Fünfjähriges Jubiläum feierte dieses Jahr in der Woche nach den Osterferien eine besondere Projektwoche, die seit dem Sommer 2022 Abwechslung in den Schulalltag unserer Achtklässler bringt: Fünf Tage ohne Notendruck, Hausaufgaben oder den gewohnten 45-Minuten-Rhythmus; verbunden mit der Gelegenheit, etwas mitzunehmen, das im normalen Lehrplan nur wenig Platz findet – eben eine „Schule fürs Leben“, so der offizielle Titel aus dem Kultusministerium. Nun wird in der Gesellschaft trefflich darüber gestritten, was die Schülerinnen und Schüler im Jahr 2026 aus der Schule für das Leben mitnehmen sollen: „KI-Kompetenz“, ruft der eine Berufsverband. „Die Steuerklärung ausfüllen“, der andere. „Anlagestrategien“, wünscht sich der Bankenverband. Manch Eltern wären schon froh, wenn der Nachwuchs Verantwortung für sich, den eigenen Schulranzen oder den Kleiderschrank übernehmen könnte. Die Antwort des Projektteams von Lehrkräften des Meranier-Gymnasiums fällt differenziert aus. Fünf kleine Bausteine bieten sie, im täglichen Wechsel, an, die den Achtklässlerinnen und Achtklässlern etwas Rüstzeug im Alltag, in der eigenen Lebensgestaltung vermitteln. Ein Überblick:

In Baustein 1 wurde es gleichermaßen informativ und lecker. Das Thema Ernährung bot aber auch Nervenkitzel! Aus einem digitalen Escape Game konnten die Schülerinnen und Schüler nur entkommen, indem sie ihr Wissen über Nährstoffe, die Ernährungspyramide und die Kennzeichnung von Lebensmitteln unter Beweis stellten. Später traten kleinere Gruppen in einem Table Quizz über Ernährungsgewohnheiten gegeneinander an. Das Team mit der höchsten Punktzahl durfte sich zuerst eines der fünf Gerichte heraussuchen, die zum krönenden, kulinarischen Abschluss des Tages zubereitet und verköstigt wurden.

Ist das schon Sucht? Wie entsteht sie überhaupt – und wo findet man Hilfe? Darf ein Jugendlicher Schwarzwälder Kirschtorte essen? Und ist es erlaubt, nach einem Bier noch E Scooter zu fahren? Wann kommt es zum „Tunnelblick“ und wie fühlt sich das eigentlich an? Welche Schadstoffe stecken in Zigarettenrauch und Vapedampf? Und mit welchen Tricks wird dafür geworben? Nicht zuletzt: Wie können wir uns selbst und unsere Freunde sicher von einer Party nach Hause bringen? Diese und viele weitere spannende Fragen wurden im Baustein 2 „Suchtprävention“ interaktiv erarbeitet und gemeinsam beantwortet. Und am Ende stand eine überraschend positive Erkenntnis: Alkoholfreie Cocktails sind richtig lecker!

Mit den Fragen, wie uns Werbung im Alltag beeinflusst und welche Strategien Supermärkte anwenden, um uns zum Kaufen zu verführen, beschäftigten sich die Achtklässlerinnen und Achtklässler in Baustein 3 „Konsum und Einkauf“. So erarbeiteten sie sich zunächst mithilfe digitaler Quellen, wie Werbung beschaffen sein muss, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Darüber hinaus deckten sie bei ihrer selbstständigen Arbeit mit unterschiedlichen Medien auf, wie perfide Supermarktketten unser Kaufverhalten zu beeinflussen versuchen. In einem sich anschließenden praktischen Teil durften die Schülerinnen und Schüler dann ihr Wissen überprüfen, indem sie in Kleingruppen mit einem begrenzten Budget nach bestimmten Vorgaben eine Brotzeit kauften und dann zubereiteten. Das gemeinsame Verzehren der gekauften Produkte an einer langen Tafel im Klassenzimmer stellte den beliebten Höhepunkt dieses Bausteins dar.

