The Design of Future: Kunstkurse der 12. Jahrgangsstufe im Zukunftsmuseum Nürnberg

Am Nachmittag des 14.7.2026 fand im Rahmen des Grundkurses Kunst von Frau Föhl-Wais und des Leistungskurses Kunst von Frau Bork eine Exkursion zum Zukunftsmuseum Nürnberg statt. Bei bestem Wetter starteten die Kurse am Bahnhof Lichtenfels, um das in der Innenstadt von Nürnberg gelegene Museum mit Zug und U-Bahn zu erreichen. Im architektonisch interessanten Gebäudeareal Augustinerhof des Atelier Brückner am Pegnitzufer präsentiert sich die Zukunft mit Themenfeldern wie Städtebau, Mobilität oder Künstlicher Intelligenz interaktiv und abwechslungsreich. Vor Ort führten erfahrene Tourguides in einer sogenannten „Denktour“ durch die Ausstellungsflächen, erklärten die Exponate und sprachen ethische Kontroversen, die die neuen Technologien mit sich bringen, an. So entfaltete sich ein vielschichtiges Feld von Möglichkeiten, Hoffnungen, aber auch düsteren Zukunftsvisionen.

Im Bezug auf den Themenschwerpunkt des Semesters 12-2, die Architektur, wurden die Kurse mit Lösungen zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit, dem sparsamen Umgang mit knappen Ressourcen beim Betonguss oder neuen Baumaterialien wie Pilz-Myzel vertraut. Statt Autos und Lieferverkehr in der Stadt wären Superblocks wie in Barcelona kombiniert mit einem Röhrensystem zum Transport von Waren ein zukunftsfähiges Modell der Stadtentwicklung. Mit Blick in das nächste Semester 13-1 zum Thema Körper lernten die Heranwachsenden neue Möglichkeiten der Medizin, wie Tattoos mit Nanopartikeln, die Werte im Blut anzeigen können, oder den humanoiden KI Roboter Ameca kennen. Kontroverse Fragen wie „Wird es ewiges Leben geben?“ oder „Darf man einen Roboter heiraten?“ prägten die Führung durch das Museum.

Von der Krankheitsprävention mit intelligenten Toiletten über den Einsatz der Genschere für vermeintlich „optimierte“ Kinder bis hin zu Klonen zog sich der rote Faden, wie die Menschheit der Zukunft überhaupt aussehen wird. Mit vielen Impulsen zum Nachdenken verließen die Jugendlichen das Museum, um das Gesehene im Schuljahr 26/27 auch künstlerisch-praktisch zu erforschen.

Simone Föhl-Wais
gepostet am 23. Juli 2026