Am 12. Februar 2026 besuchte die 9. Jahrgangsstufe die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald, um ihre Kenntnisse aus dem Geschichtsunterricht zu vertiefen und gleichzeitig der Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Mehr als 56 000 Menschen sind in der Zeit zwischen 1937 und 1945 in dem Lager auf dem Ettersberg nahe Weimar zu Tode gekommen.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten zunächst eine Einführung in die Geschichte des Konzentrationslagers. In einem großen Kinosaal wurde zu Beginn ein 30-minütiger Film mit Zeitzeugen sowie Bildern aus der Zeit des aktiven Konzentrationslagers gezeigt. Danach, zu Beginn der Führung, die die Schüler und Schülerinnen im Klassenverband bekommen haben, wurde in einem Modell die Ausmaße dieser riesigen Anlage deutlich. Wie war das Lager organisiert? Aus welchen Gründen wurden Menschen hier inhaftiert und unter welchen Bedingungen mussten sie Zwangsarbeit leisten? Diese und viele weitere Fragen wurden an den Ansichtstafeln im Außenbereich geklärt, bevor es mit der Besichtigung des weitläufigen Geländes und dem Weg durch das bekannte Eingangstor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“ weiterging. Hier konnte man bereits erahnen, welchen Demütigungen und Erniedrigungen die ehemaligen Insassinnen und Insassen des Lagers ausgesetzt waren. Besonders der Bunker, das ehemalige „Krematorium“ und die Genickschussanlage machen sprachlos angesichts der hier verübten Verbrechen. Der eigens für den Zeitvertreib der SS-Angehörigen eingerichtete Zoo, unweit des Lagerzauns, wirkt wie eine zusätzliche Verhöhnung der Opfer.
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informierten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus über die Lebensbedingungen im Hauptlager, in welchem zeitweise bis zu 75 000 Menschen gleichzeitig interniert waren, sowie die Zustände im sogenannten „Kleinen Lager“, in welchem noch katastrophalere Zustände herrschten, sodass sich die Inhaftierten dort teilweise wegen ein paar Kartoffelschalen zu Tode prügelten, wie ein Zeitzeuge in dem Film vom Anfang berichtete.
Eine entscheidende Frage drängte sich immer wieder auf: Kann es sein, dass die Menschen im Umland des Lagers nichts davon mitbekommen haben? An vielen Beispielen lässt sich beweisen, dass die Verbrechen in den Konzentrationslagern allgemein bekannt gewesen sein mussten. Zahlreiche Bildquellen, Briefe und Tagebücher belegen eindrücklich, dass die deutsche Bevölkerung gesehen und gehört haben muss, was den tausenden Gefangenen in den Lagern widerfahren ist. Das Lager Buchenwald wurde beispielsweise von den Bauern der umliegenden Ortschaften mit Nahrungsmitteln versorgt, die bis ins Lager hinein geliefert wurden und hatte einen eigenen Zoo hinter dem Zaun, der regelmäßig von den Familien der dort postierten NS-Soldaten besucht wurde. KZ-Häftlinge waren in der Umgebung des Lagers unter anderem zum Straßenbau eingesetzt und arbeiteten, gemeinsam mit deutschen Bürgern, in der Produktion des Gustloff-Werks II. Auch die Asche des eigens in Buchenwald errichteten Krematoriums legte regelmäßig eine graue Rußwolke über die Innenstadt Weimars.
Nach dem geführten Rundgang blieb Zeit, um das auf dem Gelände befindliche Museum zu besichtigen, in dem unter anderem Habseligkeiten der Inhaftierten ausgestellt werden. Zudem dokumentieren zahlreiche Originalaufnahmen eindrucksvoll, welches Schicksal die betroffenen Menschen unter dem Terrorregime der Nationalsozialisten erlitten haben. Zwangsarbeit, Folter, Krankheiten und Hunger waren an der Tagesordnung.
Der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald trägt dazu bei, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. Gleichzeitig mahnen Gedenkstätten und Orte der Erinnerung gegenwärtige und zukünftige Generationen, dass sich die Geschichte auf keinen Fall wiederholen darf.
– Marlene Lachner, 9dDiesen erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7A und 7B vor den Faschingsferien im Rahmen des Geschichtsunterrichts.
Die Klasse 7B auf dem Säumarkt.
Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Sylvia Münch, Frau Kathleen Vogel und Herrn Dr. Manuel Weskamp erkundeten die Klassen mittelalterliche Relikte ihrer Heimatstadt Lichtenfels. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von einem Kinder-Hörspiel, welches Dr. Manuel Weskamp im vergangenen Schuljahr mit der damaligen Klasse 11 C entwickelt hatte. So begaben sich also die Klassen auf die Spuren der beiden Kindern einer Michelauer Korbflechterfamilie und erfuhren, wie ein Markttag im mittelalterlichen Lichtenfels abgelaufen sein könnte. Vom Oberen Tor über die Stadtmauer bis hinunter zum Säumarkt folgten die Klassen den Erzählungen von Mattis und Mathilde.
Die Klasse 7A vor der Stadtpfarrkirche.
Diese kleine Exkursion bildete den gelungenen Abschluss der Unterrichtseinheit „Leben im Mittelalter“ und bereitete allen Beteiligten viel Freude.