Auf der Suche nach einer umfassenden Definition von „Gesundheit“ erkannten die Klassen im Zuge einer kurzen theoretischen Einführung in Baustein 4 „Wohlbefinden“ schnell die Vielschichtigkeit des Begriffs, der die Aspekte des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens miteinander vernetzt. Um den Jugendlichen die positiven Auswirkungen von Sport auf den allgemeinen Gesundheitszustand vor Augen zu führen, durchlief jede Klasse im Wechsel zwei parallel stattfindende Praxisblöcke, die von externen Partnern angeleitet wurden. Während in der Yoga-Einheit vor allem kreative und durchaus anspruchsvolle Übungen – etwa die Figur der „Krähe“ – für Begeisterung und viel Freude beim Ausprobieren sorgten, lernten die Schülerinnen und Schüler im MoveAndFun Workshop Bewegung gezielt mit Konzentrationsaufgaben zu verknüpfen und sinnvoll in den Schulalltag einzubauen.

In Baustein 5 ließen die Klassen das Schulgebäude hinter sich und erreichten mit dem Zug und einem Fußmarsch die Solidarische Landwirtschaft in Wolfsloch. Von der Umweltstation Weismain wurde ein interaktiver, theoretischer Impuls angeleitet und das Besondere dieses Ackers — im Zusammenhang mit der globalen Lebensmittelproduktion und vor dem Hintergrund der begrenzten Ressourcen und des Klimawandels — beleuchtet. Anschließend kamen die Klassen unmittelbar in Kontakt mit „Mutter Erde“, egal ob beim Umgraben, Unkraut jäten, Jungpflanzen setzen, Rankhilfen installieren oder sogar beim Mist schaufeln. Die Vielfalt und der Gewinn dieser Art der Lebensmittelerzeugung wurden lebendig und erfahrbar.

Die Evaluation der Projektwoche hat ergeben, dass die Teilnehmer der Projektwoche ganz unterschiedliche Favoriten hatten; auch bei der Frage, in welchem Baustein sie am meisten Neues gelernt hatten, waren die Antworten breit gestreut. Anscheinend war „für jeden etwas dabei“. Gefragt, was sie zum Schluss des anonymen, digitalen Feedbacks noch loswerden möchten, antworteten einzelne mit reflektierten Verbesserungsvorschlägen, das Gros jedoch so oder so ähnlich wie in diesen Beispielen:

„Ich will mehr Projektwochen mit solchen Themen.“ „Es war eine tolle Erfahrung!“ „Es war sehr schön es ging bloß zu schnell rum.“ „Wir brauchen deutlich mehr so etwas, denn es bereitet auf die Zukunft vor und bringt Abwechslung in den Schulalltag.“

Die vorbereitenden Lehrkräfte haben bisher in jedem Jahr an der ein oder anderen Stellschraube gedreht, um die Projektwoche für alle noch ertragreicher und angenehmer zu gestalten. Sie freuen sich schon auf den nächsten Durchlauf und danken den externen Partnern aus dem Gesundheitsamt für die Begleitung der Suchtprävention sowie Frau Krauß und Frau Göhring für die sportlichen Impulse.

– Das Projektteam „Schule fürs Leben“ (Isabell Dorsch, Kerstin Filberich, Simone Föhl-Wais, Rebecca Häublein, Anne Labisch, Nadja Nikol und Dr. Manuel Weskamp)

Am Samstag, den 18.04.2026, waren wir, einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c mit unserer Klassenleiterin Frau Reuter, im „Globe Theater“ in Coburg, um uns das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt anzusehen, das wir zuvor im Unterricht als Lektüre gelesen hatten.

