Die Schüler Philipp Brehm, Leander Groh und Leonhard Stangl aus der Klasse 8B, im Bild flankiert von dem Schulleiter OStD Thomas Carl und dem Beauftragten für Begabtenförderung StD Matthias Bergmann, haben sehr erfolgreich an der ersten Runde des Landeswettbewerbs Mathematik teilgenommen.

Sie erzielten mit ihrer gemeinsam eingereichten Lösung die volle Punktzahl und dürfen durch ihren ersten Preis an der zweiten Runde teilnehmen.

Herzlichen Glückwunsch!

Basti erwacht nach einer Party im Krankenhaus und kann sich nicht mehr erinnern, wie er dort hingekommen ist…. Gemeinsam mit den Schülern der achten Klassen arbeiteten die Schauspieler des Theaters Chapeau Claque im November eine aus dem Ruder geratene Party auf. Während des interaktiven Theaterstücks „Limit“ zogen sie die Schüler stets in die Handlung mit ein, so dass diese sich anschaulich mit den Gefahren von riskantem Alkoholkonsum auseinandersetzen konnten. Nach einer Doppelstunde waren alle mit einem Fundus an neuem Faktenwissen und verantwortungsvollen Handlungsoptionen gerüstet.

Dieses wertvolle Theaterstück zur Alkoholprävention wird im Landkreis Lichtenfels im Rahmen des HaLT-proaktiv Projektes durchgeführt, mit den Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention und der gesetzlichen Krankenkassen finanziert und ist für uns somit kostenlos.

(Bilder: Birgit Göckel)

Dank erfahrener Ausrichter und langjähriger Schachfreundschaften und -kontakte gelang es, die Oberfränkischen Schulschachmeisterschaften nach der Pandemie wieder zurück an die Gymnasien zu holen. Am Samstag, dem 22.11.25, hatte nun erstmals das Gymnasium Casimirianum in Coburg die Ehre, wieder dazu einzuladen. Gemessen an anderen Austragungsorten war dies für die Mannschaften des MGL fast ein Heimspiel. Dennoch gestaltete sich die Organisation der Teams durch vielerlei Unregelmäßigkeiten zu Beginn des Schuljahres kompliziert. Deshalb kann das MGL mit einer Beteiligung von fünf Mannschaften und der Abdeckung aller Spielklassen zufrieden sein.

Auch die Resultate lassen sich durchaus sehen. Hervorzuheben ist dabei vor allem das Ergebnis in der WK III, in der Moritz Fiedler (7E), Jonathan Hewera (5A), Erik Wittek (8B) und Pellumb Hebibasi (9D) in einem gemeinsamen Rundenturnier mit der WK Mädchen und der WK II mit 16 von 18 möglichen Mannschaftspunkten den ersten Platz erzielten. Bedenkt man, dass die Spieler durch diese Zusammenlegung zum Teil gegen deutlich ältere Kontrahenten anzutreten hatten, so ist dieses Ergebnis sensationell.

Nur gegen die Heimmannschaft des Casimirianums leistete sich das Team mit 1,5 zu 2,5 Brettpunkten in der letzten Runde einen unbedeutenden Schnitzer. Die Fahrkarte zur Bayerischen Schulschachmeisterschaft ist dennoch mehr als verdient. Einziger Wermutstropfen war, dass die zweite Mannschaft in der WK III, die überwiegend Schulschachamateure mit wenig Erfahrung an den Start brachte, durch die Zusammenlegung und Konzentration der Kräfte nur schlecht punkten konnte.

Außerdem landete die Mannschaft der WK II, bestehend aus Leonhard Pfab (11C), Anastasia Kromm (11A), Matei-Stefan Tabus (10B) und Alexander Wenzel (9C), auf einem Mittelplatz dieser gemeinsamen Gruppe, was ihnen den 5. Platz in der Gesamtwertung bescherte. Dies ist für eine reine Schulschachmannschaft ein erfreuliches Ergebnis.

In der WK I kam es nach höchst erfolgreichen Jahren mit starken Vereinsspielern zu einem Generationenwechsel hin zu Amateuren. Deshalb zählte in diesem Jahr das olympische Motto „Dabeisein ist alles“. Das Gleiche galt auch für die WK IV, deren Spieler noch wenig bis keine Turniererfahrung hatten.

