber etwas, das man mit der Zeit einfach lernt.“

Wir bedanken uns recht herzlich beim Institut „Gleissner und Steinmann“ für die wieder rundum gelungenen Vorträge und freuen uns schon darauf, auch im nächsten Schuljahr wieder kommen zu dürfen!

Es ist beinahe schon eine Tradition und so nahmen auch in diesem Jahr einige Jahrgangsstufen unter der Leitung der Kunstlehrerin Frau Föhl-Wais am Europäischen Wettbewerb teil. Das Gymnasium kann sich in diesem Jahr über ganze acht Preise freuen! Die Beiträge der Schüler*innen zu umweltfreundlichen Ideen, die Europa in eine blühende Zukunft führen könnten, überzeugten die Jury. Unter anderem wurden künstlerische Visionen von grünen Städten, nachhaltigem Konsum oder technischen Erfindungen eingereicht.

Julian Deuerling (7b), Mara Fuchs (8a), Vivienne Köhler und Isabell Schuh (Q12), Jakob Stöckert (7c), Kira Franzke und Sophia Panzer (Q11) werden mit Preisen geehrt. Besonders hervorzuheben ist Emma Krauß (7b) Modell für eine Markise, die nachträglich an jedes Haus angebaut werden könnte, aber nicht nur Schatten spendet, sondern durch den Einsatz von Mikroalgen auch Sauerstoff produziert. Außerdem verfügt Emmas Modell über Solarpanele, um Strom zu erzeugen. Eine rundum durchdachte Sache also und kein Wunder, dass sie ihren Preis von der Bayrischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten in der Münchner Residenz in Empfang nehmen wird. Als Schulfamilie beglückwünschen wir alle Preisträger.

Zaubernde Tiere, feuerspuckende Drachen, mystische Elfen – der Fantasie in Kinderbüchern sind kaum Grenzen gesetzt und begeistert somit seit Jahrhunderten sowohl Jung als auch Alt.

Auch wir, das P Seminar „Kinderbuch schreiben“ unter der Leitung von Frau Dorsch waren fasziniert von den Geschichten und Charakteren der Literatur für die Jüngsten unserer Gesellschaft – so sehr, dass wir uns zu Beginn der elften Klasse das Ziel setzten, unser eigenes Kinderbuch, von Schreiben bis hin zum Illustrieren, Drucken und Vermarkten, zu erschaffen. Schon in den ersten Stunden wurde uns bewusst, wie umfangreich ein solcher Prozess doch ist. Umso mehr freuten wir uns darüber, die Möglichkeit zu bekommen, der Kinderbuchautorin Judith Allert unsere Fragen rund um das Buchschreiben und der damit verbundenen Organisation zu stellen und dabei auch noch viel über sie und ihren Beruf zu erfahren. Als Kinderbuchautorin ist Judith Allert, die in Bad Staffelstein aufgewachsen ist, in dessen Nähe sie auch heute auf einem Bauernhof mit einigen Tieren, wie auch zwei Wollschweinen, die Charaktere einer ihrer Buchreihen sind, sehr erfolgreich. Mit dem Loewe – Verlag veröffentlichte sie beispielsweise die Reihe „Paula und Lou“, „Die Schockingers“ oder „Das Pony – Café“. Ihre Liebe zu Tieren zeigt sich aber nicht nur durch ihren eigenen Hof, sondern auch in ihren Büchern, in denen tierische Charaktere die bunten Geschichten ausmachen.

Nachdem wir mit Judith Allert in Kontakt getreten waren, besuchte sie uns schließlich am 4. April 2022 an einem sonnigen Nachmittag in der Schule, wobei ihr das Meranier-Gymnasium als ehemalige Abiturientin unserer Schule noch vertraut war. In einem sehr herzlichen und offenen Austausch erfuhren wir, dass sie, wie auch viele Teilnehmende unseres Seminars, seit ihrer Kindheit eine große Leidenschaft zu Büchern und Geschichten hat. Während sie vorerst nicht selbst zum Stift gegriffen hatte, entdeckte Judith Allert in einer Schreibwerkstatt in ihrem Germanistikstudium ihre Liebe zur Tätigkeit als Schriftstellerin und veröffentlichte seitdem immer wieder erfolgreiche Bücher, die auf viel Begeisterung und Zuspruch stoßen.