Nachdem wir uns alle vor dem Theater versammelt hatten, gingen wir zunächst in einen Vorraum, in dem wir in einem Vortrag über den Autor Friedrich Dürrenmatt informiert wurden und einen kurzen Einblick in die Inszenierung des Stückes erhielten. Nach kurzer Wartezeit auf unseren Plätzen ging das Stück endlich los. In „Der Besuch der alten Dame“ geht es darum, dass die ehemalige Güllenerin Claire Zachanassian als steinreiche Frau in ihr Heimatdorf zurückkehrt, wo ihr vor langer Zeit von ihrem Liebsten, Alfred Ill, übel mitgespielt und ihr Leben ruiniert wurde. Nun möchte Claire sich an Ill rächen und bietet den Güllenern zwei Milliarden (anders als bei Dürrenmatt zwei statt einer Milliarde – wegen der Inflation 😊) dafür, dass Ill getötet wird. Zunächst weisen die Bewohner von Güllen das Angebot entrüstet zurück.

An dieser Stelle wurde das Stück durch die Pause unterbrochen, in der sich einige von uns ein Getränk holten, andere sich hingegen die lustige Pausenshow anschauten, in der auf komödiantische Art und Weise auf der Bühne Waren aus Ills Laden feilgeboten wurden. Nachdem alle wieder auf ihren Plätzen saßen, hat unsere Lehrerin Frau Reuter noch Schokoküsse als Stärkung für die Fortsetzung des Stückes verteilt.

Dann ging es auch schon weiter und wir konnten in der zweiten Hälfte der Vorstellung beobachten, wie sich die Güllener immer mehr verschulden und sich zunehmend auf die Seite von Claire schlagen. Besonders beeindruckend waren dabei die Effekte auf der Bühne. Einige Schauspieler wurden aus anderen Perspektiven als der, die der Zuschauer hatte, von einer Kamera gefilmt und diese Filmsequenzen wurden parallel zum Bühnengeschehen auf eine große Leinwand projiziert, sodass eine Parallelität der Handlungen entstand. Das Stück endete schließlich gegen 22 Uhr mit der Ermordung Ills.

Abschließend versammelten wir uns alle noch einmal, um die Erinnerung an das schöne Theaterstück und den gemeinsamen Abend auf einem Gruppenfoto festzuhalten:

– Fabienne Ludwig, Fiona Dietz, Kristina Dillinger (8c)

Müssten wir um 12.30 an einem Donnerstag nicht eigentlich im Unterricht sitzen? Stattdessen sitzen wir im Auto auf dem Weg nach München!

Am 7. Mai fand der Jugendempfang „LEVEL UP YOUR SKILLS. LEVEL UP YOUR FUTURE.“ im Bayerischen Landtag statt – und diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen!

Bei diesem Jugendempfang, organisiert von der Grünen Fraktion Bayern, ging es thematisch um:

Nach der Begrüßung durch die Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze konnten wir der Keynote des Influencers Levi Penell zur Wichtigkeit der Demokratie lauschen und uns austauschen. Außerdem konnten wir Workshops besuchen, die uns beispielsweise den smarten Umgang mit Geld und Investitionen näherbrachten.

Auch bleiben uns einige tolle Gespräche mit Organisationen wie der Goldkind-Stiftung oder Digital Streetwork Bayern, aber auch mit anderen Teilnehmenden des Jugendempfangs noch lange in Erinnerung.

Folgendes haben wir aus den Workshops mitgenommen:

  1. Selbstfürsorge ist in Krisenzeiten das A und O, um psychisch resistent und handlungsfähig zu bleiben.
  2. Fangt am besten möglichst früh an zu investieren – so könnt ihr früh für eure finanzielle Sicherheit sorgen.
  3. KI wird in Zukunft eine große Rolle spielen. Wichtig ist dabei, einen guten Umgang mit ihr als Hilfsmittel zu lernen.
  4. Hinterfragt stereotypische Rollenbilder und unterstützt Opfer von Diskriminierung.

Alles in allem sind wir wirklich dankbar, dass uns die Teilnahme an dieser Veranstaltung ermöglicht wurde – hier gilt besonderer Dank an Herrn Tim Pargent, der uns als Abgeordneter des Bayerischen Landtags finanziell bei der An- und Abreise unterstützte.

