Am 26. und 27.10.2022 fand in Rödental ein Seminar statt, das zum Ziel hatte, Schüler*innen zu sogenannten „Courage Coaches“ auszubilden. Jede oberfränkische Schule, die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ führt, durfte dazu zwei Schüler*innen zur Fortbildung entsenden. Das Meranier-Gymnasium, das seit diesem Jahr eine eigene AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat, wurde von Hai Long Le und Erkim Dogan (beide Q12) vertreten.

Im Bild sehen Sie die beiden Courage-Coaches Hai Long (links) und Erkim (rechts), zusammen mit Ihren Mitstreitern, umrahmt von AG-Leiterin Miriam Tischer und Schulleiter Tom Carl.

Im Laufe des Seminars wurde viel über verschiedenste Diskriminierungsvarianten aufgeklärt. Darüber hinaus thematisierten die Teilnehmer*innen auch, wie dagegen im Schulalltag vorgegangen werden kann. Vielfältige kreative Methoden wurden gezeigt und angewendet. Es gab interaktive Projekte und Rollenspiele, Filme, Group-Bonding-Aktivitäten, Kahoot-Quiz und Aktivierungsspiele, wie „das kotzende Känguru“. Jede und jeder wurde mit einbezogen und dazu motiviert, sich aktiv zu beteiligen. Zwischen den Programmpunkten bestand in den Pausen die Möglichkeit, an einem gemeinsamen Essen teilzunehmen, bei welchem Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft werden konnten.

Zum Abschluss des Courage-Coachings stand die eigenständige Planung eines Workshops für Schulklassen an. Die Schüler*innen der verschiedenen Schulen teilten sich, unter der Leitung von Koordinatorin Kathrin Müller, in Gruppen auf und entwickelten erste Entwürfe für ein Antidiskriminierungsprojekt.

Unsere zwei offiziellen Courage-Coaches arbeiten nun fleißig an verschiedensten Projekten im Rahmen der „Schule mit Courage Schule ohne Rassismus“ – AG und geben als Multiplikatoren ihre Erfahrungen weiter. Ziel ist es, ein Präventionsprogramm zu entwickeln, mit dem die AG-Schüler*innen in Schulklassen gehen, um über Rassismus und Diskriminierung aufzuklären und damit die Schule zu einem noch angenehmeren Lebensort für alle zu machen.

Drei nicht alltägliche Schulvormittage absolvierten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Meranier-Gymnasiums im November dieses Schuljahres. Unter der Federführung der Umweltstation Weismain in Person von Jennifer Thiem und in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg-Kulmbach (AELF) konnten die Jugendlichen Klimawandel und Umweltschutz am Beispiel des heimischen Waldes in einem fächerübergreifenden Projekt vor Ort erleben und wurden zum eigenständigen Handeln für den Klima- und Naturschutz angeregt. Nach einem theoretischen Teil am ersten Tag, an dem die TeilnehmerInnen ihr Wissen über das Ökosystem Wald auffrischten und aktuelle Informationen über den Zustand des Waldes erhielten, begaben sich die SchülerInnen zusammen mit der Projektleiterin und einer Biologielehrkraft zum Wald „An der Friedenslinde“, wo sie bereits von Förster Florian Schulte (AELF) erwartet wurden. In Kleingruppen bewerteten die 10. KlässlerInnen den Zustand des Waldes vor Ort, suchten nach sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels und erfuhren vom Förster, welche Maßnahmen zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Ökosystems ergriffen werden.

Am nächsten Tag eigneten sich die SchülerInnen notwendiges „Waldvokabular“ an, um ihre Ergebnisse des Vortages in englischer Sprache präsentieren zu können. Anschließend ging es wieder in den Wald. Diesmal wurden Jennifer Thiem, Helmut Schulte (AELF) und die SchülerInnen von Mitarbeitern der Bayerischen Staatsforsten unterstützt, als es darum ging, die Jugendlichen anzuleiten, eine Brachfläche – dessen Bäume dem Borkenkäfer zu Opfer gefallen waren – wieder aufzuforsten. Im Sinne nachhaltiger Forstwirtschaft wurden Rotbuchen und Lärchen gepflanzt, in der Hoffnung, dass ein klimastabiler Mischwald gegen die kommenden klimatischen Veränderungen gewappnet ist.

