Ganze vier Mal hieß es am ersten Juliwochenende am MGL „Bühne frei!“. Die TheaterAG hatte in diesem Jahr so viele Mitglieder, dass sie kurzerhand zwei Stücke auf die Beine stellte, die in einem Double-Feature jeweils am 3.7. und 4.7.26 zu sehen waren.
Los ging es nachmittags mit dem „Laufkrimi mit Gartenzwerg“ des Unterstufentheaters. Das Schulhaus verwandelte sich in die Bühne, sodass an mehreren Orten kleine Szenen gezeigt wurden. Das Publikum war sportlich gefordert und pendelte zu Fuß zwischen den einzelnen Spielorten. Gezeigt wurde eine Eigenproduktion mit vielen kreativen Elementen, die die Talente der einzelnen Darstellenden betonten. So waren neben kaffeesüchtigen Polizistinnen z.B. auch ein betrunkener Gartenzwerg, ein zwischen den Eltern zerrissenes Entführungsopfer und eine diebische Verkäuferin zu bestaunen. Dies alles verflocht sich zu einem kurzweiligen Krimi, der manche Frage offenließ, aber auf jeden Fall Spannung und Unterhaltung garantierte.
Spannend wurde es auch in der Abendveranstaltung des Mittelstufentheaters. Frei nach einem Jugendroman zeigten die 18 Schauspielenden unter dem Titel „Lügst du?“ die Aufklärung eines mysteriösen Mordfalls: Zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus. Fünf Jugendliche der Bayview High müssen gemeinsam nachsitzen. Doch nur vier von ihnen werden den Nachmittag überleben: Simon stirbt an einem allergischen Schock, den offenbar Erdnussöl in seiner Wasserflasche ausgelöst hat. Doch wie kam das Erdnussöl dort hinein und warum waren ausgerechnet an diesem Tag keine Epipens im Krankenzimmer vorhanden? Die Hinweise verdichten sich, dass das alles kein Zufall gewesen sein kann und die vier anderen stehen plötzlich unter Mordverdacht. Feinde hatte Simon genug: Seit Jahren betrieb er einen Blog, in dem er intimste Geheimnisse anderer auf boshafte Weise öffentlich machte. Doch reicht das wirklich als Mordmotiv aus? Und was haben die Bayview-Four, wie die Tatverdächtigen bald genannt werden, selbst zu verheimlichen?
Auf zwei Bühnen, einer Leinwand und im Zuschauerraum wurde die Geschichte intensiv und empathisch gespielt und mit starken, selbst entwickelten Dialogen dargestellt. Der lange Applaus am Schluss krönte einen erfolgreichen Theaterabend.
Eine „Reunion“ der besonderen Art gab es Ende Juni auf der Baustelle der neuen Stadtbücherei. Einige Teilnehmerinnen des alten P-Seminars „Lernen und Chillen“ (preisgekrönt im Schuljahr 2023/24) konnten sich gemeinsam mit dem diesjährigen Seminar „Von der Idee zum Event“ während einer exklusiven Führung auf der Baustelle ein genaues Bild von den Fortschritten machen. Nach einer Begrüßung und kurzen Einführung durch Steffen Hofmann, den Amtsleiter des Bereichs für Wirtschaft, Tourismus und Kultur, durften wir, ausgestattet mit schicken Bauhelmen und einer Sicherheitseinweisung durch Stadtbaumeister Gerhard Pülz, das Areal erkunden. Letzterer konnte uns sehr viele interessante Details zur Architektur, der Bauweise, der zukünftigen Struktur und den Problemen während des Baus erklären. Besonders beeindruckend waren dabei seine Informationen zum Tageslichtkonzept, zur Heizung sowie zur traditionellen Bauweise mit Lehm. Auch die während des Baus zufällig entdeckte mittelalterliche Deckengestaltung sorgte für viel Bewunderung.
Zusätzlich erläuterte uns das Team der Stadtbücherei anhand von Plänen, wie die Innengestaltung und der Aufbau der zukünftigen Institution aussehen werden. Dabei konnte sich vor allem das „alte“ Seminar davon überzeugen, welche ihrer eigenen Gestaltungsideen zur Umsetzung kommen werden.