Wir empfehlen allen, die sich für Politik interessieren, sich für ihre Zukunft weiterbilden wollen oder sich mit anderen Jugendlichen vernetzen möchten, solche Chancen zu ergreifen und den eigenen Horizont damit zu erweitern.

– Amy Schwarz und Simon Böhmer aus der Q12

Wie auch in den zurückliegenden Jahren wurden auch in diesem Jahr die Bundesjugendspiele in der Leichtathletik mit der Auszeichnung der besten Sportlerinnen und Sportler in den jeweiligen Jahrgangsstufen der Unterstufe durchgeführt. Bestes Wetter bildete den Rahmen für beste Leistungen im leichtathletischen Dreikampf für Schülerinnen und Schüler.

Am Dienstag, den 05. Mai 2026 trafen sich zu diesem Anlass annähernd 300 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Klassen aus der 11. Jahrgangsstufe, die als Riegenführer und Wettkampfrichter fungierten, im Stadion der Herzog-Otto-Schule für ein gemeinsames Kräftemessen im leichtathletischen Dreikampf, der zum Ende noch mit einem freiwilligen 800m Lauf abgeschlossen wurde.

Bei der Ermittlung der jeweils besten Sportlerinnen und Sportler in der jeweiligen Jahrgangsstufe, unabhängig von Ihrem Geburtsjahrgang, wurden diese Leistungen anschließend auch mit den Wertungstabellen der Bundesjugendspiele verifiziert und nach Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Sieger- und Ehrenurkunden eingestuft, die von den Sportlehrkräften in den darauffolgenden Wochen an die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verliehen wurden.

Überragende Ergebnisse erreichten im leichtathletischen Dreikampf dabei Fides Fugmann und Klara Jahn bei den Mädchen sowie Julian Waschkeit und Tim Müller bei den Jungen.

Als Erstplatzierte der jeweiligen Jahrgangsstufen standen am Ende der Wettkämpfe folgende Schülerinnen und Schüler fest:

Bei der Umrechnung der erzielten Punkte im Dreikampf in Sieger- und Ehrenurkunden ergibt sich dabei folgendes Bild:

In diesem Schuljahr konnten viele Schülerinnen und Schüler bei den Bundesjugendspielen sportliche Erfolge erzielen. Besonders erfreulich ist, dass die Mädchen erneut sehr starke Leistungen gezeigt haben und sowohl bei der Gesamtzahl der Urkunden als auch bei den Ehrenurkunden hervorragende Ergebnisse erreichten.

Auch zahlreiche Jungen konnten eine Urkunde erringen und engagierten Einsatz zeigen. Insgesamt erhielten 35 % der Jungen sowie rund 58 % der Mädchen eine Auszeichnung. Besonders in den leichtathletischen Disziplinen wurde deutlich, dass einzelne Jungen mit großem Einsatz überzeugten und sechs Teilnehmer sogar eine Ehrenurkunde erzielen konnten.

Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass viele Schülerinnen und Schüler motiviert an den Wettkämpfen teilgenommen und ihr sportliches Können unter Beweis gestellt haben

Der abschließende 800m Lauf wurde außerhalb des leichtathletischen Dreikampfs gesondert gewertet. Überragend in dieser Disziplin die Leistungen von Klara Jahn (2:56 min) aus der 7. und Lena Banschus (3:09 min) aus der 6. Jahrgangsstufe. Artur Zaviriukha (2:44 min) und Tim Müller (2:48 min) konnten in der 6. Jahrgangsstufe die Bestleistungen bei den Jungen erzielen. Besonders hervorzuheben sind aber die überragenden Zeiten von zwei Jungen aus der 5. Jahrgangsstufe: Dmytro Zaviriukha (2:44 min), Nico Nadzeika (2:46 min) setzten hier die Ganzlichter.

