Im September durfte das Meranier-Gymnasium Lichtenfels erneut Schülerinnen und Schüler unserer tschechischen Partnerschule des Gymnazium Cesky Brod begrüßen. Der Schüleraustausch bot den Jugendlichen aus beiden Schulen die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen und die Kultur des Nachbarlandes kennenzulernen.

Die tschechischen Gäste trafen am Samstag, den 20. September, nachmittags in Lichtenfels ein und wurden herzlich von ihren Gastfamilien empfangen. Das Wochenende verbrachten die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Familien. Dabei standen zahlreiche individuelle Unternehmungen auf dem Programm.

Am Montag begann das offizielle Programm des Austauschs. Nach der Begrüßung am Meranier-Gymnasium durch die Schulleitung führte ein gemeinsamer Ausflug mit der Bahn nach Nürnberg. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler das Dokumentationszentrum am Reichsparteitagsgelände und mussten aufgrund des sehr schlechten Wetters den Stadtrundgang in einer abgespeckten Version durchführen.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen regionaler Geschichte und Kultur. Am Vormittag besuchte die Gruppe Vierzehnheiligen, die Brauerei Trunk und Klosterlangheim, wo sie eine zweisprachige Führung auf Deutsch und Tschechisch in die Geschichte des Klosters eintauchen lies. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ging es mit dem Bus nach Coburg. Dort erhielten die Jugendlichen eine spannende Führung durch die Außen- und Wehranlagen der Veste Coburg und erfuhren viel Wissenswertes über die Bedeutung der Festung für die Region.

Sportlich wurde es am Mittwoch beim Besuch des Klettergartens in Kloster Banz. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Geschicklichkeit und ihren Teamgeist unter Beweis stellen.

Am Donnerstag erhielten die tschechischen Gäste einen Einblick in den Schulalltag am Meranier-Gymnasium. Darüber hinaus stand ein Besuch beim Bürgermeister sowie eine Führung durch die unterirdischen Gänge der Stadt Lichtenfels auf dem Programm.

Den feierlichen Abschluss bildete der gemeinsame Abschiedsabend in der Aula des Meranier-Gymnasiums. Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie die Lehrkräfte trafen sich zu einem geselligen Beisammensein. In entspannter Atmosphäre wurden Erinnerungen ausgetauscht, neue Freundschaften gefeiert und bereits Pläne für ein Wiedersehen geschmiedet.

Am Freitagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach der Verabschiedung am Meranier-Gymnasium traten die tschechischen Gäste die Heimreise an.

Der Austausch war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Er stärkte nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, sondern vertiefte auch die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Schulen. Ein herzlicher Dank gilt allen Gastfamilien, die mit ihrem Engagement und ihrer Gastfreundschaft maßgeblich zum Gelingen dieser Begegnung beigetragen haben.

Gegenbesuch in Tschechien

Im Frühjahr folgte der Gegenbesuch der deutschen Schülerinnen und Schüler mit Thomas Fugmann, Anna Beetz und Maria Neufeld bei ihren Austauschpartnern in Cesky Brod.

Der Dienstag begann mit einer Begrüßung in der Schule sowie Präsentationen über Tschechien, Prag und das Gymnasium der Partnerschule. Anschließend stand der erste Ausflug nach Prag auf dem Programm. Bei einem Stadtrundgang lernten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Sehenswürdigkeiten der tschechischen Hauptstadt kennen, darunter das Gemeindehaus, den Pulverturm, die berühmte Celetná-Straße, den Altstädter Ring und den Wenzelsplatz.

Auch am Mittwoch führte der Weg erneut nach Prag. Diesmal besuchte die Gruppe das interaktive Erlebniszentrum „Future Port“. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler in deutsch-tschechischen Kleingruppen in interaktiven Räumen ihr Geschick, Können und ihre sportliche Ausdauer gemeinsam unter Beweis stellen. Das Sammeln von Punkten und der interne Wettkampf untereinander brachte viel Spaß und ein tolles Erlebnis.

Ein weiterer Höhepunkt erwartete die Schülerinnen und Schüler am Donnerstag. Nach der Fahrt in die Hauptstadt ging es bei strahlendem Sonnenschein zunächst zu Fuß auf den Petřín-Hügel. Dort standen der Aussichtsturm und das berühmte Spiegellabyrinth auf dem Programm. Anschließend führte der Stadtrundgang zur Prager Burg, über die Karlsbrücke und vorbei am Nationaltheater. Die beeindruckenden Bauwerke und die besondere Atmosphäre Prags hinterließen bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.

Am Freitag erhielten die deutschen Gäste zunächst einen Einblick in den Unterricht ihrer Partnerschule. Danach unternahm die Gruppe einen Ausflug nach Mladá Boleslav zum Škoda-Auto-Werk. Neben dem Besuch des Škoda-Museums bot insbesondere die Werksführung äußerst interessante Einblicke in moderne Produktionsabläufe des Autobaus und die Geschichte des traditionsreichen Unternehmens. Am Abend fand in der Schule ein gemeinsamer Abschiedsabend statt, bei dem Schülerinnen und Schüler sowie alle beteiligten Lehrkräfte die ereignisreiche Woche in geselliger Atmosphäre ausklingen ließen.