Alle Teilnehmerinnen waren sehr angetan von der bisherigen Umsetzung und der geplanten Vision von der Stadtbücherei, die auf lange Sicht dem sogenannten „open-library“-Konzept folgen soll, was bedeutet, dass man auch außerhalb der personalgeführten Zeiten mit dem Leserausweis in die Bücherei gehen kann. Die Lichtenfelser können sich wirklich auf diese neue städtische Einrichtung freuen!
Besonders hervorzuheben ist das außergewöhnliche Engagement und Interesse der Teilnehmerinnen beider Seminare, die trotz enormer Prüfungsbelastung zu diesem Zeitpunkt und Eingespanntsein durch Abischerz, Abiverabschiedung und Co. sich die Zeit nahmen, an dieser kurzweiligen Führung freiwillig teilzunehmen. Das zeugt von sehr großem Interesse an der Sache!
Ein herzlicher Dank ergeht an dieser Stelle noch einmal an das Team der Stadtbücherei, Stadtbaumeister Gerhard Pülz und an Amtsleiter Steffen Hofmann: Die Zusammenarbeit mit der Stadt Lichtenfels hat sich einmal mehr als sehr fruchtbar erwiesen!
Im September durfte das Meranier-Gymnasium Lichtenfels erneut Schülerinnen und Schüler unserer tschechischen Partnerschule des Gymnazium Cesky Brod begrüßen. Der Schüleraustausch bot den Jugendlichen aus beiden Schulen die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen und die Kultur des Nachbarlandes kennenzulernen.
Die tschechischen Gäste trafen am Samstag, den 20. September, nachmittags in Lichtenfels ein und wurden herzlich von ihren Gastfamilien empfangen. Das Wochenende verbrachten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Familien. Dabei standen zahlreiche individuelle Unternehmungen auf dem Programm.
Am Montag begann das offizielle Programm des Austauschs. Nach der Begrüßung am Meranier-Gymnasium durch die Schulleitung führte ein gemeinsamer Ausflug mit der Bahn nach Nürnberg. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler das Dokumentationszentrum am Reichsparteitagsgelände und mussten aufgrund des sehr schlechten Wetters den Stadtrundgang in einer abgespeckten Version durchführen.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen regionaler Geschichte und Kultur. Am Vormittag besuchte die Gruppe Vierzehnheiligen, die Brauerei Trunk und Klosterlangheim, wo sie eine zweisprachige Führung auf Deutsch und Tschechisch in die Geschichte des Klosters eintauchen lies. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ging es mit dem Bus nach Coburg. Dort erhielten die Jugendlichen eine spannende Führung durch die Außen- und Wehranlagen der Veste Coburg und erfuhren viel Wissenswertes über die Bedeutung der Festung für die Region.
Sportlich wurde es am Mittwoch beim Besuch des Klettergartens in Kloster Banz. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Geschicklichkeit und ihren Teamgeist unter Beweis stellen.
Am Donnerstag erhielten die tschechischen Gäste einen Einblick in den Schulalltag am Meranier-Gymnasium. Darüber hinaus stand ein Besuch beim Bürgermeister sowie eine Führung durch die unterirdischen Gänge der Stadt Lichtenfels auf dem Programm.
Den feierlichen Abschluss bildete der gemeinsame Abschiedsabend in der Aula des Meranier-Gymnasiums. Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie die Lehrkräfte trafen sich zu einem geselligen Beisammensein. In entspannter Atmosphäre wurden Erinnerungen ausgetauscht, neue Freundschaften gefeiert und bereits Pläne für ein Wiedersehen geschmiedet.
Am Freitagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach der Verabschiedung am Meranier-Gymnasium traten die tschechischen Gäste die Heimreise an.
Der Austausch war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Er stärkte nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, sondern vertiefte auch die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Schulen. Ein herzlicher Dank gilt allen Gastfamilien, die mit ihrem Engagement und ihrer Gastfreundschaft maßgeblich zum Gelingen dieser Begegnung beigetragen haben.
Im Frühjahr folgte der Gegenbesuch der deutschen Schülerinnen und Schüler mit Thomas Fugmann, Anna Beetz und Maria Neufeld bei ihren Austauschpartnern in Cesky Brod.
Der Dienstag begann mit einer Begrüßung in der Schule sowie Präsentationen über Tschechien, Prag und das Gymnasium der Partnerschule. Anschließend stand der erste Ausflug nach Prag auf dem Programm. Bei einem Stadtrundgang lernten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Sehenswürdigkeiten der tschechischen Hauptstadt kennen, darunter das Gemeindehaus, den Pulverturm, die berühmte Celetná-Straße, den Altstädter Ring und den Wenzelsplatz.
