Was kann man für den Schutz von Boden, Wald, Wasser und Klima tun? Diese Frage beschäftigt die Umweltschützer*innen der Umwelt-AG nicht erst seit Schuljahresbeginn. Eine Möglichkeit ist der Pausenverkauf, den die Schüler*innen immer Mittwochs im Pausenhof durchführen. Dabei werden Collegeblöcke, Din A 4 Hefte und Din A 5 Vokabelhefte aus Recyclingpapier angeboten, um die Mitschüler zum Kauf der umweltfreundlichen Papierprodukte zu animieren. Der Verkauf läuft allerdings so schleppend, dass wir damit keine große Spende hätten machen können. Schließlich verlangen wir nur ein paar Cent mehr als der Einzelhandel.

Mit einer Spende unterstützt die Umwelt-AG den Bund Naturschutz. Kreisvorsitzender Anton Reinhardt (4.v.li.) dankt den Schüler*innen und den Lehrkräften Sabine Christof und Christian Häfner

Aber der Verkauf der weihnachtlich verzierten Schokoladentafeln von Gepa „Choco for Change“ ging wieder richtig gut. Pro Tafel verkaufter Schokolade werden 20 Cent an ein Klimaschutzprojekt gespendet, die „Kakaoproduzenten“ werden fair bezahlt und die „Schokoladenkonsumenten“ freuen sich auch. Den Erlös, immerhin 60€, übergab die Umwelt-AG vergangenen Mittwoch, 19.1.2022, dem Bund Naturschutz, in der Hoffnung, damit den Umweltschutz wieder ein Stück voranzubringen. Vielen Dank an alle Käufer und Verkäufer.

– Sabine Christof und Christian Häfner, Umwelt-AG

Über diesen Titel freuten sich am 20.01.22 vor allem die 14 SchülerInnen des gleichnamigen P-Seminars der Q12 unter der Leitung von StRin Miriam Tischer, die nach eineinhalb Jahren tatkräftigen Einsatzes, unter Coronabedingungen, ihre Arbeit mit einer gelungenen Abschlussveranstaltung abrunden konnten. Neben Umfragen innerhalb der Schulgemeinschaft, einer Autorenlesung mit Alicia Zett sowie einem Workshop mit der Autorin Olga Grjasnowa fanden auch Projekte innerhalb einzelner Klassen statt, die z.B. im Kunstunterricht durchgeführt wurden.

Das P-Seminar mit Katrin Müller (Koordinatorin von „Schule mit Courage“ für Oberfranken 1.v.l.), StRin Miriam Tischer (3.v.l.), MdB Emmi Zeulner (2.v.r.) und Schulleiter Tom Carl (1.v.r.) bei der Übergabe des Titels.

Schulleiter OStD Thomas Carl betonte in seiner Begrüßung, dass dieser Titel aber nicht als Preis, sondern als Auftrag zu verstehen sei. Die gesamte Schulgemeinschaft verpflichtet sich, gegen Rassismus und generell jede Form der Diskriminierung vorzugehen. Dazu gehört, dass man in alltäglichen Situationen Courage zeigt und, wie auch unsere Schulpatin Emmi Zeulner hervorhob, den Mut beweist, z. B. bei Mobbing oder auch nur Hänseleien einzuschreiten. Es müsse sich jede und jeder Einzelne immer wieder bewusst machen, dass wir eine vielfältige Gemeinschaft sind und zusammenhalten müssen. Die Bundestagsabgeordnete führte weiter aus, wie wichtig Toleranz sei. Dennoch müsse diese genau da aufhören, wo beispielsweise Grund- und Menschenrechte verletzt werden. Auch müsse es immer wieder wertgeschätzt werden, dass wir in einem demokratischen Staat leben, der zwar christlich geprägt ist, aber keine anderen Religionen und Weltanschauungen ausschließt.

Schulpatin MdB Emmi Zeulner mit Schüler*innen des P-Seminars.