Wolltet ihr schon immer einmal wissen, was Hamster als Literaten so alles draufhaben? Dann passt mal auf: „Die drei größten Feinde von uns Hamstern sind erstens kein Fressen, zweitens Dreck und drittens kein Fressen. Deshalb lässt ein Goldhamster niemals einen Mehlwurm liegen (es sei denn, der müffelt schon).“ (S. 9)

Dieser Auszug stammt aus dem Buch „Freddy. Ein Hamster packt aus“ von Dietlof Reiche und wurde im Rahmen des Schulentscheids zum Vorlesewettbewerb der 6.Klässler am 27.11.25 von den vier Klassensiegern als Fremdtext gelesen. Hamster Freddy hatte natürlich noch mehr Weisheiten auf Lager und berichtete amüsant und anschaulich, wie er aus der Tierhandlung zu seiner neuen Besitzerin Sofie kam. Doch nicht der Hamster stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, sondern die drei Schüler und eine Schülerin der sechsten Jahrgangsstufe, welche sich im Klassenentscheid bereits gegen ihre Mitschüler durchsetzen konnten.

Auf dem Foto von rechts nach links: Jonathan Krüger (6d), Tim Sohns (6c), Marie Hoyme (6a) und Levi Herz (6b).

Nachdem der Fremdtext geschafft war stand die nächste Herausforderung an. Alle vier durften nun einen selbst gewählten Buchauszug vor der gesamten Jahrgangsstufe und der Jury, bestehend aus der Vorjahressiegerin Valentina Lang (7e), Frau OStRin C.Flach und Herr StRef N. Üblacker in der Aula des Meranier-Gymnasiums vorlesen. Das Publikum war überaus enthusiastisch und feuerte seine Klassenkameraden lautstark an: Zuerst las Jonathan Krüger (6d) aus Charlotte Habersacks „Bitte nicht öffnen – rostig!“, ehe Tim Sohns (6c) einen Einblick in den „Worst week ever – Dienstag“ gab. Anschließend brachte Levi Herz aus der 6b mit dem Auszug aus „Der Tag, an dem Max dreimal kotzte“ von Marc-Uwe Kling seine Mitschüler zum Schmunzeln. Marie Hoyme schaffte es abschließend, alle mit einem Ausschnitt aus Cornelia Funkes „Die wilden Hühner“ zu fesseln.

Nun war auch dieser große Abschnitt geschafft und den Finalisten fiel sprichwörtlich ein Stein vom Herzen, denn nun konnten sie nur noch abwarten, zu welchem Urteil die Jury kam. Damit die Zeit bis zur Entscheidung nicht allzu lang war, durften sich alle Sechstklässler noch an einem Literaturquiz beteiligen, bei dem als Preis ein Buch winkte. Die Jury machte sich die Entscheidung nicht leicht, hatten doch alle vier Finalisten ihr Bestes gegeben, doch schließlich konnte die Siegerin verkündet werden: Marie Hoyme (6a) gewann den diesjährigen Schulentscheid im Vorlesewettbewerb und wird das MGL beim Kreisentscheid vertreten. Viel Spaß und viel Erfolg dabei!

Ein herzlicher Dank geht neben allen Finalisten an die kompetente Jury und alle fleißigen Mitmoderatoren, welche die Veranstaltung unterstützt haben: Lilly Bott (6c), Valentin Lachner (6d), Rosalie Waigand (6b), Luisa Weidner (6c) und Samuel Zopf (6a). Ihr seid super!

Die Sammelaktion am Meranier-Gymnasium Lichtenfels hat in diesem Jahr nicht nur Päckchen, sondern auch viele schöne Momente hervorgebracht. 204 liebevoll gestaltete Geschenke machen sich nun auf den Weg, um Kindern in Osteuropa ein helles Leuchten in ein oft graues Leben zu bringen.

Vier Wochen lang füllte sich das Lehrerzimmer mit buntem Geschenkpapier, Schleifen und dem leisen Knistern von Kartons, in die Spielsachen, Süßigkeiten, Hefte, Stifte und warme Kleidung gelegt wurden. Schon beim Packen stellten sich viele Schülerinnen und Schüler vor, wie ein unbekanntes Kind weit entfernt den Deckel öffnet und spürt, dass jemand an es gedacht hat.