Unserer Gruppe war besonders der Ablauf des Druckens und der darauffolgenden Vermarktung unklar und ziemlich schnell wurde uns während des Gesprächs klar, dass die Zusammenarbeit mit einem großen Verlag zeittechnisch und organisatorisch eher unrealistisch ist. Eine außerdem sehr interessante Möglichkeit des Buchdrucks, von der wir bei unserem Treffen erfahren haben, ist das Prinzip „books on demand“, was bedeutet, dass das Buch erst dann gedruckt wird, wenn es wirklich bestellt wurde. Auch ansonsten erzählte uns Judith Allert über viele Dinge, über deren Relevanz wir uns vorher nicht wirklich bewusst waren, was uns für unsere Planung enorm geholfen hat. Denn jeder, der schon einmal ein Kinderbuch in der Hand hatte, weiß, wie viele Variationen es letztendlich gibt. Ob schwarz – weiß, zum Ausmalen, mit interaktiven Elementen, als Ringbuch, als E – Book, mit Reimen… die Liste, der Dinge, über die man nachdenken muss, wenn es um das Erstellen eines Buches geht, ist unendlich lang.

Doch neben all den Formalitäten war unser hauptsächliches Anliegen: Wie schreiben wir am besten eine schöne Geschichte? Und das zusammen?

„Ihr könnt eigentlich nichts falsch machen“, war die Antwort von Frau Allert auf unsere Bedenken. Sie selbst, so erzählte sie uns, kam am besten „mit dem Stift in der Hand“ auf die Ideen für ihre Bücher, und das am liebsten an einem schönen Ort, wie ihrem Garten. Wir selbst sollten darüber aber gar nicht so viel nachdenken, sondern einfach „darauf losschreiben“.

„Viele Geschichten, die ich gerade am Anfang geschrieben habe, wurden nie veröffentlicht“, erläuterte die Autorin, was uns zeigte, dass wir keine Angst davor haben sollten, einfach mit dem Schreiben zu beginnen und unserer Kreativität lieber freien Lauf zu lassen. Denn, wie Judith Allert sagte: „Wenn`s Spaß macht, dann wird`s ja auch gut“.

Mit diesen ermutigenden Worten und nach diesem sehr inspirierenden Gespräch fühlten wir uns umso mehr motiviert, an unserer Idee eines Kinderbuchs weiterzuarbeiten, um dessen Umsetzung in die Realität ein paar Schritte näher zu kommen.

Sehr herzlich bedanken wir uns bei Judith Allert dafür, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns auf unserem Weg zu unterstützen und all unsere Fragen offen und ehrlich zu beantworten.

– Klara Klostermann für das P-Seminar „Kinderbuch schreiben“

Der Pangea-Wettbewerb zieht jedes Jahr eine Vielzahl von Lernenden in den Bann – nicht nur die Mathe-Asse, sondern gerade auch diejenigen Jugendlichen, die Freude empfinden an Aufgaben jenseits der typischen Unterrichtsformate.

Pangea – motiviert durch den Namen des Superkontinents vor 250 Millionen Jahren – will unter dem Motto „Mathematik verbindet“ Schüler*innen aus unterschiedlichen Orten, Gesellschaftsschichten und Bildungsniveaus mittels eines Wettbewerbs zusammenbringen und durch besondere Aufgabenstellungen für die Mathematik begeistern.

Das Bild zeigt die Matheasse nach der Urkundenübergabe mit dem Schulleiter OStD Thomas Carl und der Organisatorin des Pangea-Mathematikwettbewerbs StRin Mirjam Eichenberg

Coronabedingt fand der Mathematikwettbewerb dieses Schuljahr bereits zum zweiten Mal online statt. Dies bot trotz alledem eine willkommene Abwechslung für die Schüler*innen der fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufe des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels, weil dieses Schuljahr erneut viele Wettbewerbe und Schulveranstaltungen ausfallen mussten. In der Woche vom 23. März bis 31. März 2022 war es dann endlich so weit. Die kleinen Mathematiker erfreuten sich ohne Konkurrenzdrang an den Knobelaufgaben, indem sie sich 70 Minuten mit voller Konzentration über ihre Aufgaben beugten und tüftelten. Für viele Schüler war dies schlicht eine schöne Gelegenheit, die eigenen mathematischen Fähigkeiten auf die Probe zu stellen – und das ganz ohne Notendruck. Ihre erreichten Ergebnisse konnten die Schüler bereits nach wenigen Wochen selbst online einsehen und somit nachvollziehen, welche Aufgaben sie richtig oder vielleicht auch falsch beantwortet hatten.