Auch am Mittwoch führte der Weg erneut nach Prag. Diesmal besuchte die Gruppe das interaktive Erlebniszentrum „Future Port“. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler in deutsch-tschechischen Kleingruppen in interaktiven Räumen ihr Geschick, Können und ihre sportliche Ausdauer gemeinsam unter Beweis stellen. Das Sammeln von Punkten und der interne Wettkampf untereinander brachte viel Spaß und ein tolles Erlebnis.
Ein weiterer Höhepunkt erwartete die Schülerinnen und Schüler am Donnerstag. Nach der Fahrt in die Hauptstadt ging es bei strahlendem Sonnenschein zunächst zu Fuß auf den Petřín-Hügel. Dort standen der Aussichtsturm und das berühmte Spiegellabyrinth auf dem Programm. Anschließend führte der Stadtrundgang zur Prager Burg, über die Karlsbrücke und vorbei am Nationaltheater. Die beeindruckenden Bauwerke und die besondere Atmosphäre Prags hinterließen bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.
Am Freitag erhielten die deutschen Gäste zunächst einen Einblick in den Unterricht ihrer Partnerschule. Danach unternahm die Gruppe einen Ausflug nach Mladá Boleslav zum Škoda-Auto-Werk. Neben dem Besuch des Škoda-Museums bot insbesondere die Werksführung äußerst interessante Einblicke in moderne Produktionsabläufe des Autobaus und die Geschichte des traditionsreichen Unternehmens. Am Abend fand in der Schule ein gemeinsamer Abschiedsabend statt, bei dem Schülerinnen und Schüler sowie alle beteiligten Lehrkräfte die ereignisreiche Woche in geselliger Atmosphäre ausklingen ließen.
Am Samstag traten die deutschen Schülerinnen und Schüler die Heimreise an. Viele Abschiede fielen schwer, denn während der Austauschwoche waren die zuvor in Lichtenfels entstandenen neue Freundschaften vertieft worden.
Der Schüleraustausch mit unserer tschechischen Partnerschule zeigte erneut eindrucksvoll, wie wertvoll persönliche Begegnungen für das gegenseitige Verständnis innerhalb Europas sind. Die gemeinsamen Erlebnisse in Deutschland und Tschechien förderten nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Jugendlichen, sondern schufen auch Erinnerungen, die noch lange nachwirken werden.
Am 24.6.2026 kam der Abiturjahrgang 2024/26 bei hochsommerlichen Temperaturen um die 34 Grad noch einmal mit seinen Reli- und Ethiklehrkräften im Hof hinter der Mensa zusammen, um den erfolgreichen Endspurt gebührend zu feiern. In entspannter Atmosphäre wurde gegessen, gelacht, erzählt und auf das Erreichte angestoßen. Dabei blieb auch Zeit für Rückblicke auf gemeinsame Schuljahre, für einen Blick auf das, was vor den Schülerinnen und Schülern liegt, und für viele persönliche Anekdoten.
Für die passende Stärkung sorgten Grillgut von der Metzgerei Geldner, Bier vom Trunk und Brötchen von der Bäckerei Fuchs. Damit war bestens für das leibliche Wohl gesorgt und die sommerliche Feier konnte in vollen Zügen genossen werden. Die Grilltradition am MGL, die zwei Tage vor der Entlassfeier von Lehrkräften für die Abiturientinnen und Abiturienten ausgerichtet wird, hat damit einmal mehr ihren festen Platz im Schuljahr bestätigt. Auch Tom Carl und Helmuth Bautz standen wieder zuverlässig am Grill und sorgten dafür, dass niemand hungrig blieb.
Wir wünschen euch für euren weiteren Weg alles Gute und viele spannende neue Erfahrungen!
– Eure Reli- und EthiklehrerWie läuft ein Auswahlverfahren wirklich ab? Worauf kommt es im Vorstellungsgespräch an? Und welche Anforderungen stellen unterschiedliche Berufsfelder an Bewerberinnen und Bewerber? Mit diesen Fragen setzte sich die Q12 am 17. Juni 2026 intensiv auseinander. Im Rahmen des Aufbaumoduls zur Beruflichen Orientierung (ABO) erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, direkt vor Ort wertvolle Einblicke in verschiedene Institutionen und Unternehmen zu gewinnen.