Begleitet wurde eine Klasse dabei von einem Kamera-Team des Bayerischen Rundfunks. Der Beitrag ist in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks einsehbar (14:08 – 17:02).

Der letzte Projekttag begann sportlich. Zügigen Schrittes begaben sich die Jugendlichen im frühen Morgen in den Wald und erlebten so den psychischen und physischen Erholungswert des Waldes. Vor Ort überlegten die 10. KlässlerInnen, welches Konfliktpotential die Waldnutzung verschiedener Interessengruppen birgt und welche Regeln und Gesetze bei der Freizeitnutzung des Waldes gelten und einzuhalten sind. So wurden sie für ein rücksichtsvolles Verhalten in der Natur sensibilisiert.

Zurück in der Schule vervollständigten die SchülerInnen ihre „persönliche Botschaft“, in der die in den letzten Tagen gewonnen Erkenntnisse mündeten. Dabei zeigten sie sich äußerst kreativ. Zeichnungen, Collagen und Videobotschaften wurden abschließend im Plenum präsentiert. Das Meranier-Gymnasium bedankt sich bei allen am Projekt Beteiligten für die geleistete Arbeit.

Auch die zweite Aktion der Umwelt-AG wurde gut besucht: insgesamt 23 SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 5-8 kamen in den Chemiesaal zum Kinonachmittag. Wir schauten den preisgekrönten Dokumentarfilm „The Clean Bin Project“: Für ein Jahr messen sich Jen und Grant auf komödiantische Weise dabei, wer dem Konsum am besten abschwören kann und die geringste Menge an Müll produziert. Ihr unbeschwerter Wettbewerb zeigt auf ernüchternde Weise die Abfallprobleme in unserer Wegwerfgesellschaft auf.

Obwohl die ganze Umweltproblematik den meisten von uns bekannt sein dürfte, versuchen die Wenigsten ihre Lebensweise zu ändern. Wahrscheinlich sind wir einfach überfordert mit der Größe der Aufgabe. Da könnte der Tipp, der am Ende des Films dem Zuschauer mit auf den Weg gegeben wird, ein Anfang sein: Ändere erst mal eine Sache! Und dann noch eine und dann noch eine …

Ob nun Jen oder Grant weniger Müll produziert hat, wird hier natürlich nicht verraten. Aber eines ist klar: Auch bei unserem Kinonachmittag ist fast kein Müll entstanden, denn alle SchülerInnen haben fleißig geholfen, das komplette Popcorn zu vertilgen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Aktion der Umwelt-AG!

– Frau Pülz und Frau Christof

Kennen Sie es, dass man in bestimmten Situationen froh ist, nicht in der Haut eines anderen zu stecken?

Die vier Klassensieger: Valentin Gast (6c), Emilia Lang (6a), Marlene Lachner (6b) und Julian Bergmann (6d).

Genau dies ging heute, am bundesweiten Vorlesetag, wahrscheinlich vielen Zuschauern so, als die Jury den/die diesjährige/n Schulsieger/in küren durfte, gab es doch ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Finalisten Emilia Lang (6a), Marlene Lachner (6b), Valentin Gast (6c) und Julian Bergmann (6d). Sowohl der Fremdtext aus Cornelia Funkes „Tintenherz“, als auch die eigenen Beiträge der Klassensieger/innen zeigten die Klasse und das Können jedes/r Einzelnen, so dass die Entscheidung der Jury denkbar knapp ausfiel.

Doch nur Eine/r kann gewinnen: Der Sieg ging an Emilia Lang, die das Meranier-Gymnasium beim Bezirksentscheid vertreten darf.

Die Schulsiegerin Emilia Lang (6a) in Aktion.

Herzlichen Glückwunsch an die Schulsiegerin und vielen Dank an alle Finalisten, welche den heutigen Vorlesetag durch ihr Können bereichert haben!