Am 20. November war es dann so weit: Die bereits gut bekannten Ehrenamtlichen des Round Table Kulmbach, Christian Backert und Julian Trebes, parkten ihren Van vor der Aula und mit ihnen zog eine besondere Aufregung ins Schulhaus ein. Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen trugen Karton um Karton hinaus und verwandelten die Verladeaktion in ein spürbares Gemeinschaftserlebnis.

Die Päckchen treten nun ihre Reise nach Bulgarien, Moldawien, Rumänien, in die Ukraine und erstmalig nach Albanien an – in Regionen, in denen viele Familien mit knappen Mitteln durch den Winter kommen müssen. Für die Schulfamilie bedeutet die Aktion mehr als nur ein Projekt im Schuljahr. Es fühlt sich einfach gut an, ganz konkret helfen zu können, auch wenn man die Empfänger der Päckchen nie kennenlernen wird. Die Sammelaktion ist so zu einem festen Ritual geworden, das spürbar macht, dass Solidarität und Mitgefühl keine großen Worte bleiben müssen, sondern in einem Schuhkarton Platz finden.

Am Donnerstag, den 09. Oktober 2025, besuchten die Medienscouts des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels erneut die St. Katharina-Schule, um mit Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen über den sicheren und reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu sprechen. Nach dem erfolgreichen Projekt im Juli setzten die Scouts diesmal auf eine altersgerechte Kombination aus bewährten Inhalten und neuen Impulsen.

Mit den Fünftklässlern führten die Scouts das bewährte WhatsApp-Projekt durch. In interaktiven Einheiten lernten die Kinder, wie sie den beliebten Messenger-Dienst stressfrei und sicher nutzen können. Themen wie Gruppenchat-Regeln, der Umgang mit Kettenbriefen und die Rolle des Admins wurden praxisnah und spielerisch vermittelt. Besonders wichtig war den Scouts, den Kindern zu zeigen, wie sie sich selbstbewusst und respektvoll in digitalen Räumen bewegen können.

Die Sechstklässler beschäftigten sich mit weiterführenden Themen rund um digitale Medien. Die Scouts erklärten, wie man Phishing-Nachrichten erkennt, warum Datenschutz wichtig ist und was hinter den AGB von Apps wie WhatsApp steckt. In Übungen zur Selbstdarstellung auf Social Media reflektierten die Schülerinnen und Schüler, welche Bilder sie posten würden und was diese über sie aussagen. Auch sensible Themen wie Cybermobbing und Sexting wurden altersgerecht und empathisch angesprochen.

Wie schon beim letzten Besuch überzeugten die Medienscouts durch ihre authentische und wertschätzende Art. Sie begegneten den Förderschülerinnen und -schülern auf Augenhöhe und schufen einen sicheren Raum für Fragen, Austausch und Diskussion. Die Rückmeldungen der Lehrkräfte und Teilnehmenden waren erneut durchweg positiv – ein Zeichen dafür, wie wirkungsvoll der Peer-to-Peer-Ansatz ist.

Der Besuch an der St. Katharina-Schule war ein voller Erfolg. Die Medienscouts konnten nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kinder im Umgang mit digitalen Medien stärken.

Am Donnerstag, den 18. September 2025, nahmen unsere Medienscouts am Ausbildungstag für Medienscouts in Bayreuth teil. Die Veranstaltung wurde von der Opferhilfe Oberfranken organisiert und fand auf dem Gelände der Universität Bayreuth statt. Über 300 Schülerinnen und Schüler aus ganz Oberfranken kamen zusammen, um sich weiterzubilden und fit für die Herausforderungen der digitalen Welt zu bleiben.

Den Auftakt gestaltete die ehemalige Kandidatin von „Germany’s Next Topmodel“ und Influencerin Lijana Kaggwa, die eindrucksvoll über ihre Erfahrungen mit Hasskommentaren und Cybermobbing berichtete. Sie erzählte, wie sie nach massiven Angriffen im Netz den Wettbewerb verließ und sich seitdem mit ihrem Verein „Love always wins – that’s law e. V.“ für einen respektvollen Umgang im Internet einsetzt. Ihr Vortrag machte deutlich, wie wichtig Zivilcourage und digitale Kompetenz sind.

Unsere Medienscouts gemeinsam mit Lijana Kaggwa beim Ausbildungstag in Bayreuth – ein starkes Zeichen gegen Hass im Netz und für digitale Zivilcourage.

Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops zu aktuellen Themen wie Hatespeech, Fake News, KI und Cybergrooming. Dabei wurde klar, wie komplex die digitale Welt ist und wie entscheidend es ist, Jugendlichen Werkzeuge an die Hand zu geben, um sich sicher und selbstbewusst darin zu bewegen. Unsere Medienscouts nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen zu vertiefen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Sie betonten, wie wichtig es ist, Tipps und Hilfestellungen an Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben, um sie vor Gefahren im Netz zu schützen.

Unsere Medienscouts erarbeiten gemeinsam mit Lijana Kaggwa kreative Strategien für mehr Zivilcourage im Netz.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie unverzichtbar die Arbeit der Medienscouts für Medienkompetenz und Prävention ist. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Polizei unterstrichen die Bedeutung der Medienscouts an den Schulen.

Wir danken allen Beteiligten für diesen informativen und motivierenden Tag – unsere Medienscouts sind bestens gerüstet, um ihre wichtige Arbeit an unserer Schule fortzuführen!

Am 20.10.25 bekam das P-Seminar „Gesundheitstag“ Besuch aus München. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Herrn Christof stellte Frau Gerlach vom Helmholtz Zentrum Munich dem Seminar und Lehrerin Frau Müller ihre Tätigkeiten als Werkstudentin vor. Anschließend wurden die Schüler*innen im Umgang mit Gesundheits-Informationen aus dem Internet geschult. Wo finde ich seriöse Informationen? Wie kann ich diese überhaupt erkennen? Denn gerade in sozialen Medien kursieren zahlreiche Fake News zu medizinischen Themen oder Trends wie Nahrungsergänzungsmitteln. Auch Chatgbt ist keine zuverlässige Quelle.

Die vom Helmholtz Zentrum Munich und der AOK Bayern gestaltete Homepage und App clever.gesund bieten hier hingegen neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen für Kinder und Jugendliche. Zu Themen wie Essen & Trinken, Bewegung & Sport, Sucht, Entspannung und Mein Körper wird hier jeder fündig.

Die P-Seminar Teilnehmenden sind nach dem Vortrag nun offiziell Gesundheitsbuddys. An den geplanten Projekttagen, die nach den Osterferien stattfinden sollen, können sie ihr Wissen an die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen weitergeben.

Zur bisherigen Planung der Gruppe gab Frau Gerlach, die mit ihrem Team schon zahlreiche Schulprojekte begleitet hat, abschließend noch hilfreiche Tipps.

Wir danken ihr und ihrem Team ganz herzlich für den erfolgreichen Besuch!

Was will ich im Leben? Wofür brenne ich? Und was kann ich richtig gut? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die gesamte 12. Jahrgangsstufe des MGL am 9. Oktober 2025, als die Kölner Coachin Hannah Jaspert für einen inspirierenden Vormittag an unsere Schule kam.

Im Mittelpunkt stand die „Ikigai-Methode“, die aus Japan stammt und jungen Menschen helfen soll, eine Verbindung zwischen ihren Stärken, Leidenschaften, Werten und beruflichen Zielen zu finden. Jaspert motivierte die Schülerinnen und Schüler, sich auf spielerische Weise mit ihrer Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Dabei herrschte eine fröhlich-offene Atmosphäre – nicht zuletzt durch das Spiel „Zwei Wahrheiten – eine Lüge“, bei dem viel gelacht und gestaunt wurde.

In Kleingruppen arbeiteten die Jugendlichen anschließend mit der Methode „Design Thinking for Life“, die dazu anregt, Zukunftsfragen kreativ zu stellen und ungewöhnliche Szenarien zu denken. Eine Schülerin meinte danach: „Ich fand spannend, wie schnell man merkt, was einem wirklich wichtig ist, wenn man es einmal aufschreibt.“

Als letzten Programmpunkt gestaltete jede und jeder eine Zukunftscollage, auf der Träume und Ziele sichtbar wurden – von der eigenen Firma über den Traum vom Medizinstudium bis zum Wunsch, die Welt gerechter zu machen.

Eingebettet war dieser Projekttag im „Aufbaumodul zur beruflichen Orientierung (ABO)“, das auch in diesem Jahr noch etliche Stationen für die 12. Jahrgangsstufe bereithält. Finanziell unterstützt wurde der Vormittag erneut sehr großzügig vom Landratsamt Lichtenfels, wofür wir uns ganz herzlich bedanken!