Drei Tage nach dem Welttag des Buches, also am 27. April, unternahm die Klasse 5a unserer Schule einen spannenden Ausflug zur Buchhandlung Dumproff. Die Stunde stand ganz im Zeichen der Freude am Lesen, dem Kennenlernen verschiedener Genres und dem Blick hinter die Kulissen einer Buchhandlung. In der gemütlichen Atmosphäre wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich von der Buchhändlerin Frau Lurtz empfangen. Sie erklärte, wie Bücher gezielt ausgewählt werden und welche Rolle Leseförderung spielt.

Begeistert wurde das diesjährige Buchgeschenk sofort in Beschlag genommen.

Auf ihrer Entdeckungsreise durch die Auslagen lernten die Kinder die Vielfalt des Buchuniversums kennen: Von Abenteuergeschichten über Sachbücher bis hin zu Bilderbüchern gab es viel zu entdecken. Neben Büchern führt das kleine Ladengeschäft auch Geschenkartikel, Schreibwaren und Kunstbedarf. Im oberen Stockwerk ist die Rahmenwerkstatt zu finden.

Nach einer spannenden Quizrunde durch die Buchhandlung nutzten einige Kinder die Gelegenheit für den anstehenden Muttertag einzukaufen. Viele deckten sich aber auch mit Stiften und neuem Lesefutter ein. Als besonderes Highlight wurde allen das Buchgeschenk mit dem Titel „Der fliegende Klassenscooter“ überreicht, über das sich die Klasse sehr freute.

Die anderen fünften Klassen durften natürlich auch an anderen Terminen die Buchhandlung besuchen.

Unser besonderer Dank gilt der Buchhandlung Dumproff, insbesondere Frau Lurtz, für die freundliche Aufnahme, die spannenden Einblicke und natürlich die insgesamt über 100 fliegenden Klassenscooter!

Mädchen 3 Kreissieger

Die Mädchen 3 hatten auf Kreisebene nur ein Spiel gegen die Realschule Burgkunstadt zu bestreiten. Zu Beginn taten sich die MGL-Mädels schwer, ihre spielerische Überlegenheit auch in Tore umzusetzen. So stand es lange 0:0. Dann kam die „Tormaschine“ ins Rollen und am Ende stand ein 5:0 Erfolg.

Beim Regionalentscheid galt es zwei Wochen später gegen das Kaspar-Zeus-Gymnasium sowie das Gymnasium Alexandrinum Coburg zu bestehen. Im ersten Spiel erwischten die Kronacherinnen das MGL auf dem falschen Fuß und so ging es mit 0:1 in die Halbzeit. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung als gesamtes Team gelang in der 2. Halbzeit die Wende und ganze drei Tore zum 3:1. Das Spiel gegen Coburg war somit ein finaler Showdown für die Qualifikation zur oberfränkischen Meisterschaft, das sich zu einer wahren Nervenschlacht entwickelte. Da das Alexandrinum ihr erstes Spiel mit einer besseren Tordifferenz gewonnen hatte, mussten die Meranierinnen unbedingt gewinnen. Gegen ein starkes Team des Alexandrinums erspielten sich die Meranierinnen mehrere Torchancen, die leider jeweils durch die Torhüterin oder die Torlatte vereitelt wurden. Der Siegtreffer lag über die gesamte Spielzeit in der Luft – gelang aber nicht. Durch das 0:0 mussten die enttäuschten MGL-Mädels dem Gegner zum Weiterkommen gratulieren.

Mädchen 2 Kreissieger

Spannend bis zur letzten Spielminute war das Kreisfinale der Wettkampfklasse II (2010 – 2012) auf der Schulsportanlage in Lichtenfels. Das Meranier-Gymnasium hatte im 1. Spiel die Realschule Burgkunstadt klar mit 6:0 besiegt, somit ging es gegen die ebenfalls siegreiche Realschule Bad Staffelstein um das Weiterkommen. In einem hochklassigen Spiel, bei dem die Abwehrreihen kaum Torchancen zuließen, rechneten alle mit einem leistungsgerechten Unentschieden – was den MGL-Mädels auch gereicht hätte. Doch in der letzten Spielminute gelang den Meranierinnen sogar der Treffer zum 1:0-Sieg gegen die Badstädterinnen. Damit war das Meranier-Gymnasium Lichtenfels neuer Kreissieger M II.