Auch die zweite Schulpatin, die Autorin Olga Grjasnowa, betonte in ihrer Videobotschaft, dass Alltagsrassismus immer noch in unserer Gesellschaft zu finden sei und dankte den SchülerInnen, dass sie darauf aufmerksam machen und sich dagegen einsetzen.

Bevor die SchülerInnen des Seminars stellvertretend für die gesamte Schule das Schild „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und die zugehörige Urkunde in Empfang nehmen konnten, rief Katrin Müller, Koordinatorin des Netzwerkes für Oberfranken, nochmal alle anwesenden SchülerInnen dazu auf, den Auftrag und die Botschaft in die Klassen zu tragen, dass Rassismus und Diskriminierung an dieser Schule keinen Platz haben. Dazu wies sie auf vielfältige Möglichkeiten und Unterstützung seitens der Organisation hin, der mittlerweile mehr als 3000 Schulen in Deutschland angehören.

Der Festakt in der Aula des MGL während der Begrüßungsrede von Schulleiter Tom Carl. Erste Reihe von links: Katrin Müller (Koordinatorin von „Schule mit Courage“ für Oberfranken), erster Bürgermeister Andreas Hügerich, MdB Emmi Zeulner und Landrat Christian Meißner.

Nach einem musikalischen Abschluss durch Lehrkraft Felix Würke konnten die anwesenden Gäste die ausgestellten interreligiösen Symbole, die an einem 3D-Drucker erstellt wurden, sowie die Kunstwerke zum Thema „Alltagsrassismus“ begutachten.

Das MGL dankt neben den Schulpatinnen besonders Herrn Landrat Christian Meißner, Herrn Ersten Bürgermeister Andreas Hügerich sowie den Vertretern von Elternbeirat und Förderverein, die durch ihre Anwesenheit die Wichtigkeit des Themas unterstrichen und auch das Engagement der SchülerInnen gewürdigt haben.

„Ein Name ist nichts Geringes“, wusste schon Johann Wolfgang von Goethe Ende des 18. Jahrhunderts. Mit dem Namen begann auch der Workshop „kreatives Schreiben“, den die Autorin Olga Grjasnowa am 13.12.21 mit elf mutigen SchülerInnen des P-Seminars „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durchführte. Dabei ging es jedoch nicht nur um die Vorstellung der bekannten und preisgekrönten Autorin, die an der Wiener Universität für angewandte Kunst kreatives Schreiben lehrt, sondern ganz konkret um den Namen jedes einzelnen Seminarteilnehmers. Der erste Schreibauftrag hatte es bereits in sich. Schreibe in sieben Minuten etwas über Deinen Vornamen und erwähne alles, was Dir dazu einfällt, erfinde eine Geschichte, so die Vorgabe. Die sieben Minuten vergingen wir im Flug und brachten den Einen oder die Andere mächtig ins Schwitzen. Dass Olga Grjasnowa mit ihrer freundlichen und geduldigen Art darauf bestand, dass Jede/Jeder sein Ergebnis vorliest, trug nicht gerade zur Senkung des Stresspegels bei. Aber bereits die erste Runde zeigte das außergewöhnliche Einfühlungsvermögen der Autorin, die jeden Text auf seine Perspektive hin analysierte und dabei den SchülerInnen unbemerkt einen Crashkurs in Sachen Erzählhaltung, Figuren und Erzählperspektive gab. Dabei wurden die Vielschichtigkeit der Texte und auch feine Unterschiede in deren Gestaltung sichtbar.

Auf diese erste Aufgabe folgten weitere fünf Aufträge, die jeweils zum Ziel hatten, den Grundtext zu variieren. Die Anforderungen an die SeminarteilnehmerInnen wuchsen. So musste zunächst mehrfach die Erzählperspektive gewechselt werden. Im Anschluss daran wurde der Basistext durch weitere Figuren ergänzt. Zwischen den Arbeitsschritten erfolgte stets ein Austausch mit der Autorin, die mit großer Aufmerksamkeit und Liebe zum Detail die SchülerInnen zu einer optimalen Version ihres Geschriebenen führte. Dabei ging es jedoch nie um eine Verbesserung im Sinne der Richtigkeit, sondern lediglich darum, eigene Potenziale zu entdecken und Hemmschwellen zu überwinden. Dabei stand immer wieder die Bedeutung eines Namens im Mittelpunkt sowie die Perspektive, aus der ein literarischer Text verfasst wird. Wie wirkt ein Text ohne Namen? Warum erscheinen uns die Figuren plastischer und menschlicher, wenn wir ihnen einen Namen geben?