In kleinen Gruppen von ca. zehn Leuten verbrachten die Jugendlichen einen Vormittag bei regionalen Partnern und erlebten Bewerbungssituationen aus erster Hand. So führte Frau Liebermann von der Sparkasse ein Bewerbungstraining direkt an der Schule durch. Bei der Polizei erhielten die Jugendlichen von Ausbildungsleiter Herrn Gödel eine Führung durch die Polizeistation, lernten die Aufgaben der Polizei kennen und wurden über das Einstellungsverfahren sowie Verdienstmöglichkeiten informiert.
Auch bei der Sportpraxis Faulstich erwartete die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm: Frau Müller gewährte im Rahmen einer Hausführung Einblicke in den Arbeitsalltag, erklärte den Ablauf eines Bewerbungsverfahrens und diskutierte über kreative Elemente wie von Schülerinnen und Schülern erstellte kurze Videos.
Im Finanzamt führte Herr Schneider durch die Behörde, erläuterte das Einstellungsverfahren und bereitete die Teilnehmenden gezielt auf den Beamtentest vor, für den sich die Schülerinnen und Schüler bereits angemeldet hatten.
An der Sana Medical School arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Frau Pollmüller an anspruchsvollen Inhalten: Neben Interviews mit dem Geschäftsführer, teilweise auf Englisch, präsentierten sie vorbereitete Beiträge und diskutierten im Anschluss aktuelle Themen wie Möglichkeiten der Schwangerschaftsverhütung für den Mann oder die „Gender Health Gap“.
Bei der HUK Coburg standen unter der Leitung von Frau Lenz und Frau Kestel eine Stärken- und Schwächenanalyse, eine Hausführung sowie moderne Auswahlformate im Mittelpunkt. In der KI-Übung „Prompt your skills“ konnten die Jugendlichen ihre Kompetenzen reflektieren, bevor sie sich in einem Assessment-Center mit kreativen Challenges, wie dem Bau einer tragfähigen Papierbrücke, beweisen mussten.
Die AOK bot mit Frau Behr ein intensives Bewerbungstraining, das Theorie und Praxis verband. Dabei ging es unter anderem um den ersten Eindruck im Vorstellungsgespräch, den richtigen Händedruck oder die positive Darstellung eigener Schwächen. In simulierten Bewerbungsgesprächen sowie Einzelgesprächen zu den eingereichten Bewerbungsmappen erhielten die Schülerinnen und Schüler individuelles Feedback.
Die beteiligten Partner zeigten sich beeindruckt vom Engagement und der Vorbereitung der Q12. Besonders hervorgehoben wurden die Offenheit, das Interesse und die Fähigkeit, auch in neuen und herausfordernden Situationen souverän zu agieren.
Die vielfältigen Erfahrungen dieses Tages bieten den Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Orientierung für ihren weiteren beruflichen Weg und verdeutlichen, wie wichtig praktische Einblicke neben der schulischen Vorbereitung sind.
Wir danken allen beteiligten Partnern herzlich für ihre Unterstützung und freuen uns auf die Fortsetzung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit!
Liebe Eltern, werte Erziehungsberechtigte,
wie bereits angekündigt wurde heute die Fundecke am MGL aufgeräumt und sortiert. Dabei haben wir unzählige Sportbeutel gefunden, die noch auf ihren Besitzer warten. Bitte nehmen Sie sich kurz die Zeit, vielleicht erkennen Sie die Sachen ihres Kindes!
Falls etwas erkannt wird, kann sich ihr Kind ab nächster Woche bei Frau Gagel oder Neufeld melden; wir geben den Sportbeutel dann gerne zurück.
Wenn sich Schülerinnen und Schüler freiwillig mit kniffligen mathematischen Problemen beschäftigen, konzentriert grübeln und sich am Ende über jede gefundene Lösung freuen, dann ist wieder Pangea-Zeit am Meranier-Gymnasium Lichtenfels. Auch in diesem Schuljahr stellten sich zahlreiche mathematikbegeisterte Jugendliche der Herausforderung des bundesweiten Wettbewerbs.
Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe sowie zwei motivierte Achtklässler des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels, die sich von den abwechslungsreichen Aufgabenformaten des Wettbewerbs nicht abschrecken ließen – im Gegenteil: Gerade die Mischung aus Logik, Kreativität und mathematischem Denken machte für viele den besonderen Reiz aus.