Beim Regionalentscheid der Kreise Coburg/Kronach/Lichtenfels in der darauffolgenden Woche mussten sich die „großen“ MGL-Mädels im entscheidenden Spiel dem Kaspar-Zeus-Gymnasium Kronach trotz spielerischer Augenhöhe 3:1 geschlagen geben. Somit blieb dem über lange Jahre sehr erfolgreichen Jahrgang 2010 der Fußball-Mädels in ihrem letzten Jahr in der Schulmannschaft das Bezirksfinale verwehrt – der Stolz, den Mädchenfußball am MGL vorangebracht zu haben, kann dadurch aber nicht geschmälert werden.

Die jüngste Fußball-Schulmannschaft des MGL der Jungs 4 trat Ende April im Kreisfinale an. Direkt im ersten Spiel zahlte Mannschaft Lehrgeld gegen den späteren Sieger Gymnasium Burgkunstadt und kam mit 0:5 unter die Räder. Hoch anzurechnen ist daher die mannschaftliche Geschlossenheit, die im 2. Spiel zu einem 0:0 gegen die Realschule Burgkunstadt führte – und sogar einen Sieg verdient gehabt hätte.

Da der Gegner im Auftaktspiel auch alle weiteren Partien mit mindestens vier Toren Unterschied gewann, war im letzten Gruppenspiel gegen die Herzog-Ott-Mittelschule das Halbfinale greifbar. Der dafür notwendige Sieg wurde beim 2:2 allerdings verpasst. Ein versöhnlicher Ausklang für die mit Spielern des Fußball-Stützpunkttrainings gespickte Mannschaft des MGL war der 2:1 Sieg im Spiel um Platz 5 gegen die Mittelschule Altenkunstadt.

Am Mittwoch, den 03. Dezember 2025, waren drei Medienscouts des Meranier-Gymnasiums beim Medientag der Förderschulen in Coburg aktiv. Linus, Matei und Ruben beteiligten sich als Referenten an der Veranstaltung und führten eigene Workshops für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durch.

Unter dem Leitgedanken, Medienkompetenz praxisnah und verständlich zu vermitteln, gestalteten die Medienscouts ein interaktives Angebot, das gezielt auf die Bedürfnisse der Förderschülerinnen und -schüler abgestimmt war. Zentrale Themen waren dabei der sichere Umgang mit digitalen Medien, respektvolles Verhalten im Netz sowie typische Herausforderungen im Alltag mit Smartphone und sozialen Netzwerken.

Besonderer Wert wurde auf aktivierende Methoden gelegt: Durch Spiele, Austauschphasen und anschauliche Beispiele konnten die Teilnehmenden eigene Erfahrungen einbringen und gemeinsam Lösungsstrategien entwickeln. So gelang es, wichtige Inhalte wie Datenschutz, Kommunikation im Netz oder den Umgang mit problematischen Situationen niedrigschwellig und nachhaltig zu vermitteln.

Der Medientag bot insgesamt ein vielfältiges Programm, das von verschiedenen medienpädagogischen Akteuren der Region gestaltet wurde. Für unsere Medienscouts war der Einsatz eine wertvolle Gelegenheit, ihre Kenntnisse weiterzugeben und gleichzeitig ihre eigenen Präsentations- und Moderationsfähigkeiten in einem neuen schulischen Kontext zu stärken.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie gewinnbringend der Peer-to-Peer-Ansatz ist: Schülerinnen und Schüler lernen besonders nachhaltig voneinander – auf Augenhöhe und mit großer Praxisnähe.