Nebenbei gab die Autorin Einblicke in ihre Arbeit. Mehrere Wochen und Monate schreibt sie Passagen ihrer Romane, bis sie sich sicher ist, aus welcher Perspektive sie erzählen will und kann. Die Charaktere entwickeln ein Eigenleben, dass die Autorin zum Überarbeiten oder auch Umdenken zwingen kann.

Um 14.45 Uhr gingen zwei herausfordernde, lehrreiche, unterhaltsame und in jeder Hinsicht inspirierende Stunden zu Ende. Wir danken Olga Grjasnowa ganz herzlich für den wirklich tollen Einblick in kreatives Schreiben und freuen uns, dass sie uns als eine der Patinnen für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zur Seite steht.

Wir sind überglücklich, dass es nach dem letzten Jahr ohne SMV dieses Jahr wieder richtig losgehen kann und die Schülermitverantwortung zahlreiche neue und auch alte Mitglieder hat. Trotz der aktuell wieder verschärften Situation sind wir weiterhin optimistisch, dass es dieses Schuljahr wieder möglich sein wird, verschiedene Aktionen für alle Jahrgänge umzusetzen.

An der ersten Versammlung der SMV, am Donnerstag, den 02.12.21, haben die über 60 SchülerInnen, die in der Aula versammelt waren, schon vielfältige Ideen eingebracht, die anschließend von den SchülersprecherInnen und Verbindungslehrerinnen ausgewertet wurden.

Man darf also gespannt bleiben, welche Aktionen auf die Schulfamilie in diesem oder auch nächsten Halbjahr zukommen. Wir sind uns sicher, dass es ein aufregendes und spannendes Jahr wird!

Für die SMV: Marcel Spath

Ihr kennt doch bestimmt alle die Aktion Weihnachten im Schuhkarton! Wir wollten mehr darüber erfahren und befragten den ehrenamtlichen Helfer Christian Backert, als er an einem Donnerstag, Ende November, zu uns ans MGL kam, um eine ganze Menge bunter Weihnachtspäckchen abzuholen. Seit 2008 hilft Herr Backert bei dieser Aktion mit und war von 2017 bis 2019 sogar selbst beim Überbringen im Osten Europas dabei. Obwohl die Fahrt dorthin ca. 36h dauert, werden die Geschenke persönlich in Krankenhäuser, Kitas und Waisenhäuser geliefert.

Jährlich werden ca. 50 volle LKWS mit rund 170.000 Geschenken nach Rumänien, Bulgarien und Moldawien gefahren. Herr Backert berichtet: „Es ist natürlich toll, Kindern etwas zu geben, die nichts haben. Ich habe ja auch zwei Kinder und bei dieser Aktion fällt mir auf, dass wir wirklich fast alles im Überfluss haben und gar nicht wissen, wie es ist, fast nichts zu besitzen.“ Aber wie kam die Aktion an unsere Schule? Die treibende Kraft war Frau Holhut. Wie bereits letztes Jahr nahm sie Kontakt zu Herrn Backert auf und fragte kurzerhand unseren Schulleiter, Herrn Carl, ob wir als Schule bei der Aktion wieder mitmachen könnten.

Er stimmte sofort zu und zwar aus folgenden Gründen: Er sagte, dass wir in einer Gegend leben, wo es uns gut gehe und wir anderen Leuten helfen könnten. Man könne die Päckchen adressieren und einfach und persönlich befüllen. Außerdem freut Herr Carl sich darüber, dass so viele Schüler freiwillig etwas von ihren Sachen an andere Kinder abgeben; das zeige das soziale Potenzial an unserer Schule.

Und so kam die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ans MGL. Auch dieses Jahr wurden ca. 240 Päckchen von Schülerinnen und Schülern gesammelt.