Vom 9. bis zum 11.11. beschäftigten sich die Jahrgangsstufen 5 bis 7 im Rahmen des Projekts „Gemeinsam Klasse sein“ mit dem Thema Mobbing. Einen kleinen Ausschnitt aus dem Projekt kann man dem Bericht der Klasse 5d entnehmen:

Wir sind gemeinsam Klasse! – ein Bericht der Klasse 5d

Am ersten Tag (Mittwoch) beschrifteten wir zunächst eine Wäscheklammer mit unserem Namen und hängten sie an unser „Stimmungsbarometer“. Danach füllten wir einen Fragebogen zum Klassenklima aus. Anschließend schauten wir uns einen Film zum Thema „Mobbing“ an, in dem es um Anna ging, die von Vincent und Paul gemobbt wurde. Diesen Film besprachen wir dann und machten dazu auch noch Rollenspiele.

Am Donnerstag überlegten wir, was Konflikt und Mobbing unterscheidet. Dazu mussten wir uns an einer Skala auf dem Boden aufstellen. Und wir überlegten, was wir tun können, wenn jemand gemobbt wird. Das probierten wir auch in Rollenspielen aus. Außerdem gestalteten wir in Gruppen Plakate zu dem Thema „Das finde ich gut an meiner Klassengemeinschaft“.

Am Freitag kamen in den ersten drei Stunden die Medienscouts und erklärten uns, wie man mit Messenger-Diensten umgeht. Wir schrieben auch noch auf, was wir uns zum Wohle der Klassengemeinschaft vornehmen, z.B. „Ich beleidige niemanden“ oder „Ich achte darauf, wie es anderen geht“. Die Zettel klebten wir dann auf ein gemeinsames Plakat. Und zum Abschluss spielten wir noch „Tower of power“ (ein Spiel, das den Zusammenhalt stärkt), das hat uns sehr gefallen.

Auch viele andere Sachen haben uns gut gefallen: Wir durften kreativ sein und wir haben viele Spiele gespielt. Außerdem haben wir (meistens gut) zusammengearbeitet, auch wenn es dabei (z.B. beim Tower of power) etwas laut wurde.

Schultänze, Sportveranstaltungen, und andere SMV-Aktivitäten. Für viele am MGL nur noch Erinnerungen im Kopf. Die letzten zwei Schuljahre hat uns Corona solche Aktionen größtenteils unmöglich gemacht, woran die SMV des MGLs sehr gelitten hat. Doch dieses Schuljahr 2022/23 haben wir, die SMV, es uns als Ziel gesetzt, das Schulleben am MGL wieder richtig aufleben zu lassen. Vor allem wollen wir auch diejenigen, die erst während der Pandemie zu unserer Schule gekommen sind, spüren lassen, was es heißt ein Teil des MGLs zu sein.

Planungen beim diesjährigen SMV- Seminarim JUZ-Lichtenfels

Wie jedes Jahr hat sich die SMV zu Beginn dieses Schuljahres an zwei Tagen getroffen, um unter anderem schon die ersten Aktionen und Veranstaltungen für dieses Schuljahr zu planen. Unter der Anleitung von den SMV-Lehrkräften Herrn Mahr und Frau Kuscher wurden kleinere Aktionsgruppen gebildet, die sich entweder um eine spezielle Großaktion oder um mehrere kleineren Aktionen kümmern. Mit diesen Aktionsgruppen wollen wir die Kommunikation und Struktur innerhalb der SMV vereinfachen.

Vor einigen Jahren schon einmal vorhanden, allerdings durch Corona vergessen, sind wir dieses Jahr wieder dabei eine Mini-SMV aufzubauen, die sich an motivierte Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe richtet, welche das Schulleben an unserer Schule aktiv mitgestalten möchten. Neben dem ersten Planen von verschiedenen Aktionen soll natürlich auch das soziale Miteinander nicht zu kurz kommen und so können sich Interessierte an der Mini-SMV auch auf Weihnachtsfeiern, Spielenachmittage, etc. freuen. Gerade durch Corona leidet die aktuelle SMV auch unter einer Art “Überalterung”, wodurch es uns wichtiger denn je ist, jüngere Mitglieder für die nächsten Jahre zu gewinnen.