Den Auftakt bildete die Online-Vorrunde, in der die Teilnehmenden ihr Können unter Beweis stellen konnten. Dabei wurde schnell deutlich: Mathematik kann richtig Spaß machen – vor allem dann, wenn es nicht nur ums Rechnen, sondern ums Knobeln und Entdecken geht. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten hier bereits bemerkenswertes Geschick und große Ausdauer. Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifizierten sich für die Zwischenrunde und mit insgesamt 24 Schülerinnen und Schülern konnte das Meranier-Gymnasium hier ein starkes Ergebnis erzielen. In 60 Minuten wurde konzentriert gerechnet, kombiniert und logisch argumentiert. Die Aufgaben hatten es in sich, doch unsere Schülerinnen und Schüler bewiesen Durchhaltevermögen und Kreativität und wuchsen an den Herausforderungen. Ein besonderer Erfolg gelang auch in diesem Jahr erneut Leonhard Stangl (8b), der sich für das Bundesfinale qualifizieren konnte. Damit knüpft er an seine starken Leistungen der vergangenen Jahre an und bestätigt eindrucksvoll sein außergewöhnliches mathematisches Talent. Das Bundesfinale findet am 13. Juni in München statt, wo sich Leonhard mit den besten Nachwuchsmathematikerinnen und -mathematikern aus ganz Deutschland messen wird. Wir drücken ihm schon jetzt fest die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg!
Der Pangea-Mathematikwettbewerb ist weit mehr als ein Leistungsvergleich: Er weckt Neugier, stärkt das Selbstvertrauen und zeigt, wie vielseitig und spannend Mathematik sein kann. Für viele ist es ein besonderes Erlebnis, sich Herausforderungen zu stellen, an denen man wachsen kann – und vielleicht entdeckt der eine oder die andere dabei sogar ein ganz neues Interesse. Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich zu ihrem Engagement und ihren Leistungen und freuen uns schon auf den nächsten Pangea-Mathematikwettbewerb!
Die SMV lud am 15.05.2026 die Mittel- und Oberstufe zu einem Kino- und Spielabend ein. Neben einer großen Auswahl an Spielen wurden für das geplante Kinoerlebnis zwei Filme vorbereitet. Die Entscheidung war schnell getroffen: Es wurde ein schöner Spieleabend ohne Filme, da sich die kleine Teilnehmerzahl zügig einig wurde.
Durch witzige Pantomimen und Zeichnungen wurden Begriffe beim beliebten Klassiker „Tabu” erraten und mörderische Werwölfe beim gleichnamigen Spiel gesucht. Von der SMV wurde eine Auswahl an Getränken sowie Popcorn, Tomate-Mozzarella-, und Käse-Weintraubenspießen bereitgestellt – auch dieses Angebot wurde gerne angenommen. Nach drei Stunden ging so ein angenehmer Abend zu Ende.
– Julian Kerner für die SMVIm Rahmen des Lateinunterrichts der 10. Klassen zeigte sich kürzlich, dass antike Rhetorik keineswegs ein verstaubtes Thema aus vergangenen Zeiten ist. Nach einer Unterrichtsphase zu Marcus Tullius Cicero und der antiken Redekunst war mit Ralf Popp ein Gast am MGL, der den Schülerinnen und Schülern verdeutlichte, wie wichtig Kommunikation und rhetorisches Geschick auch heute noch im Alltag und Berufsleben sind.
Der Besuch kam über Kontakte des Rotary Club Obermain zustande, der sich im Rahmen sogenannter „Hands-on“-Projekte engagiert und praktische Unterstützung aus den eigenen Reihen vermitteln möchte. Mit Herrn Popp, einem pensionierten Polizeibeamten mit langjähriger Berufserfahrung, konnte ein Referent gewonnen werden, der Theorie und Praxis anschaulich miteinander verband.
Gleich zu Beginn machte Herr Popp deutlich: Ob man später noch Latein brauche, hänge vom jeweiligen Beruf ab – Rhetorik dagegen brauche man immer im Leben. Ob bei einer Rede auf einer Familienfeier, in Vorstellungsgesprächen oder im Berufsalltag: Kommunikation begleite den Menschen ständig. Besonders anschaulich berichtete er dabei aus seiner Zeit bei der Polizei, in der rhetorische Fähigkeiten und sicheres Auftreten eine zentrale Rolle spielten. Dabei räumte er auch mit manchen Klischees aus Krimiserien auf. Anders als oft im Fernsehen dargestellt, brauche es bei Mordermittlungen häufig keine ausgefeilten Verhörmethoden. Die Aufklärungsquote liege bei Tötungsdelikten bei über 95 Prozent, und in vielen Fällen meldeten sich die Täter sogar selbst bei der Polizei. Eindrucksvoll erinnerte sich Herr Popp an sein erstes Mordgeständnis per Telefon im Jahr 1994.