Ein herzlicher Dank an alle und eine fröhliche Vorweihnachtszeit!

– Lena Schwab und Xenia Geiger

„Fahren wir am Montag wirklich ins Theater? Meine Privatkarten sind schon storniert!“ Solche und ähnliche Befürchtungen begleiteten die letzten Tage vor der Theaterfahrt der 5. Klasse nach Coburg. Doch wir hatten Glück: Nur für uns spielte das Ensemble das Weihnachtsstück „Der kleine Lord“ als Vormittagsvorstellung ohne Pause.

Zwar mussten wir mit viel Abstand sitzen, sodass wir über das ganze große Haus des Landestheaters verteilt waren, aber trotzdem kam ein bisschen Weihnachtsstimmung auf, als Lilian Prent als kleiner Lord Cedric voller Elan über die Bühne fegte. Abwechslungsreich und mit vielen atmosphärischen Liedern gestaltet vergingen die 80 Minuten wie im Flug.

Die Geschichte des hartherzigen Großvaters (grandios gespielt von Thomas Straus), der durch seinen charakterstarken Enkel seine Lebensfreude wiederfindet und so ein besserer Mensch wird, bewegte die Gemüter. Auch die Kulisse, wie immer mehrteilig auf der Drehbühne installiert, begeisterte uns mit liebevollen Details. Schön, dass wenigstens ein bisschen Normalität in der Vorweihnachtszeit möglich war!

Ein herzlicher Dank geht auch an den Verein der Freunde und Förderer des Meranier-Gymnasiums, der die Fahrt bezuschusst hat.

509 Schulen in Bayern erhalten für ihren Einsatz im vergangenen Schuljahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/ Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Der bayerische Naturschutzverband LBV, Umweltminister Thorsten Glauber und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo beglückwünschen die prämierten Schulen, die diesen Titel nun ein Jahr lang tragen werden.

Die diesjährige Auszeichnung wird an Schulen vergeben, die sich im Schuljahr 2020/21 in zwei Handlungsfeldern für Umwelt und Nachhaltigkeit eingesetzt und durch konkrete Maßnahmen innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft Schritt für Schritt in Richtung Nachhaltigkeit entwickelt haben.

Bei der MGL-Umweltschutz-Challenge während der Schulschließung war auf jeden Fall die ganze Schulfamilie aufgefordert, „konkrete Maßnahmen“ umzusetzen: Man sollte ein aussagekräftiges Foto knipsen, wie man etwas „Umweltfreundliches“ macht, dieses Foto dann auf Teams hochladen und kurz beschreiben, was man durchgeführt hat und warum das gut für die Umwelt ist. Unter allen Teilnehmern wurden 100 umweltfreundliche Preise (gestiftet vom Elternbeirat und vom Verein der Freunde und Förderer, vielen Dank dafür!) vergeben. In über 200 Beiträgen zeigten die MGLer, dass sie zum Beispiel lieber das Fahrrad benutzen, als sich mit dem Auto fahren zu lassen, dass sie regionale Lebensmittel einkaufen oder Hefte aus Recyclingpapier verwenden.

Ein weiteres Handlungsfeld der Umwelt-AG des MGL war und ist: Müll. Weil coronabedingt gleich zu Schuljahresbeginn kaum noch gemeinsame Treffen in der Schule möglich waren, sammelten engagierte Schüler/innen einfach den Müll entlang des Radwegs nach Oberwallenstadt. Und wir erreichten, dass endlich auch das Lehrerzimmer Sammelbehälter zur Mülltrennung bekam. Auch der Pausenverkauf konnte, so lange die Schule noch offen war, einmal die Woche im Pausenhof durchgeführt werden. Wir verkauften Hefte und Blöcke aus Recyclingpapier und vor allem Schokolade, deren Erlös Baumpflanzprojekte unterstützt. Das Geld wurde an den Bund Naturschutz gespendet.

Dieses Engagement überzeugte die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung.