Der Pangea-Wettbewerb verläuft ähnlich wie der Känguru-Wettbewerb. Allerdings mit dem Unterschied, dass die 500 Besten der Vorrunde einer Jahrgangsstufe bundesweit sich für die Zwischenrunde qualifizieren. Erfreulicherweise konnten sich 26 Schüler*innen des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels erfolgreich für die Zwischenrunde, die wieder online vom 04. Mai bis 11. Mai 2022 stattfand, qualifizieren.

In der Zwischenrunde konnten die Schüler*innen Magdalena Schultheiß (5a), Jakob Hofmann (5a), Mia Gerner (5c), Hannah Nagel (5c), Lea Klee (5c), Leni Kellermann (7b), Julian Günther (7b) und Lilia Fuchs (7b) herausragende Leistungen erzielen.

Herzlichen Glückwunsch zu diesen hervorragenden Ergebnissen!

Das Finale, auf das wir alle entgegengefiebert haben, wurde leider aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

Drei Tage lang nahmen die Medienscouts des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels an der 5. Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock teil. Die Inhalte, die sie dort von anerkannten Experten zum Thema „Digitale Medien“ erhalten haben, wollen sie nun an ihre Mitschüler weitergeben.

Medienscouts des Meranier-Gymnasium Lichtenfels besuchten die dreitägige Bundesjugendkonferenz Medien, bei der sie Wissenswertes zum Thema der digitalen Medien erfuhren und zugleich bundesweite Kontakte zu anderen Medienscouts knüpften.

Es ist schockierend: „Noch nie zuvor hatten unsere Kinder so viel Einblick auf zum Teil verstörende Bilder und Filme im Internet. Und noch nie hatten Pädokriminelle so viele Möglichkeiten, auf Bilder, Gespräche und Adressen unsere Kinder zuzugreifen!“, berichtet Julia von Weiler von Innocence in Danger. Die Gründerin des Vereins und der zugleich weltweiten Bewegung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern stellte vor kurzem in einem beeindruckenden Vortrag im Rahmen der 5. Bundesjugendkonferenz Medien (BJKM) in Rostock Zahlen und Fakten rund um die neuen Medien vor. Adressat des Vortrags waren 213 Medienscouts und 46 betreuende Lehrkräfte aus elf Bundesländern. Unter den Teilnehmern waren auch die Medienscouts des Meranier-Gymnasiums. „Die dreitätige Konferenz in Rostock war für uns ein super Erlebnis und wird unsere Arbeit als Medienscout sicher positiv beeinflussen“, sind sich die Schüler aus dem heimischen Landkreis sicher.

Die mit Abstand größte Gruppe an Medienscouts stellte bei der Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock die oberfränkische Delegation mit Schülerinnen und Schülern aus insgesamt sechs Schulen. Ermöglicht wurde dies vor allem von Alfons Hrubesch (vorne Mitte) und Susanne Werner (rechts unten) von der Opferhilfe Oberfranken.

Die Lichtenfelser Medienscouts wurden bereits im Vorfeld der Konferenz für ihre Rolle als Medienberater ausgebildet und stehen seitdem im Sinne der Peer-to-Peer-Education (Schüler bilden Schüler aus) ihren Mitschülern als „Medienexperte auf Augenhöhe“ zur Seite. Begleitet wurden die Medienscouts des MGL von Studienreferendar Christoph Opris und ihrer betreuenden Lehrkraft Mirjam Eichenberg. In Rostock mit dabei waren auch Alfons Hrubesch und Susanne Werner von der Opferhilfe Oberfranken (OHO). Die OHO unterstützt die Grundausbildung der Medienscouts in Oberfranken und stellte bereits vor mehreren Jahren den Kontakt zwischen Oberfranken und dem Organisationsteam des Bundesjugendkonferenz in Rostock her. Aus Oberfranken waren neben Lichtenfels auch Gruppen aus Bayreuth, Forchheim, Coburg und Kronach bei der BJKM vertreten. Ihnen allen steht die OHO beim Thema Medienerziehung als externer Partner zuverlässig zur Seite.