Die SMV des Schuljahres 2022/23

Egal ob du gerne Events planst, Gruppen anleitest, oder bei Veranstaltungen vor Ort hilfst – bei der SMV ist Platz für alle! Bei Interesse meldet euch gerne bei den SMV-Lehrkräften oder Schülersprecher*innen. Wir freuen uns schon unglaublich auf dieses Schuljahr und hoffen einige von euch schon bald in der SMV begrüßen zu dürfen.

– Sara Reich, Schülersprecherin

Exkursion des Kombikurses Französisch nach Bamberg zur Cinéfête

Wie fühlt es sich an, wenn man als Mädchen im Körper eines Jungen geboren wurde und deshalb überall aneckt? Wenn man dann auch noch deutlich gezeigt bekommt, wie sehr einen der eigene Vater ablehnt und verachtet, kann das zu einer tiefen Sinnkrise führen.

Die Hauptfigur Lionel, die sich selbst als Frau wahrnimmt und deshalb Lola nennt, sieht sich im Familiendrama „Lola vers la mer“ gleich mit mehreren existentiellen Problemen konfrontiert: Kurz vor ihrer finalen Geschlechtsumwandlung vom Jungen zum Mädchen stirbt die Mutter an Krebs und dem Vater wäre es am liebsten, erst gar nicht mehr mit dem eigenen Kind konfrontiert zu werden, zu dem schon länger kein Kontakt mehr besteht. Dennoch machen sich Lola und ihr Vater gemeinsam auf den Weg, um die Asche der Mutter im Meer zu verstreuen. Dabei geraten die beiden in einige handfeste Konflikte und sind gezwungen, sich mit den Werthaltungen und Lebenseinstellungen der anderen Generation auseinanderzusetzen. Den Anderen so zu respektieren, wie er ist, auch wenn er nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, ist die zentrale Botschaft von „Lola vers la mer“.

Der Film über die Transgender-Thematik ist Teil des Programms zum diesjährigen Festival Cinéfête, zu dem das Bamberger Lichtspiel- und Odeon-Kino in Zusammenarbeit mit dem Institut Français im Herbst eingeladen hatte. Extra für die rund 28 Französischlernenden unserer Oberstufe (Q11 und Q12) wurde am Nachmittag des 25. Oktober der Kinosaal in der Luitpoldstraße für eine Sondervorstellung in französischer Sprache mit Untertiteln geöffnet.

Die Konfrontation mit diesem durchaus speziellen Thema empfanden alle als interessant, auch wenn es natürlich ganz schön anspruchsvoll und fordernd war, 90 Minuten Film in der Fremdsprache aushalten zu müssen. Vor allem die Unterschiede dieses belgischen Kinofilms zu amerikanischen Blockbustern stachen ins Auge und eröffnen vielleicht für den ein oder die andere neue Sehgewohnheiten jenseits des Mainstreams.

Klimakoffer am Meranier-Gymnasium / Experimente zur Erderwärmung / Unterstützung durch den Förderverein der Schule

Mit Experimenten aus dem Klimakoffer können die Schülerinnen und Schüler des Meranier-Gymnasiums verstehen, wie der Klimawandel funktioniert. Physiklehrer Hannes Mann freut sich über den ersten von zwei Koffern. „Mit einem einfachen Aufbau lässt sich schnell zeigen, was gerade passiert“, sagt er und baut nebenher eine normale Lampe und zwei Thermometer auf. Der Albedo-Effekt soll zeigen, wie sich die Erwärmung selbst beschleunigt. „Eine weiße Oberfläche wie der Schnee auf Bergzügen oder den Polkappen reflektiert die Sonne. Ist der Schnee erst einmal geschmolzen, liegt darunter dunkler Fels, der die Sonnenstrahlung geradezu aufsaugt und die Wärme speichert“, erklärt er. In wenigen Minuten zeigt das Thermometer unter der weißen Pappe 28 Grad an. Direkt daneben misst das zweite Thermometer unter einer schwarzen Pappe bereits 38 Grad – bei gleicher Lichteinstrahlung.