Deshalb freuen wir uns sehr, dass sich das MGL auch das zweite Jahr in Folge „Umweltschule in Europa“ nennen darf, und verstehen die Auszeichnung als Verpflichtung und Ansporn, uns weiter zu engagieren (siehe „Müll“!). Vielen Dank an die Schulleitung für die Unterstützung und vor allem an alle „ehemaligen“ und aktiven Mitglieder der Umwelt-AG: Ihr seid Umweltschule! – Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen!

– Sabine Christof und Christian Häfner, Leiter der Umwelt-AG

Der diesjährige Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am 26.11.21 fand unter leicht veränderten Bedingungen statt, doch Lisa Bernard (6c; hinten links), Matti Schleupner (6d, hinten Mitte), Lorena Seifarth (6b, hinten rechts), Julia Zipfel (6e, vorne links) und Lucy Biskupski (6a, vorne rechts) ließen sich davon nicht beeindrucken und zeigten beim Fremdtext und dem selbstgewählten Textausschnitt alle eine beeindruckende Leseleistung. Schulsiegerin wurde Lucy Biskupski – herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Kreisentscheid!

Gerade im Zeitalter von Krisen wie zum Beispiel Corona und COVID-19 wird die Wichtigkeit von wahrheitsgetreuen Nachrichten und geprüften Informationen immer deutlicher. Jeden Tag erscheinen weltweit Millionen neuer Videos, Artikel und Posts im Internet. Doch woher soll man wissen: Stimmt das wirklich, was da zu sehen und zu lesen ist? Oder ist alles nur Fake?

Das Internet wurde mal als das demokratischste Medium gefeiert. Jeder kann gleichberechtigt Sachen posten, kommentieren, weiter teilen. Doch immer mehr Nachrichten im Internet – Artikel, Bilder oder Videos – sind gefälscht und manipuliert. Trotzdem werden sie häufig völlig unkritisch aufgenommen und millionenfach weiterverbreitet. Zum einen weil es die technischen Fortschritte in der Bildbearbeitung fast unmöglich machen, Veränderungen überhaupt zu erkennen. Zum anderen weil vielen Nutzern die Kriterien fehlen, zwischen seriösen und unseriösen Quellen zu unterscheiden und die Glaubwürdigkeit einer Nachricht zu beurteilen.

Doch das ist gefährlich! Fakes, also gefälschte Informationen, sollen nicht nur die mediale Aufmerksamkeit in Form von Klicks und Likes nach oben treiben. Sie sollen der Meinungsmache dienen, sind meist politisch motiviert, dienen dem persönlichen Interesse oder es steckt eine kriminelle Absicht hinter ihnen. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, Fake News von geprüften Nachrichten zu unterscheiden. In dem Workshop „7+1 Profi-Tipps, mit denen man Fakes entlarven kann“ beschäftigten sich die SchülerInnen des Medienkundekurses und des P-Seminars Informatik am 18.11.2021 ausführlich mit der Thematik. Die SchülerInnen erarbeiteten sich spielerisch bei einem „Pubquiz“ die Tipps zur Entlarvung von Fake News.

Der zweite Workshop an dem Tag beschäftigte sich mit „KI und Bots im Netz: Wie Manipulation ohne menschliche Intelligenz funktioniert“. Hier erfuhren die SchülerInnen wie Meinungssuche im Internet funktioniert. Ein Bot – das klingt nach Roboter. Schnell erkannten die SchülerInnen das dies nur halb stimmt, da ein Bot eine Software ist, die zum Beispiel auf Twitter oder Facebook aktiv ist und Beiträge postet um Stimmung zu machen – zum Beispiel für politische Kandidaten. Von einem Social Bot spricht man, wenn dabei so getan wird, als stecke hinter dem Account eine echte Person. Social Bots haben dann oft Profilbilder von jungen hübschen Menschen und versuchen zum Beispiel auf Facebook, mit echten Personen befreundet zu sein. Die Wirkung von Bots entsteht vor allem durch die schiere Masse von Accounts, denn wenn man einen Bot programmieren kann, dann kann man auch tausende programmieren.