Glücklich bei der Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock dabei gewesen zu sein erhielten die Medienscouts des Meranier-Gymnasium Lichtenfels vom Schulleiter OStD Thomas Carl die Teilnehmerurkunden.

In vielen verschiedenen Workshops konnten die Medienscouts an den drei Tagen in Rostock ihr Wissen erweitern und neue Erkenntnisse im Bereich der neuen Medien sammeln. Themenschwerpunkte wie „Zwang zur perfekten Selbstdarstellung“ und die „Stereotypisierung in den Medien“ beleuchteten das Jugendalter als Zeit des körperlichen und seelischen Umbruchs. Aber auch die Abzocke in Videospielen sowie eine kreative Auseinandersetzung mit der dunklen Seite von Videospielen sorgten für ähnlich viel Input wie die Einblicke in die Zusammenhänge des Cybermobbings in „GemeinsamKlassesein“. Themen wie „Digital Well-Being“, „Zivilcourage“ und „Körpersprache – wie wirke ich auf andere“ stärkten die Medienscouts in ihrer Arbeit und ihrem Auftreten als Medienscouts an den Schulen. Die lange Reise von Lichtenfels an die Ostsee hatte sich demnach mehr als gelohnt. „Toll waren auch die Begegnungen und der Erfahrungsaustausch mit den Jugendlichen aus den anderen teilnehmenden Bundesländern“, erklärte der Lichtenfelser Medienscout Erkim Dogan nach den drei anstrengenden, aber auch ungemein spannenden Tagen in Rostock. Er besuchte die Konferenz in Rostock zum ersten Mal und will am liebsten bei der kommenden BJKM 2023 wieder dabei sein. 2022 standen aber nicht nur Vorträge von verschiedenen Medien-Experten im Mittelpunkt. In zahlreichen Workshops hatten die Jugendlichen auch ausreichend Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit einzubringen. Sehr eindrücklich war für die Jugendlichen der Auftritt von Erwin Markowsky. Der Profi-Hacker demonstrierte, dass wirklich jeder gehackt werden kann. Seine Fähigkeiten nutzt er aber für positive Zwecke und unterstützt Organisationen und Unternehmen dabei, die virtuelle Sicherheit zu durchleuchten und zu garantieren. In seinem Vortrag stellte er an vielen Beispielen live dar, wie einfach es ist, mit den entsprechenden Hilfsmitteln digitale Medien und Geräte zu manipulieren und für eigene (im schlimmsten Fall illegale) Zwecke zu missbrauchen. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer Bootsfahrt nach Warnemünde mit dem Besuch der Uferpromenade, des Ostseestrandes und des Hafens. Am Abschlussabend der Konferenz, die 2022 ihr fünfjähriges Jubiläum beging, feierten alle Scouts aus ganz Deutschland zusammen eine Abschlussparty mit Musik und Tanz. „Rostock war für uns eine wichtige Bestätigung dafür, dass wir als Medienscouts an unseren Schulen wirklich etwas bewegen können“, lautete demnach das wichtigste Fazit der Lichtenfelser Medienscouts am Ende der dreitägigen Konferenz.

Im Jahresbericht 2021/22 des Meranier-Gymnasiums erschien dazu folgender Artikel von Jonah Albert, Q11: Die Medienscouts vom Meranier bei der Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock.

Kultureller Austausch hat immer zwei Seiten. Fast ein ganzes Schuljahr lang hat Jean-Baptiste Valentin, unser Fremdsprachenassistent aus Paris, den Unterricht der 11. Klasse Französisch begleitet und uns Wissen aus erster Hand vermittelt.