Im Meranier-Gymnasium gibt es jetzt den ersten Klimakoffer. Physiklehrer Hannes Mann zeigt, welche Experimente zur Erderwärmung damit möglich sind. Hier ist der Aufbau für den Albedo-Effekt zu sehen. Foto: Tim Birkner

Mann ist Multiplikator für den Klimakoffer in ganz Oberfranken. Er zeigt den Lehrerinnen und Lehrern, wie sie ihn verwenden können – und das sind nicht nur die Physiklehrer. „Natürlich betrifft es auch die Geographie mit den Ursachen und Folgen der Verschiebung der Klimazonen. Aber auch in Religion kann das Thema sein, zum Beispiel, indem über Ideal und Realität im Umgang des Menschen mit seiner Mitwelt geredet wird“, sagt Mann. Auch in Sozialkunde, Deutsch, Kunst oder Englisch stehen Themen im Lehrplan, für die der Klimakoffer benutzt werden kann.

Möglich gemacht haben das die Sparkassenstiftung und der Förderverein der Schule. „Wir wollen die Lehrerinnen und Lehrer darin unterstützen, fächer- und jahrgangsübergreifend zu arbeiten. Für die Schülerinnen und Schüler wird Physik plötzlich anschaulich“, sagt Tim Birkner, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer. Es sei auch eine Verbindung zwischen der Schule und dem ganz normalen Alltag und Umwelt.

Zwölf unterschiedliche Stationen sind in den Klimakoffer gepackt. „Wir können auch CO₂ herstellen und nachweisen, wie das unmittelbar zu einem Temperaturanstieg in der Atmosphäre führt“, sagt Mann. Für Birkner ist der Klimakoffer eines von vielen Projekten, die der Förderverein unterstützt. „Wir können das nur, weil 300 Mitglieder uns mit ihrem jährlichen Mitgliedsbeitrag unterstützen. Viele sind seit Jahren, manche seit Jahrzehnten dabei. Egal ob Schach, Schulsanitäter, Bigband oder Theater: Diese Beiträge helfen, die Schule über den Lehrplan hinaus attraktiv zu gestalten.“ Die nächste Mitgliederversammlung des Vereins findet am 24. November um 19 Uhr in der Aula der Schule statt. „Der Förderverein gehört zu unserer Schulfamilie. Viele Projekte von engagierten Lehrkräften wären ohne die Unterstützung von außen nicht oder nur ungleich schwerer möglich“, freut sich Schulleiter Thomas Carl.

Passend zu den Unterrichtsthemen Globalisierung und Entwicklung unternahm der Geographiekurs 2geo1 der 12. Jahrgangsstufe am 21.10.22 eine Exkursion nach Nürnberg. Aufgeteilt in zwei Gruppen erhielten die Jugendlichen eine konsumkritische Stadtführung, die vom Weltladen „Fenster zur Welt“ angeboten wurde.

Herr Schnitzlein führte seine Gruppe zuerst zur Straße der Menschenrechte. Zwischen den Säulen dieses beeindruckenden Kunstwerks erfuhren wir, dass die Menschenrechte auch heute noch in vielen Staaten der Erde massiv verletzt werden. Bei der nächsten Station lasen die Schüler eine Geschichte vor, was alles fehlen würde, wenn die in „Entwicklungsländern“ hergestellten Produkte aus unserem Leben verschwinden würden (Pullover, Kaffee, Wasserhahn…) Dabei wurde den meisten erstmals bewusst, wie abhängig jeder von ihnen von solchen Waren ist.

Die Gruppe mit Herrn Schnitzlein in der Fußgängerzone

Im Anschluss daran wurde die Textilindustrie etwas näher beleuchtet. Um herauszufinden, wo die Kleidung herkommt, die in Läden wie H&M, ZARA und adidas zum Kauf angeboten wird, sollten die SchülerInnen zu zweit oder dritt je ein billiges und ein teures Produkt einer Marke suchen und das Etikett fotografieren. Die Herstellungsländer markierten sie auf einer Weltkarte und stellten fest, dass ein Großteil der Textilien, sowohl die billigen als auch die teuren, in Ländern wie Bangladesch, Myanmar und China produziert wird. Einstürzende Fabrikgebäude, niedrige Löhne, verschmutzte Flüsse – die Arbeits- und Lebensbedingungen an diesen Produktionsorten sind oft unzumutbar und verletzen Menschenrechte.