Auch im Schuljahr 2025/26 spielte die Medienerziehung in der 5. Jahrgangsstufe am Meranier-Gymnasium Lichtenfels eine zentrale Rolle. Unsere engagierten Medienscouts begleiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Medienpädagogin Mirjam Eichenberg durch verschiedene praxisnahe Projekte, die einen sicheren und kompetenten Umgang mit digitalen Medien fördern.

WhatsApp-Projekt: Kompetent und stressfrei kommunizieren

Am 04. Februar 2026 fand das bewährte Medienpräventionsprojekt rund um den Messenger-Dienst WhatsApp statt. In interaktiven Einheiten setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Chancen und Herausforderungen digitaler Kommunikation auseinander.

Dabei wurde deutlich: WhatsApp ist für viele Kinder ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags – birgt aber auch Konfliktpotenzial. Themen wie Gruppendynamik, der Umgang mit Kettenbriefen oder der Druck, ständig erreichbar sein zu müssen, wurden gemeinsam reflektiert. Die Medienscouts vermittelten hilfreiche Strategien für einen respektvollen Umgang im Klassenchat sowie wichtige Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre.

Besonders gewinnbringend waren praxisnahe Übungen und Rollenspiele, in denen die Fünftklässler eigene Erfahrungen einbringen konnten. So wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die soziale Medienkompetenz nachhaltig gestärkt.

Computerführerschein: Sicher fit für den digitalen Schulalltag

Der Computerführerschein erstreckte sich in diesem Schuljahr über vier Termine und führte die Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt in die digitale Arbeitswelt am Gymnasium ein.

Zu Beginn lernten die Fünftklässler, sich sicher an den Schulrechnern sowie auf den schuleigenen Surface-Geräten anzumelden. Anschließend machten sie sich mit Microsoft Teams vertraut: Sie nutzten das Klassennotizbuch, luden Materialien hoch und erprobten die Teilnahme an Videokonferenzen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem produktiven Arbeiten mit Office-Anwendungen:

Die Schülerinnen und Schüler zeigten dabei großes Interesse und entwickelten schnell Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Programmen. Der Computerführerschein bildet somit eine wichtige Grundlage für das digitale Lernen in den kommenden Schuljahren.

Fazit

Die medienpädagogischen Projekte in der 5. Jahrgangsstufe leisten einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung am Meranier-Gymnasium. Durch die enge Zusammenarbeit von Medienscouts und Lehrkräften werden die Schülerinnen und Schüler frühzeitig befähigt, digitale Medien verantwortungsvoll, reflektiert und kreativ zu nutzen.

Für den Tag der Städtebauförderung am 09. Mai 2026 hat das P-Seminar „Von der Idee zum Event“ in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Lichtenfels ein spannendes Escape Game entwickelt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 12 Jahren hatten die Aufgabe, sich vom bösen Bücherei-Geist Booky zu befreien, dem es gar nicht gefällt, dass die Stadtbücherei Lichtenfels bald in die neuen Räumlichkeiten umziehen wird. Dabei mussten sie spannende Rätsel lösen, unter anderem ein Sudoku, ein Labyrinth oder ein Kreuzworträtsel. Die richtige Lösung ergab Zahlencodes, die mithilfe einer App kontrolliert wurden und schließlich zum Überraschungsgewinn führten. Zudem hatten Besucher die Möglichkeit, exklusive Einblicke in den Bau der neuen Stadtbücherei zu gewinnen.

Am 08.07. wird es noch ein weiteres Event für Jugendliche geben: Beim „Color Splash: Die Farbexplosion auf deinem T-Shirt“ können selbst mitgebrachte Textilien gebatikt oder bemalt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, im Vorfeld T-Shirts zu bestellen, die dann gestaltet werden. Eine Anmeldung ist bis 24.06. unter stadtbuecherei@lichtenfels.de möglich.

Wir freuen uns auf viele Anmeldungen und ein cooles Event!