Im Anschluss widmete sich der Vortrag dem Thema Kommunikation. Ausgangspunkt war die bekannte Aussage des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Herr Popp erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass bereits Kleidung, Körpersprache oder Schweigen Botschaften an andere Menschen senden. Farbe, Schnitt oder Aufdruck eines Kleidungsstücks würden ebenso wahrgenommen wie Gestik oder Haltung. Selbst kleine Details – etwa eine Hand in der Hosentasche – könnten bereits Wirkung auf andere haben.
Auch praktische Tipps für Vorträge und Referate gab der Referent weiter. Nervosität und Unsicherheit seien völlig normal. Zittrige Hände könne man etwa durch das Halten von Karteikarten geschickt kaschieren. Besonders wichtig sei außerdem die Erkenntnis: „Eine Rede ist keine Schreibe.“ Herr Popp berichtete dabei von seinen ersten Polizeiberichten für einen lokalen Radiosender, die er zunächst wie klassische Schulaufsätze formuliert habe – und schnell merkte, dass gesprochene Sprache anderen Regeln folgt. Gerade Wiederholungen seien in Vorträgen sinnvoll, damit Inhalte beim Publikum hängen bleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war der Umgang mit Stress. Herr Popp erklärte, dass Stressreaktionen ursprünglich aus der Urgeschichte stammen: Damals habe der Mensch vor Gefahren wie Säbelzahntigern fliehen müssen, heute seien es eher Referate oder spontane Präsentationen vor einer Klasse. Die körperlichen Reaktionen seien jedoch bis heute dieselben geblieben. Gleichzeitig betonte er, dass eine gewisse Aufregung sogar hilfreich für einen gelungenen Vortrag sein könne. Offen sprach Herr Popp auch über eigene Erfahrungen mit Lampenfieber, etwa bei Grabreden für Kollegen. Um Stress zu reduzieren, empfahl er deshalb, sich frühzeitig mit der Umgebung vertraut zu machen, Technik vorher auszuprobieren und mögliche Unsicherheiten bereits im Vorfeld auszuschalten.
Zum Abschluss stellte der Referent noch das sogenannte AIDA-Prinzip vor, das beim Aufbau von Vorträgen helfen soll: Aufmerksamkeit wecken, Interesse erzeugen, den Wunsch nach mehr Informationen schaffen und schließlich zum Handeln motivieren.
Der Besuch zeigte den Schülerinnen und Schülern, dass die Beschäftigung mit antiker Rhetorik weit über den Lateinunterricht hinaus Bedeutung besitzt – und dass gute Kommunikation eine Fähigkeit ist, die in nahezu allen Lebensbereichen gebraucht wird.
Fünfjähriges Jubiläum feierte dieses Jahr in der Woche nach den Osterferien eine besondere Projektwoche, die seit dem Sommer 2022 Abwechslung in den Schulalltag unserer Achtklässler bringt: Fünf Tage ohne Notendruck, Hausaufgaben oder den gewohnten 45-Minuten-Rhythmus; verbunden mit der Gelegenheit, etwas mitzunehmen, das im normalen Lehrplan nur wenig Platz findet – eben eine „Schule fürs Leben“, so der offizielle Titel aus dem Kultusministerium. Nun wird in der Gesellschaft trefflich darüber gestritten, was die Schülerinnen und Schüler im Jahr 2026 aus der Schule für das Leben mitnehmen sollen: „KI-Kompetenz“, ruft der eine Berufsverband. „Die Steuerklärung ausfüllen“, der andere. „Anlagestrategien“, wünscht sich der Bankenverband. Manch Eltern wären schon froh, wenn der Nachwuchs Verantwortung für sich, den eigenen Schulranzen oder den Kleiderschrank übernehmen könnte. Die Antwort des Projektteams von Lehrkräften des Meranier-Gymnasiums fällt differenziert aus. Fünf kleine Bausteine bieten sie, im täglichen Wechsel, an, die den Achtklässlerinnen und Achtklässlern etwas Rüstzeug im Alltag, in der eigenen Lebensgestaltung vermitteln. Ein Überblick:
In Baustein 1 wurde es gleichermaßen informativ und lecker. Das Thema Ernährung bot aber auch Nervenkitzel! Aus einem digitalen Escape Game konnten die Schülerinnen und Schüler nur entkommen, indem sie ihr Wissen über Nährstoffe, die Ernährungspyramide und die Kennzeichnung von Lebensmitteln unter Beweis stellten. Später traten kleinere Gruppen in einem Table Quizz über Ernährungsgewohnheiten gegeneinander an. Das Team mit der höchsten Punktzahl durfte sich zuerst eines der fünf Gerichte heraussuchen, die zum krönenden, kulinarischen Abschluss des Tages zubereitet und verköstigt wurden.
