Generationen zusammenbringen, dieses Ziel verfolgte eine Aktion des P-Seminars „Zusammenleben der Generationen im demografischen Wandel“. Am Montagnachmittag, 4.3., füllte sich die Mensa mit etwa 25 Senioren, gut 20 Schülerinnen und Schülern aus der offenen Ganztagsschule sowie den Elftklässlern des P-Seminars. Zu einem generationenübergreifenden Spielenachmittag hatten die Mitglieder des P-Seminars im Vorfeld eingeladen. Neben ein paar Großeltern der Schüler folgten der Einladung vor allem Mitglieder der Seniorengemeinschaft Lichtenfels e.V., deren Vorstände fleißig Werbung gemacht hatten. Nach einer kurzen Begrüßung durch das Seminar wurden emsig Glückszahlen notiert, um die Aufwärmrunde Bingo zu gewinnen. Erstaunlicherweise war das Glück an diesem Nachmittag fast ausschließlich den jüngsten Teilnehmern aus der OGS hold, die sich über kleine Preise freuen durften.

Dann eröffnete endlich das Buffet und die zahlreichen von den Seminarteilnehmern gebackenen Kuchen wurden neben einigen Litern Kaffee und anderen Getränken verkostet. Unterzuckert verließ später niemand das MGL und zudem reicher an einigen Spieleerfahrungen und Begegnungen: Da lernten zwei Unterstufenschülerinnen Schnauz von vier erfahrenen Seniorinnen, an anderen Tischen versuchten Menschen jeden Alters, sich nicht zu ärgern, im Nebenraum fand sich eine Doppelkopfrunde. Auch UNO, Vier gewinnt oder Schach wurden gespielt. Erstaunlich beharrlich widmete sich manche Runde aus Jung und Alt ihrem Spiel, sodass OGS-Schüler daran erinnert werden mussten, ihre Busse nicht zu verpassen.

Gegen halb Fünf verließen dann auch die anderen Gäste das „Spielfeld“. In den Gesichtern und Schlussworten spiegelte sich viel Zufriedenheit und Freude über den gelungenen Nachmittag. Die Aufräumarbeiten in der Mensa und Spülküche bestritten die Elftklässler zur Freude ihres Seminarlehrers Herrn Dr. Weskamp schließlich ebenso engagiert, wie den ganzen Tag zuvor. Gut möglich, dass es nicht bei dieser einen Begegnungsrunde bleibt…

Für das P-Seminar „Zusammenleben der Generationen im demografischen Wandel“ war es am 15. Januar an der Zeit, sich mit Personen zu treffen, die die Auswirkungen des demografischen Wandels tagtäglich hautnah zu spüren bekommen und auch in Zukunft diese gewaltige Herausforderung stemmen müssen.

Dafür wurde von Seminarleiter Herrn Dr. Weskamp ein Treffen mit 20 jungen Erwachsenen arrangiert, die sich in der Berufsfachschule am Klinikum in Lichtenfels im dritten Lehrjahr der Ausbildung zu Pflegefachkräften befinden. Nachdem sich das P-Seminar kurz vorgestellt hatte, ging es direkt damit los, mehr über Krankheiten im Alter zu erfahren. Dafür wurden die Seminarteilnehmer in vier Gruppen eingeteilt, die abwechselnd fünf, von den Pflegeschülern selbst erdachte, Stationen besuchten.

Im Laufe der Stationen lernten die Seminarteilnehmer häufige Krankheiten und Einschränkungen im Alter, wie Schlaganfall, Parkinson, Demenz und Diabetes sowie deren Folgen, besser kennen. Doch wer dachte, dass er einfach nur Vorträgen lauschen wird, täuschte sich: Neben interessanten Informationen gab es auch Quizze, Kreuzworträtsel und weitere Interaktionen. Vor allem das Überprüfen des Blutzuckers und damit verbunden das Risiko einer Diabeteserkrankung anhand einer eigenen Blutprobe stieß – nach einer kurzen Überwindungszeit aufgrund des kleinen Nadeleinstichs – auf viel Begeisterung. Überwindung erforderte auch der Genuss von verdicktem „Breiwasser“ aus speziellen Nasenbechern, die z.B. Schlaganfallpatienten mit Schluckstörung das Trinken erleichtern.

Nachdem alle Stationen absolviert waren, saßen die Teilnehmer des P-Seminars anstelle des Lehrers vor den angehenden Pflegern und stellten diesen alle möglichen Fragen zu ihrem Beruf, dessen Vor- und Nachteilen, den Wünschen der Auszubildenden und ihrer Meinung darüber, weshalb es in der Pflege starken Personalmangel gibt und wie man diesen Umstand ändern könnte.

Schließlich ging es für die Schüler, jeder mit einem kleinen Geschenk- und Informationstütchen des Krankenhauses bepackt, nach einem Nachmittag voller hochinteressanter Themen dankbar auf den Heimweg.

Abschließend lässt sich nur sagen, dass dieser Nachmittag durch wichtige Einblicke in die vor allem auch alltäglichen Probleme älterer Menschen von enormem Nutzen ist. Die Berichte der Auszubildenden haben den Schülern einen neuen Blick auf Pflegeberufe ermöglicht. Wir danken den Auszubildenden und ihrem Schulleiter, Herrn Engel, herzlich für einen gelungenen und hochinteressanten Nachmittag und wünschen ihnen viel Glück für die anstehenden Prüfungen.