– Das P-Seminar „Von der Idee zum Event“

Verfassungs-viertelstunde am MGL mit Richter Matthias Huber, Direktor des Amtsgerichts Lichtenfels

„Theo leiht sich Geld von Mitschülerin Lisa. Allerdings bekommt diese ihr Geld nicht zurück. Theo will von einer Vereinbarung nichts wissen. Was soll Lisa jetzt tun?“

Mit diesem anschaulichen Beispiel nahm der Direktor des örtlichen Amtsgerichts, Matthias Huber, die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs am Montag, den 04.05.2026, mit auf die Reise durch die Welt der Gesetze, Verordnungen und Regelungen. Wie könnte das Mädchen aus unserem Beispiel also reagieren? Eine Lehrkraft ansprechen? Theo Prügel androhen oder ihn gar verklagen? Die Ideen der Schülerinnen und Schüler waren vielfältig und tatsächlich ist der Rechtsweg meistens die Lösung, auch wenn es nur um 10 Euro geht, die man verliehen hat und nicht zurückbekommt. Der deutsche Rechtsstaat hat zum Schutz und zur Sicherheit der Bürge-rinnen und Bürger einiges zu bieten. So wies Direktor Huber auf die vielfältigen Hilfen durch den Staat hin, wie beispielsweise die Kostenübernahme für Verfahren und das Recht auf Vertretung durch einen Anwalt. Was bedeutet es eigentlich genau, in einem Rechtsstaat zu leben? Grund-sätzlich haben wir in unserer Demokratie die Freiheit, so zu leben, wie wir es wollen. Diese Freiheit wird immer dann eingeschränkt, wenn wir anderen schaden würden. Somit regelt der Rechtsstaat durch Gesetze, Verordnungen und vieles mehr, wie sich jeder in unserer Gemein-schaft zu verhalten hat. Dies dient der Sicherheit aller.

Im weiteren Verlauf ging Matthias Huber ausführlich auf das Grundgesetz und die Institutionen ein, die Recht und Ordnung „schaffen“ (Legislative), anordnen (Judikative) und schließlich durchführen (Exekutive). Über Grundsätze wie Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit kam schließlich die Frage auf, ob denn nun wirklich jedes Verfahren vor Gericht gebracht wird. Na-türlich wird vieles im Vorfeld geklärt und geschlichtet, sodass nicht jede Nachbarschaftsstrei-tigkeit wirklich beim Richter landet.

Das Beispiel leitete zum zweiten Teil der Veranstaltung über, in dem es um Berufsmöglichkeiten im juristischen Bereich gehen sollte. Unterstützt und begleitet von Rechtspfleger Daniel Müller-Punzelt wurde den Schülerinnen und Schülern ein umfassender Einblick in das Jurastudium an der Universität und das duale Studium zum Diplom-Rechtspfleger gegeben, das auch mit Fach-hochschulreife möglich ist. Auch Ausbildungsberufe, wie z. B. der Justizfachwirt, wurden ange-sprochen. Matthias Huber führte weiter aus, dass nicht jedes Jurastudium am Gericht enden müsse. So gebe es vielfältige Möglichkeiten nach Abschluss des Studiums, beispielweise im Ver-sicherungsbereich oder Finanzwesen.

Der interessante Nachmittag endete mit einer Fragerunde, bei der unterschiedlichste Themen angesprochen wurde. Direktor Matthias Huber und Rechtspfleger Daniel Müller-Punzelt be-antworteten geduldig und engagiert alle Fragen der Schülerinnen und Schüler, angefangen bei der Neutralität der Robe bis hin zu Verdienstmöglichkeiten und moralischen Fragen nach Recht und Gerechtigkeit. Die Referenten gaben außerdem persönliche Einblicke in ihre berufliche Laufbahn und ihren Arbeitsalltag bei Gericht. Interessant war auch der Hinweis auf mögliche Praktika bei Gericht für Schülerinnen und Schüler.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Matthias Huber und Daniel Müller-Punzelt für ihre Zeit und die überaus informative „Verfassungsviertelstunde“.