Am Samstag traten die deutschen Schülerinnen und Schüler die Heimreise an. Viele Abschiede fielen schwer, denn während der Austauschwoche waren die zuvor in Lichtenfels entstandenen neue Freundschaften vertieft worden.

Der Schüleraustausch mit unserer tschechischen Partnerschule zeigte erneut eindrucksvoll, wie wertvoll persönliche Begegnungen für das gegenseitige Verständnis innerhalb Europas sind. Die gemeinsamen Erlebnisse in Deutschland und Tschechien förderten nicht nur die sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Jugendlichen, sondern schufen auch Erinnerungen, die noch lange nachwirken werden.

Mit großem sportlichem Einsatz und beeindruckenden Leistungen nahmen einige Schülerinnen und Schüler unserer Schule am Bezirksfinale Gerätturnen in Hof am 03.02.2026 teil.

Die Mädchenmannschaft des Meranier-Gymnasiums trat im Wettkampf II mit fünf Turnerinnen an und erreichte mit sauber geturnten Übungen und viel Teamgeist einen phänomenalen 2. Platz unter insgesamt acht Mannschaften. Besonders hervorzuheben ist, dass das Team mit einem Punkteabstand von nur 1,8 Punkten den 1. Platz verfehlte. Die Mannschaft wurde von Sportlehrerin A. Beetz betreut und bestand aus Schülerinnen verschiedener Jahrgangsstufen – Emmi Schmitt 5b, Ella Kraus 5b, Nele Hümmer, 5b, Antonia Sommer 10a und Martha Klecker 10a.

Auch die Jungenmannschaft, betreut von Sportlehrer T. Fugmann, zeigte eine herausragende Leistung. Ebenfalls im Wettkampf II startend, sicherte sie sich den 1. Platz gegen ihre gegnerische Mannschaft aus Bayreuth. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die Turner Felix Pülz 5d, Vincent John 6d, Mortiz Häfner und Rafael Schnapp (beide 9c) für das Landesfinale, das im März in Schweinfurt stattfinden wird.

Ein großer Dank geht an den TSV Staffelstein und die TS Lichtenfels für die Kooperation im Vorfeld und die zur Verfügungstellung der Turnanzüge für die beiden Mannschaften am Wettkampftag.

Wir gratulieren allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich zu diesen tollen Erfolgen und drücken den Jungen beim Landesfinale die Daumen!

Im Oktober verbrachten insgesamt 92 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe des Meranier-Gymnasiums Lichtenfels sowie acht Lehrkräfte eine erlebnisreiche Woche im Sportcamp Bischofsgrün. Die Einrichtung, idyllisch im Fichtelgebirge gelegen, bot den Teilnehmenden ein vielfältiges Programm aus sportlichen Aktivitäten, Naturerlebnissen und gemeinschaftlichen Angeboten.

Aktive Tage inmitten der Natur

Im Laufe der Woche führten die verschiedenen Wander- und Nordic-Walking-Touren die Gruppen zu abwechslungsreichen und landschaftlich reizvollen Zielen in der Umgebung. Eine Route führte zum Goethefelsen, der mit seiner markanten Felsformation und einem beeindruckenden Ausblick auf die umliegenden Wälder begeisterte. Anspruchsvoller war die Wanderung zum Ochsenkopf, dessen Aussichtsturm nach dem Aufstieg mit einem weiten Panoramablick über das Fichtelgebirge belohnte. Auch die Weißmainquelle, als Ursprung eines der wichtigsten Flüsse der Region, stand auf dem Programm und bot nicht nur landschaftliche, sondern auch geographische Eindrücke. Für ruhigere Touren bot sich der Weg zum Kreuzbrunnen an – ein idyllisch gelegener Rastplatz mitten im Wald, der zur Entschleunigung und zum bewussten Naturerleben einlud.

Neben den Outdooraktivitäten bot die Sportwoche den Schülerinnen und Schülern außerdem die Möglichkeit, sich in den Sporthallen bei Aktivitäten wie dem Klettern an der Kletterwand, Teamchallenges, im Kraftraum oder beim Step Aerobic im Spiegelsaal auszupowern.

Ob bei sportlichen Herausforderungen oder gemeinsamen Erlebnissen in der Natur – das Camp bot reichlich Gelegenheit, sich zu bewegen, Neues auszuprobieren und als Gruppe zusammenzuwachsen.

Förderung von Teamgeist und Selbstständigkeit

Neben dem sportlichen Aspekt stand auch die Stärkung sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt. Durch gezielte Teamspiele, Workshops und gemeinschaftliche Freizeitangebote wie Spieleabende oder der Abschluss-Challenge wurde das Wir-Gefühl gestärkt und die Klassengemeinschaft gefördert. Auch der bewusste Umgang mit der Natur spielte eine zentrale Rolle – sei es beim Erkunden der Umgebung oder beim nachhaltigen Verhalten im Camp-Alltag.

Fazit

Die Woche im Sportcamp Bischofsgrün bot nicht nur viel Bewegung und frische Luft, sondern auch wertvolle Impulse für die persönliche und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Die Gruppe blickt auf eine gelungene, abwechslungsreiche Zeit zurück, in der Sport, Natur und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verbunden waren.