Jetzt, am Ende seines Aufenthalts, wollten wir uns revanchieren und ihm ein bisschen von der hervorragenden oberfränkischen Wirtshauskultur mitgeben. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir es uns gewünscht hatten, aber wir machten das Beste aus dem Abend und genossen gesellige Momente der deutsch-französischen Freundschaft.

Wir alle hoffen auf ein Wiedersehen mit Jean-Baptiste hier oder in Paris, bei dem die Mutigsten dann endlich einmal französische Delikatessen probieren wollen. Ob dann allerdings wirklich Schnecken und Froschschenkel den Weg in die deutschen Bäuche finden, bleibt abzuwarten.

– Kurs 1f1, Stefanie Rödel

Nach annähernd dreijährigen, coronabedingten Absagen von Schulsportwettkämpfen konnten am 10. Mai 2022 zum ersten Mal wieder die Schulsportmeisterschaften in der Leichtathletik am Meranier-Gymnasium durchgeführt werden.

Zu diesem Anlass trafen sich am frühen Morgen über 300 Schülerinnen und Schüler der Unterstufe im Stadion der Herzog Otto Mittelschule zusammen mit Wettkampfhelfern und Riegenführern aus den zehnten Klassen, um sich im leichtathletischen Dreikampf zu messen. Ermittelt wurden dabei über die Wertungstabellen der Bundesjugendspiele die besten Athletinnen und Athleten in den jeweiligen Jahrgangsstufen.

Am Ende eines perfekten Leichtathletiktages mit besten Wetterverhältnissen und einer wunderbaren Stimmung nach der langen wettkampflosen Zeit standen folgende Schülerinnen und Schüler als Sieger fest:

Klassen 5 Mädchen:

Platzierung Name Gesamtpunkte
1. Platz Magdalena Schultheiß 1119
2. Platz Schweigert, Mila 1041
3. Platz Dinkel, Greta 1036

Klassen 5 Jungen:

Platzierung Name Gesamtpunkte
1. Platz Hellmuth, Maximilian 949
2. Platz Hetzel, Hannes 910
3. Platz Herold, Dominik 872

Klassen 6 Mädchen:

Platzierung Name Gesamtpunkte
1. Platz Kasper, Svea 1152
2. Platz Biskupski, Lucy 1063
3. Platz Pastore, Viktoria 1028

Klassen 6 Jungen:

Platzierung Name Gesamtpunkte
1. Platz Hofmann, Eddy 1062
2. Platz Ripa, Aleksander 1037
3. Platz Thiem, Luis 990

Klassen 7 Mädchen:

Platzierung Name Gesamtpunkte
1. Platz Gagel, Annika 1068
2. Platz Biskupski, Smilla 1052
3. Platz Landvogt, Hannah 1047

Klassen 7 Jungen:

Platzierung Name Gesamtpunkte
1. Platz Hartmann, Henry 1126
2. Platz Albashawat, Mohammad 1124
3. Platz Schroeder, Linus 1122

Wie knapp es bei den Wettkämpfen zuging zeigt insbesondere das Ergebnis der Jungen in den 7. Klassen. Nur 4 Punkte trennen hier den Sieger vom Drittplatzierten im Dreikampf. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen der Mädchen. Svea Kasper (6. Jahrgangsstufe) konnte von allen teilnehmenden Schülern die höchste Punktzahl erreichen. Zusammen mit Magdalena Schultheiß (5. Jahrgangsstufe) konnten hier die Mädchen die Ergebnisse der Jungen erreichen und übertreffen. Für herausragende Einzelleistungen sorgten im Sprint Linus Schroeder (7,24s) und Lena Kurpanik (7,55s). Im Weitsprung dominierten ebenfalls Linus Schroeder (4,65m) und Svea Kaspar (4,40m). Beim Wurf setzten Mohammad Albashawat (43m) und Magdalena Schultheiß (27m) die Bestweiten.

Die Sieger und die Bestplatzierten der Meisterschaften.