– für das P-Seminar Jakob Zenk

Was bietet unser Landkreis für Senioren? Wo kann man mit anpacken? Welche Hürden mussten und müssen überwunden werden? Mit welchen Problemen hat die Politik im Zuge des demografischen Wandels zu kämpfen?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen begaben sich fünf Schüler:innen des P- Seminars „Lebensräume im Wandel“, zusammen mit Herrn Dr. Weskamp, zur vielfältig engagierten Kommunalpolitikerin Monika Faber. Diese ist Seniorenbeauftragte, sitzt für die SPD im Stadt- und Kreistag, leitet im Vorstand den von ihr mitgegründeten Verein Seniorengemeinschaft Lichtenfels e.V., usw..

Sie erzählte uns anschaulich von der Entstehung der Seniorengemeinschaft, den bürokratischen Hürden der Vereinsarbeit und insbesondere den Aktivitäten des Vereins von und für Senioren. Anschließend interviewte die Gruppe „Politik“ Frau Faber zu ihrer politischen Tätigkeit und gewann dabei einige Einblicke in die praktischen Probleme, mit denen immer mehr Senioren im Landkreis konfrontiert sind. Immer wieder betonte sie, dass Sozialpolitik letztlich allen Generationen dient und die zukünftigen Herausforderungen nur gemeinsam gemeistert werden können. Für die Fragen der Schüler:innen war sie sehr offen und gab auch private Einblicke.

Im Laufe des eineinhalbstündigen Gesprächs zeigte Frau Faber voller Herzblut, was für Arbeit in solch einem gemeinnützigen Verein steckt, wie dieser zustande kam und wie schwer es eigentlich ist, diesen am Laufe zu erhalten. Dabei entstanden bei uns neue Ideen für unsere Projektarbeit, mit der wir das Zusammenleben der Generationen verbessern möchten.

Das P- Seminar freut sich daher auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Verein sowie Frau Faber und dankt für ihre gewährte Zeit in dem vollen Terminkalender einer Kommunalpolitikerin, Ehrenamtlichen und Großmutter.

– Gabriele Reichel und Manuel Weskamp

Wie unsere Kartoffeln mit dem Kartoffelkäfer und unser Planet mit unserem Konsum zu kämpfen haben – darum und um einiges mehr geht es aktuell in der Projektwoche „Schule fürs Leben“, die die 8. Jahrgangsstufe mit den vielbeschworenen Alltagskompetenzen in Berührung bringt. Wie kann ich nachhaltiger leben in einer sich verändernden Welt? Wie kann ich Einfluss nehmen? Wie kann ich auf mich selbst und meinen Körper achten? Wie werde ich von einer umkämpften Zielgruppe der Werbebranche zu einem mündigen, kritischen Konsumenten?

Beim Besuch einer solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) dem Schädling ohne Chemie zu Leibe rückend – Achtklässler beim Kartoffelkäfer entfernen.

Jeden Tag arbeiten die Klassen an verschiedenen Bausteinen, fernab vom üblichen Unterrichtsrhythmus. Die einen setzen sich zum Beispiel damit auseinander, was Gesundheit ausmacht und was sie gefährdet. Im Anschluss testen sie in der Praxis unter fachkundiger Anleitung, wie man Körper und Geist fordern (Neuroathletik) und effektiv ins Gleichgewicht bringen kann (Yoga). Die anderen erforschen am Tablet, wie uns die Lebensmittelbranche im Supermarkt beeinflussen möchte und erproben daraufhin vor Ort bei Lebensmittelhändlern, wie unterschiedlich ein Testeinkauf je nach Größe der Geldbörse und Präferenzen ausfallen kann. Hier und in einem Baustein zur Ernährung darf natürlich auch zubereitet und verkostet werden. Davor wird im Ernährungsbaustein jedoch unter anderem analysiert, was unser Körper an Nährstoffen benötigt. Was unser Konsum für die Natur und die Produzenten bedeutet, erfahren die Schülerinnen und Schüler dort und nicht zuletzt auf einer Fahrradexkursion zur SoLaWi Obermain in Wolfsloch. Auf dem Acker und im Folientunnel begreifen die Schüler:innen, was es bedeutet, dass jedem Menschen auf der Erde eigentlich rechnerisch nur 4 Quadratmeter Ackerland pro Tag zur Ernährung zur Verfügung stehen. Wer exzessiv Fleisch konsumiert, verbraucht wesentlich mehr Fläche, was dann an anderer Stelle fehlt.

Diese Käfer sind im Gegensatz zum Kartoffelkäfer keine Schädlinge, sondern Achtklässler bei einer Yoga-Einführung. Wenn man so will: Nützlinge für einen gesunden Körper.

Entspannung pur ist diese Woche – zur Überraschung mancher Feriensüchtiger – sicher nicht: Da müssen sich selbst digital Inhalte erarbeitet werden, oft sogar in der Gruppe und dann wünschen sich die betreuenden Lehrkräfte auch noch Präsentationen, Videos oder Plakate. Aber dafür gehen unsere Achtklässler als kritischere Konsumenten mit einigen neuen Kenntnissen und Kompetenzen in die dann wirklich wohlverdienten Ferien.

Ohne Käfer, rein vegetarisch: Rezepterprobung im Ernährungsbaustein – scheint zu munden.