„Es geht nicht darum, sofort den perfekten Plan zu haben“, betonte Hannah Jaspert zum Abschluss, „sondern darum, ein Gespür für den eigenen Weg zu entwickeln.“ Für viele Schülerinnen und Schüler wurde dieser Vormittag damit zu einem echten Schritt in Richtung Zukunft.

Am 17. Oktober 2025 besuchten die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfach Geschichte mit Frau Simon die Ausstellung „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ in der Erlöserkirche in Bamberg. Schon beim Betreten der Kirche war klar: Hier geht es nicht nur um historische Fakten, sondern um Menschen, um Schicksale und um Mut.

Die Führung übernahm Frau Popp, die uns auf sehr eindrucksvolle Weise durch die Ausstellung begleitete. Es ging um Frauen, die sich nicht von Angst oder Gewalt einschüchtern ließen. Achtzehn Biografien erzählten von politischem Mut, von Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten und von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – selbst wenn das das eigene Leben kosten konnte.

Viele der Frauen waren keine bekannten Namen aus Geschichtsbüchern. Sie waren Arbeiterinnen, Studentinnen, Lehrerinnen, Mütter, Krankenschwestern oder Künstlerinnen. Ihre Formen des Widerstands waren unterschiedlich: Sie versteckten Verfolgte, schmuggelten Flugblätter, widersprachen öffentlich oder schrieben gegen das Regime an. Einige kämpften politisch organisiert, andere handelten ganz individuell – aber alle bewiesen Zivilcourage.

© Ausstellung Frauen im Widerstand / ausstellung leihen

Besonders bewegte uns die Geschichte von Orli Wald, über die Frau Popp ausführlicher sprach. Orli Wald war Kommunistin und wurde von den Nationalsozialisten verhaftet und in mehrere Konzentrationslager verschleppt. Im Lager Auschwitz wurde sie als „Engel von Auschwitz“ bekannt, weil sie trotz Hunger, Gewalt und Todesangst versuchte, anderen zu helfen und Mitgefangene zu retten. Ihre Menschlichkeit und ihr Mut beeindruckten uns tief – gerade weil sie nicht als Heldin geboren wurde, sondern trotz extremster Bedingungen das Richtige tat.

Was wir aus der Ausstellung mitgenommen haben? Geschichte besteht nicht nur aus Daten und Ereignissen, sondern aus Menschen, Entscheidungen und Haltung. Widerstand beginnt oft im Kleinen – mit dem Mut, nicht wegzusehen. Genau das macht diese Ausstellung so aktuell. Sie erinnert uns daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und dass jede Generation sie neu verteidigen muss.

Der Besuch war keine „normale“ Unterrichtsstunde, sondern eine Begegnung – mit Geschichte, aber auch mit Fragen an uns selbst: Wie hätten wir gehandelt? Wo stehen wir heute, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen?

17 Freiwillige, eine Trainerin und Frau Kollmer an einem Mittwochmorgen in der Turnhalle: alle sitzen konzentriert am Boden. „Wir atmen erst auf Khhhhh aus, dann auf Khhh ein und dann tönen wir!“

Nein, das ist kein Geburtsvorbereitungskurs, sondern der Workshop der TheaterAG mit der Sprachtherapeutin und -coachin Susanne Muhr. Die freiberufliche Expertin ist extra aus Fürstenfeldbruck angereist, um der TheaterAG wertvolle Tipps zum deutlicheren und lauteren Sprechen auf der Bühne (aber auch im echten Leben!) zu vermitteln. Nach anfänglichen Berührungsängsten und Kicheranfällen lassen sich alle Teilnehmenden auf die Übungen ein. Da wird auf Kommando gehechelt, gesummt und geschluckt. Tiernamen tönen lautstark durch die Halle und spätestens bei der Zwerchfellgymnastik mit und ohne Theraband verstehen alle, dass eine gute Stimme wirklich Arbeit ist! Die zahlt sich gegen Ende auch aus. Die Sketchszene zum Abschluss gelingt allen Gruppen tadellos.

Zwei wichtige Erkenntnisse nehmen alle nach diesen 4 Stunden Workshop mit nach Hause: 1. Räuspern ist böse – wir summen und schlucken! 2. Nur eine entspannte Stimme ist eine tragende Stimme.

Die gezeigten Übungen werden die TheaterAG sicherlich durchs Jahr begleiten – wir hatten einen spannenden und lustigen Workshop und üben fleißig weiter!