Im abschließenden 800m Lauf, der außerhalb des Dreikampfs gesondert gewertet wird, setzten Mohammad Albashawad und Svea Kasper die Glanzpunkte. Nach einer Durchgangszeit von 26 Sekunden bei 200m (!) erreichte Albashawad in 2:36 min das Ziel, dicht gefolgt von Felix Manke mit ebenfalls hervorragenden 2:39 min und Eddy Hofmann in 2:44 min. Svea Kasper konnte bei den Mädchen die 800m klar für sich entscheiden. In 2:58 min verwies sie die ebenfalls sehr schnellen Smilla Biskupski (3:05 min) und die beiden zeitgleichen Schülerinnen Annika Gagel und Lucy Biskupski (3:07 min) auf die weiteren Siegerplätze.

Am Donnerstag, den 31.3.2022 durften je zwei SchülerInnen der 5ten und 6ten Klassen an der Schulung der Umwelt-Scouts teilnehmen. Sie sollten lernen und verstehen, was Müll mit Umweltschutz zu tun hat, ob man die berühmte „Klimaerwärmung“ auch schon in Lichtenfels spürt und welche Aufgaben ein MGL-Umwelt-Scout hat. Los ging es mit Frau Eisenträger-Sarter vom Zweckverband für Abfallwirtschaft Coburg, Kronach, Lichtenfels. Weil man die Müllverbrennungsanlage immer noch nicht besuchen darf, brachte sie kurzerhand jede Menge „Müll“ mit, den die SchülerInnen problemlos in die richtigen farbigen Mini-Mülltonnen einsortierten. „Wenn ihr Müll richtig trennt, bekommt ihr die Note 2, wenn ihr Müll vermeidet, bekommt ihr die Note 1 mit Stern“, erklärte die passionierte Fachfrau.

Die neuen MGL-Umwelt-Scouts der 5. und 6. Klassen

So verstanden die Kinder sehr schnell, dass man Papier und Pappe in die grüne Tonne wirft, um es zu recyceln und damit Holz zu sparen. Genauso gut funktioniert das Trennen und Wiederverwerten bei Glas und Metall, während Plastik in all seinen Erscheinungsformen ein richtiges Problem darstellt. Nur 15 % des gesammelten Verpackungsmülls würde tatsächlich recycelt, so Frau Eisenträger-Sarter, der große Rest werde verbrannt oder lande letztendlich im Meer. Dass Plastik dort lange Zeit großen Schaden anrichtet, war den Kindern schon bekannt, dass das Mikroplastik in Fischen vielleicht auch wieder auf unseren Tellern landet, war für manche überraschend.

Frau Eisenträger-Sarter erklärt nicht nur theoretisch wie man Müll trennt

Für die nötige Bewegung sorgte dann die kurze Exkursion mit Frau Thiem von der Umweltstation Weismain. Sie führte die Kinder von der vielbefahrenen Kronacher Straße, von der die Kinder eine Schnupperprobe nahmen, zur Friedenslinde. Dort war es nicht nur deutlich ruhiger, es roch auch noch besser, denn die Abgase der Autos, der „unsichtbare Müll“, waren von der guten Waldluft verdünnt. Diese wichtige Aufgabe werden unsere Wälder aber immer weniger leisten können, denn sie sind in Gefahr. Die Kinder sammelten herumliegende Baumrinden und mussten feststellen, dass in gut der Hälfte der Rinden Spuren vom Borkenkäfer waren. Die Umweltpädagogin erklärte, dass eine Vielzahl der Bäume durch die anhaltende Trockenheit als Folge der Klimaerwärmung zu schwach sei, um sich gegen den Schädling zur Wehr zu setzen. Sie sterben ab und müssen schnell gefällt werden um die weitere Ausbreitung der Käfer zu verhindern. Bei einem Rollenspiel wurde den Kindern klar, dass der Mensch die aktuelle rasante Klimaerwärmung vorantreibt. Trotzdem machte der Ausflug deutlich, wie schön es draußen ist und dass man die Natur unbedingt schützen muss.