Ist das schon Sucht? Wie entsteht sie überhaupt – und wo findet man Hilfe? Darf ein Jugendlicher Schwarzwälder Kirschtorte essen? Und ist es erlaubt, nach einem Bier noch E Scooter zu fahren? Wann kommt es zum „Tunnelblick“ und wie fühlt sich das eigentlich an? Welche Schadstoffe stecken in Zigarettenrauch und Vapedampf? Und mit welchen Tricks wird dafür geworben? Nicht zuletzt: Wie können wir uns selbst und unsere Freunde sicher von einer Party nach Hause bringen? Diese und viele weitere spannende Fragen wurden im Baustein 2 „Suchtprävention“ interaktiv erarbeitet und gemeinsam beantwortet. Und am Ende stand eine überraschend positive Erkenntnis: Alkoholfreie Cocktails sind richtig lecker!
Mit den Fragen, wie uns Werbung im Alltag beeinflusst und welche Strategien Supermärkte anwenden, um uns zum Kaufen zu verführen, beschäftigten sich die Achtklässlerinnen und Achtklässler in Baustein 3 „Konsum und Einkauf“. So erarbeiteten sie sich zunächst mithilfe digitaler Quellen, wie Werbung beschaffen sein muss, um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. Darüber hinaus deckten sie bei ihrer selbstständigen Arbeit mit unterschiedlichen Medien auf, wie perfide Supermarktketten unser Kaufverhalten zu beeinflussen versuchen. In einem sich anschließenden praktischen Teil durften die Schülerinnen und Schüler dann ihr Wissen überprüfen, indem sie in Kleingruppen mit einem begrenzten Budget nach bestimmten Vorgaben eine Brotzeit kauften und dann zubereiteten. Das gemeinsame Verzehren der gekauften Produkte an einer langen Tafel im Klassenzimmer stellte den beliebten Höhepunkt dieses Bausteins dar.
Auf der Suche nach einer umfassenden Definition von „Gesundheit“ erkannten die Klassen im Zuge einer kurzen theoretischen Einführung in Baustein 4 „Wohlbefinden“ schnell die Vielschichtigkeit des Begriffs, der die Aspekte des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens miteinander vernetzt. Um den Jugendlichen die positiven Auswirkungen von Sport auf den allgemeinen Gesundheitszustand vor Augen zu führen, durchlief jede Klasse im Wechsel zwei parallel stattfindende Praxisblöcke, die von externen Partnern angeleitet wurden. Während in der Yoga-Einheit vor allem kreative und durchaus anspruchsvolle Übungen – etwa die Figur der „Krähe“ – für Begeisterung und viel Freude beim Ausprobieren sorgten, lernten die Schülerinnen und Schüler im MoveAndFun Workshop Bewegung gezielt mit Konzentrationsaufgaben zu verknüpfen und sinnvoll in den Schulalltag einzubauen.
In Baustein 5 ließen die Klassen das Schulgebäude hinter sich und erreichten mit dem Zug und einem Fußmarsch die Solidarische Landwirtschaft in Wolfsloch. Von der Umweltstation Weismain wurde ein interaktiver, theoretischer Impuls angeleitet und das Besondere dieses Ackers — im Zusammenhang mit der globalen Lebensmittelproduktion und vor dem Hintergrund der begrenzten Ressourcen und des Klimawandels — beleuchtet. Anschließend kamen die Klassen unmittelbar in Kontakt mit „Mutter Erde“, egal ob beim Umgraben, Unkraut jäten, Jungpflanzen setzen, Rankhilfen installieren oder sogar beim Mist schaufeln. Die Vielfalt und der Gewinn dieser Art der Lebensmittelerzeugung wurden lebendig und erfahrbar.