Nach diesen zwei sehr interessanten und informativen Workshops gehen die SchülerInnen mit noch mehr Medienkompetenz aus dem Klassenzimmer und haben viele Ideen für die Entwicklung eigener neuer Präventionsprojekte für unsere jüngeren Schüler sammeln können.

Schon die Anreise war ein Abenteuer: Mit Bahn, agilis und Bus erreichte der Kurs Geologie der Q12 zusammen mit StRin Christina Weisenseel-Wiesen und OStR Sebastian Schyma nach drei Stunden die erste Station der Exkursion: Das Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld.

Hier verschafften sich die Schüler*innen einen ersten Überblick über den Formenschatz des Karsts und bewunderten die geologische Sammlung. Anschließend ging es mit dem letzten(!) Bus ins Schullandheim Pottenstein. Der folgende Buß-und Bettag stand ganz unter dem Zeichen einer ausgedehnten Geländebegehung. Nach einer kurzen Busfahrt folgte der Aufstieg zur Binghöhle und deren Besichtigung. „Wie viele Zentimeter wächst der Tropfstein im Jahr? Nur 0,25? Krass!“ Die Begeisterung war allen Teilnehmer*innen ins Gesicht geschrieben.

Auch das Erlebnis absoluter Dunkelheit wird sicherlich im Gedächtnis bleiben. Die Besonderheiten der Region über der Erde stellten anschließend den Kerninhalt der Wanderung dar. Über die Wedenbachklamm mit ihren Sinterterrassen und die Muschelquelle ging es von Streitberg aus auf dem Höhenweg nach Muggendorf. Die Ausmaße des Wiesentriffs konnten sich alle Teilnehmer*innen nach mehreren zum Teil steilen Anstiegen gut vorstellen. Als Lohn boten sich herrliche Ausblicke über das Wiesenttal.

Erschöpft und um einige Erfahrungen reicher endete die Exkursion mit einer recht ruhigen Heimreise – so manche*r hatte im Zug dann doch das Bedürfnis, die Augen zu schließen.

Mikroplastik-Treibnetz statt Enterhaken, Stöcke statt Säbel, Schnur statt Tau, Eimer statt Schatztruhen, Fernglas statt Fernrohr, Tablet mit Strömungsmessgerät statt Schatzkarte, und Bollerwagen statt Kanone – so ausgestattet zogen die “Plastic Pirates” der Umwelt-AG des Meranier-Gymnasiums am 20.10.2021, zusammen mit ihrer Kapitänin Sabine Christof und Steuermann Christian Häfner, zum Main in den Kampf, gegen Gewässerverschmutzung und Mikroplastik.

Die Schülerinnen und Schüler erhoben stichprobenartige, wissenschaftliche Daten zur Müllverunreinigung des Mains und seines Ufers. Mit großem Engagement enterten die jugendlichen Plastik-Piraten den Ufer-Bereich des Flusses, steckten sogenannte Transekte und Untersuchungsbereiche ab, überprüften diese nach dem Vorhandensein von Müll, sammelten, sortierten, wogen und dokumentierten diesen. Die identifizierten Abfallarten wurden dann auf einer digitalen Landkarte veröffentlicht und helfen der Wissenschaft im Anschluss, bestehende Forschungslücken zum Vorkommen von Plastikmüllarten nach und nach zu schließen. Der Kampf gegen Plastikmüllverschmutzung, für saubere Gewässer und der Schutz natürlicher Ressourcen für zukünftige Generationen in einem vereinten Europa beginnt vor Ort, auch hier in Lichtenfels.

„Plastic Pirates – Go Europe!“ ist eine länderübergreifende Citizen-Science-Aktion der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsministerien Deutschlands, Portugals und Sloweniens und findet im Rahmen ihrer Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung und den Schutz von Flüssen als natürliche Ressourcen zu stärken und den Mehrwert internationaler Forschungszusammenarbeit hervorzuheben.

Die Aktion ruft Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren dazu auf, sich mit dem Thema Plastikmüll in der Umwelt – insbesondere in und an Gewässern unterschiedlicher Art – auseinanderzusetzen.

– Die Umwelt-AG