Wie so oft gibt es auch hier keine einfachen Lösungen: Nachdem wir uns die Kleidungsstücke und Accessoires bei „Glore“, ein Laden der ausschließlich faire Ware anbietet, angeschaut hatten, stellten die SchülerInnen fest, dass das für sie auch keine Alternative wäre. Die Textilien sind gleich um ein Vielfaches teurer, der Stil ist eher zeitlos, aber nicht unbedingt modern und für Jungs gab es gar nichts. Spätestens als uns Herr Schnitzlein „Die Pyramide der Nachhaltigkeit“ zeigte, war klar, dass hemmungsloses Shoppen und nachhaltiger Konsum nicht zusammenpassen.

Die Pyramide des nachhaltigen Konsums. Quelle: minimalwaste.de

Obwohl die Jugendlichen die meisten Informationen wahrscheinlich schon mal irgendwo gehört hatten, schafften es die ehrenamtlichen Führer (Frau Fischermeier war für die andere Gruppe zuständig) durch ihr Engagement, bei den SchülerInnen sowohl Betroffenheit als auch Motivation zur Verhaltensänderung auszulösen. Es wäre schön, wenn das ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Welt für alle wäre.

Vielen Dank an die Veranstalter und alle SchülerInnen, die bei andauerndem Nieselregen trotzdem mitgemacht und nicht die Laune verloren haben.

Nachdem sie im Juli 2022 an der CAE-Prüfung teilgenommen haben, können drei Schüler*innen des Meranier-Gymnasiums, die momentan die Q12 besuchen, endlich ihr Cambridge Certificate in Advanced English in den Händen halten. Abhängig von der erreichten Punktzahl bescheinigt das international anerkannte Sprachdiplom den Teilnehmer*innen Englischkenntnisse auf dem Niveau B2 oder C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen und kann beispielsweise vorgelegt werden, wenn man an einer englischsprachigen Uni studieren möchte oder sich bei einem Unternehmen um eine Stelle bewirbt.

Eine solche Zusatzqualifikation bietet also viele Vorteile, was auch die drei MGLer schließlich dazu bewog, sich anzumelden und auf die unterschiedlichen Prüfungsteile vorzubereiten. Neben dem schriftlichen Teil, der Reading and Use of English, Writing sowie Listening umfasst, war v.a. die mündliche Prüfung (Speaking) eine spannende Erfahrung, denn die Kandidat*innen mussten ziemlich spontan auf Fragen reagieren und ihre eigene Meinung fundiert äußern. Darüber, dass sich die Mühen gelohnt haben, sind sich alle einig und sowohl die Fachschaft Englisch als auch die Schulleitung gratuliert ganz herzlich zur erfolgreichen Teilnahme – congratulations!

Ein sonnenschöner Tag, das Herbstlaub weht von den Bäumen. 26 interessierte SchülerInnen machen sich zusammen mit Frau Christof und Frau Pülz von der Umwelt AG auf den Weg nach Ebensfeld zum Bioland Bauernhof Storath. Hinter dem rotbraunen Tor erwartet die Schüler ein großer Innenhof mit einem Steinbackofen, einem Tisch mit selbst gebackenen Köstlichkeiten und Apfelsaft aus hofeigenen Äpfeln. Und natürlich unser Ansprechpartner, Herr Bernhard Storath.

Warum der Besuch? Wir wollen wissen, welchen entscheidenden Beitrag Biobauern für unsere Umwelt leisten und was den Biobauern eigentlich ausmacht?

Anschaulich und mit großer Überzeugung für seine Biolandwirtschaft hat Herr Storath uns alle Fragen beantwortet und darüber hinaus uns mit Witz und Charme vier Getreidesorten anhand der Körner zu unterscheiden gelehrt. Wir konnten den großen Fendt bestaunen, uns im Hühnerstall umschauen, wo normalerweise etwa 300 Hühner leben und im hofeigenen Laden großartige Bioprodukte erwerben.

Wir wissen nun,

Es ist die Überzeugung von Biobauern

Wir sind sehr dankbar für diesen spannenden Einblick und den schönen Nachmittag mit so vielen interessierten SchülerInnen.

– Frau OStRin Christof und Frau StRin Pülz