Die Evaluation der Projektwoche hat ergeben, dass die Teilnehmer der Projektwoche ganz unterschiedliche Favoriten hatten; auch bei der Frage, in welchem Baustein sie am meisten Neues gelernt hatten, waren die Antworten breit gestreut. Anscheinend war „für jeden etwas dabei“. Gefragt, was sie zum Schluss des anonymen, digitalen Feedbacks noch loswerden möchten, antworteten einzelne mit reflektierten Verbesserungsvorschlägen, das Gros jedoch so oder so ähnlich wie in diesen Beispielen:
„Ich will mehr Projektwochen mit solchen Themen.“ „Es war eine tolle Erfahrung!“ „Es war sehr schön es ging bloß zu schnell rum.“ „Wir brauchen deutlich mehr so etwas, denn es bereitet auf die Zukunft vor und bringt Abwechslung in den Schulalltag.“
Die vorbereitenden Lehrkräfte haben bisher in jedem Jahr an der ein oder anderen Stellschraube gedreht, um die Projektwoche für alle noch ertragreicher und angenehmer zu gestalten. Sie freuen sich schon auf den nächsten Durchlauf und danken den externen Partnern aus dem Gesundheitsamt für die Begleitung der Suchtprävention sowie Frau Krauß und Frau Göhring für die sportlichen Impulse.
– Das Projektteam „Schule fürs Leben“ (Isabell Dorsch, Kerstin Filberich, Simone Föhl-Wais, Rebecca Häublein, Anne Labisch, Nadja Nikol und Dr. Manuel Weskamp)Am Samstag, den 18.04.2026, waren wir, einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c mit unserer Klassenleiterin Frau Reuter, im „Globe Theater“ in Coburg, um uns das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt anzusehen, das wir zuvor im Unterricht als Lektüre gelesen hatten.
Nachdem wir uns alle vor dem Theater versammelt hatten, gingen wir zunächst in einen Vorraum, in dem wir in einem Vortrag über den Autor Friedrich Dürrenmatt informiert wurden und einen kurzen Einblick in die Inszenierung des Stückes erhielten. Nach kurzer Wartezeit auf unseren Plätzen ging das Stück endlich los. In „Der Besuch der alten Dame“ geht es darum, dass die ehemalige Güllenerin Claire Zachanassian als steinreiche Frau in ihr Heimatdorf zurückkehrt, wo ihr vor langer Zeit von ihrem Liebsten, Alfred Ill, übel mitgespielt und ihr Leben ruiniert wurde. Nun möchte Claire sich an Ill rächen und bietet den Güllenern zwei Milliarden (anders als bei Dürrenmatt zwei statt einer Milliarde – wegen der Inflation 😊) dafür, dass Ill getötet wird. Zunächst weisen die Bewohner von Güllen das Angebot entrüstet zurück.
An dieser Stelle wurde das Stück durch die Pause unterbrochen, in der sich einige von uns ein Getränk holten, andere sich hingegen die lustige Pausenshow anschauten, in der auf komödiantische Art und Weise auf der Bühne Waren aus Ills Laden feilgeboten wurden. Nachdem alle wieder auf ihren Plätzen saßen, hat unsere Lehrerin Frau Reuter noch Schokoküsse als Stärkung für die Fortsetzung des Stückes verteilt.
Dann ging es auch schon weiter und wir konnten in der zweiten Hälfte der Vorstellung beobachten, wie sich die Güllener immer mehr verschulden und sich zunehmend auf die Seite von Claire schlagen. Besonders beeindruckend waren dabei die Effekte auf der Bühne. Einige Schauspieler wurden aus anderen Perspektiven als der, die der Zuschauer hatte, von einer Kamera gefilmt und diese Filmsequenzen wurden parallel zum Bühnengeschehen auf eine große Leinwand projiziert, sodass eine Parallelität der Handlungen entstand. Das Stück endete schließlich gegen 22 Uhr mit der Ermordung Ills.
Abschließend versammelten wir uns alle noch einmal, um die Erinnerung an das schöne Theaterstück und den gemeinsamen Abend auf einem Gruppenfoto festzuhalten:
– Fabienne Ludwig, Fiona Dietz, Kristina Dillinger (8c)