Frau Thiem stellt mit den Umwelt-Scouts die Klimaerwärmung nach: wenn zu viele Treibhausgase in der Atmosphäre sind (Schülerreihe rechts im Bild) wird weniger Wärmestrahlung (Schüler links) wieder ins All zurückgestrahlt

Zurück am MGL wurden die Umwelt-Scouts vom Schulleiter Herrn OStD Carl und einer Vertreterin des Elternbeirats, Frau Biskupski, begrüßt. Beide freuten sich, dass die jungen Leute Verantwortung für die Umwelt übernehmen wollen. Frau Biskupski betonte, dass die Kinder in ihren Klassen nicht die „Umweltpolizei“ seien, sondern vielmehr mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Manchmal stoße man als Umweltschützer auch auf Unverständnis, aber das dürfe man nicht persönlich nehmen. Sie regte an, dass sich die Umwelt-Scouts nach einiger Zeit zum Erfahrungsaustausch wieder treffen könnten. Zum Abschluss sammelten die Kinder mit den betreuenden Lehrern, Herrn Häfner und Frau Christof, Ideen, welche Aufgaben sie tatsächlich in ihren Klassen haben: z.B. darauf achten, dass beim Verlassen des Klassenzimmers Licht und Beamer ausgeschaltet sind, dass im Winter nur stoßgelüftet wird oder dass die Klassenkameraden beim Stifterecycling mitmachen. Außerdem wurde vereinbart, dass sie als „Multiplikatoren“ ihr Wissen über Umweltschutz ihrer Klasse weitergeben, indem sie kurz erzählen, was sie bei der Schulung gelernt haben.

Als kleines Dankeschön konnten die Kinder Gummibärchen, Nüsse und Kekse naschen, die im Unverpackt Laden (also ohne Plastikverpackung) gekauft worden waren und je eine Packung plastikfreien Kaugummi mit nach Hause nehmen. Und so wünschen wir den neuen MGL-Umwelt-Scouts viel Freude und Erfolg bei ihrer neuen und so wichtigen Aufgabe!

– Sabine Christof und Christian Häfner

Zwei Jahre Pandemie, zwei Jahre Schweigen: Nach langer Pause setzt sich die Serie der erfolgreichen Dichterlesungen am Meranier-Gymnasium Lichtenfels seit 1986 wieder fort – dank der großartigen finanziellen Unterstützung des Elternbeirats und des Vereins der Freunde und Förderer!

Dabei erwartete uns in mehrfacher Hinsicht ein doppeltes Glück, denn zu Gast waren an diesem Aprilscherz-Freitag tatsächlich gleich zwei hochkarätige Figuren der deutschen Literatur- und Kunstszene, nämlich Beststeller-Autor Volker Kutscher, der durch seine bis jetzt achtbändige Reihe rund um den Kriminalkommissar Gereon Rath (auch bekannt aus der Netflix-Serie „Babylon Berlin“) von sich reden gemacht hat, und die vor allem durch ihre Zeichnungen in der FAZ berühmte Illustratorin Kat Menschik.

Im Zentrum der Lesung stand ein kurzweiliger Einblick in das neueste Werk der beiden Autor*innen unter dem Titel „Mitte“, das im vergangenen Herbst beim Berliner Galiani-Verlag in der Reihe „Lieblingsbücher“ erschienen ist. Und um ein Lieblingsbuch handelt es sich hier tatsächlich. Extra für die Illustratorin Kat Menschik hat Volker Kutscher hier genauso wie im gemeinsamen Erstling „Moabit“ eine Nebenfigur des Rath-Kosmos‘ zum Leben erweckt. Wer sich für den Inhalt von „Mitte“ interessiert, der möge klicken.

Während Kutscher noch im Vorläufer-Bändchen die Lebensgeschichte von Charlotte Richter in den Blick nimmt und ihre dramatische Vorgeschichte erzählt, begegnet dem Publikum in „Mitte“ nun der Ziehsohn von Charlotte und Gereon Rath, Friedrich Thormann. So ungewöhnlich es ist, dass in unabhängigen Erzählungen Nebenfiguren einer Krimi-Reihe ein Eigenleben entwickeln, so erstaunlich ist es auch, wie es Kutscher und Menschik hier gelingt, einen völlig neuen und unvergleichlichen Stil zu erfinden. Einzig und allein in Briefen verfolgen die Leser*innen den 15-jährigen Fritze, der sich im Berlin der 1930er Jahre auf der Flucht vor der Gestapo befindet und im titelgebenden Stadtteil Mitte untertaucht. Dass ihm aber auch noch von ganz anderer Seite Gefahr droht, wird den Leser*innen fast schneller klar als dem jugendlichen Schreiber. Schriftstellerisch interessant ist die Erzählung gerade deshalb, weil ausschließlich Fritze selbst zu Wort kommt, indem er Briefe an Charlotte und seine Jugendfreundin Hannah schreibt. Obwohl die Antworten auf seine Texte fehlen, erschließt sich das Gesamtgeschehen beinahe ungesagt zwischen den Zeilen. Dieser Erzählkniff wird ergänzt von Menschiks Illustrationen, die nicht einfach nur Inhalte des Textes in Szene setzen, sondern darüber hinaus eine ganz eigene Ästhetik und Dynamik entwickeln. Durch dreifarbige Drucke werden zeitgenössische Aktenstapel, Schreibmaschinen und sogar Kaffeehaus-Tafeln zum Leben erweckt und laden das Auge zum Verweilen ein.

Unterhaltsam wie ihr Buch gestaltete sich auch der Auftritt des Duos. Neben Filmelementen, die die Arbeitsweise der Künstlerin illustrieren, und im Wechsel vorgetragenen Auszügen aus der Brieferzählung ließen Menschik und Kutscher auch Einblicke in ihre gemeinsame Arbeit zu und plauderten vor den insgesamt 300 Schülerinnen und Schülern ganz ungezwungen aus dem Nähkästchen. Die Fragen, die aus dem Publikum gestellt wurden, führten dazu, dass wirklich ein Dialog zwischen den Künstlern und ihren jugendlichen Zuhörer*innen entstehen konnte. Im Fokus standen dabei vor allem zwei Botschaften: Man muss im Leben Mut und Initiative zeigen, wenn man seine Ziele erreichen will. Und: Demokratie ist nichts Selbstverständliches, sondern wir müssen wie die Romanfiguren im Berlin der 1930er Jahre aktiv dafür arbeiten, sie uns zu erhalten.

Am Tag nach der Lesung ließ uns Kat Menschik per Mail noch etwas wissen: „Ich bin echt immer noch ganz beseelt und habe allen erzählt, wie toll die beiden Lesungen in Ihrer Schule waren. Wirklich, ganz zauberhafte Kinder haben Sie in Ihrer Schule! Ich bin sicher, dass sie gut durch ihre Abiprüfungen kommen werden!”

Während alle anderen Kinder in der Schule saßen und über ihren Aufgaben brüteten, fuhren wir Schüler*innen der Schülerzeitung für drei Tage auf ein Seminar nach Kloster Banz. Auf diesen spannenden Ausflug wurden wir von Frau Mack und Frau Holhut begleitet. Unsere Fähigkeiten haben wir mit einer Journalistin und einem Grafiker ausgebaut, indem wir wichtige Tipps und Tricks beim Schreiben und Gestalten von Artikeln erhielten.

Wie schreibt man so, dass es den Leser*innen interessiert? Wie gestaltet man eine Seite, damit sie der Leser*innen nicht überblättert? Wie geht ein Reporter vor? Darf man überhaupt alles schreiben und fotografieren, was man möchte? Diese Fragen und unzählige mehr standen an den drei Tagen im Mittelpunkt unserer Gruppe, die aus 16 Schüler*innen der Klassen 5-12 bestanden.

Einzelübungen wechselten sich mit Gruppenleistungen ab; Verantwortliche für Texte, Layout und Finanzen wurden bestimmt sowie über einen Zeitungsnamen diskutiert. Sehr wichtig waren natürlich auch die regelmäßigen Pausen, in denen die Klosterküche Frühstück und Mittagessen zauberte, die keine Wünsche offenließen. Auch zum Verweilen in der Lounge bei Kaffee und Tee wurde zweimal täglich eingeladen.

Viel zu schnell gingen die drei Tage vorbei und ein hoch motiviertes und äußerst arbeitswilliges Team trat den Heimweg an. Jetzt fiebern alle der ersten Ausgabe unsere Schülerzeitung entgegen. Doch bis dahin liegt noch ein bisschen Arbeit vor uns!